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Kamerun: Staatspräsident bestimmt Teamchef

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Sachen gibt's!

In Kamerun hat Staatspräsident Paul Biya die Entlassung von Fußball-Nationaltrainer Toni Conceicao angeordnet. Der Politiker schaltet sich in die sportlichen Belange ein und reagiert damit auf den verpassten Titel beim Afrika-Cup im eigenen Land.

Vergleichbar wäre dies, wie wenn in Österreich Alexander van der Bellen ÖFB-Teamchef Franco Foda abberufen und gleichzeitig seinen Nachfolger bestimmt würde.

"Nach sehr hohen Anweisungen vom Präsidenten der Republik, wird der Fußball-Nationaltrainer der Männer, Antonio Conceicao, durch Rigobert Song ersetzt", verkündete Sportminister Narcisse Mouelle Kombi in einer offiziellen Mitteilung.

Biya hat jedoch sehr viel Einfluss, ist schon seit 1982 im Amt und auch das Stadion des Eröffnungsspiels und des Finales des Afrika Cups ist nach ihm benannt. Conceicao hingegen stand auch bei anderen in der Kritik, etwa bei Samuel Eto'o, der Präsident des kamerunischen Fußball-Verbandes ist, oder bei Eric-Maxim Coupo-Moting, der deshalb seinen Rücktritt verkündete, weil der Teamchef nicht auf ihn setzte.

Mit Song kommt eine Fußball-Legende zu Teamchef-Ehren. 2015 und 2018 war der ehemalige Verteidiger bereits in diesem Amt, allerdings fanden zu dieser Zeit keine Spiele statt. Seit Oktober 2018 betreute er die U23.

Die Zielsetzung ist klar: Kamerun will zur WM 2022 in Katar. In den Quali-Duellen gegen Algerien (25./29. März) geht es um ein Ticket. Als Spieler lief Song unter anderem für Liverpool, West Ham, Köln und Galatasaray auf und gewann zweimal den Afrika Cup (137 Länderspiele).

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