Real-Boss Perez bedauert UEFA-Drohungen

Real-Boss Perez bedauert UEFA-Drohungen Foto: © getty
 

Im Streit um die Super League hat Real Madrids Präsident Florentino Perez dem UEFA-Chef Aleksander Ceferin "ungesundes" Verhalten vorgeworfen.

"Alles, was passiert ist, war bedauerlich, mit Beleidigungen und Drohungen. Wir waren von seiner Gewalt überrascht", sagte der Boss der Super League in einem Interview der Sportzeitung "AS" vom Samstag.

Die Drohung Ceferins, alle Klubs von künftigen Europacup-Wettbewerben auszuschließen, die an der Super League festhalten, verstoße klar gegen die Regeln des freien Wettbewerbs. "Das ist sehr ernst", sagte der Real-Boss und verwies auf eine Gerichtsentscheidung vom vergangenen Dienstag.

Perez signalisiert Gesprächsbereitschaft

Ein Richter in Madrid hatte den internationalen Verbänden FIFA und UEFA sowie den angeschlossenen Organisationen und Ligen im Rahmen eines vorläufigen Rechtsschutzes jede Sanktion oder andere Maßnahme gegen die zwölf Gründerklubs untersagt. Die Initiative für den Elite-Wettbewerb sei nicht gescheitert. Einige Klubs hätten wegen des öffentlichen Drucks einen Rückzieher gemacht, aber sie hätten einen bindenden Vertrag unterzeichnet.

Perez betonte erneut, mit der Super League solle der finanzielle Ruin vieler Klubs verhindert werden. Allein die zwölf Gründungsmitglieder aus Spanien, Italien und Großbritannien hätten wegen der Corona-Pandemie in der vergangenen Saison schon 650 Millionen Euro eingebüßt. Für dieses Jahr bezifferte Perez die Verluste sogar auf bis zu 2,5 Milliarden Euro. Gerade erst sei Girondins Bordeaux in Konkurs gegangen. "Entweder wir machen jetzt was, oder viele Vereine werden folgen", warnte der Fußball-Manager.

Die gerade beschlossene Reform der Champions League löse die Probleme überhaupt nicht und komme mit 2024 auch viel zu spät, sagte Perez. Er zeigte sich aber gesprächsbereit. Man müsse noch mal alle Ideen durchgehen. "Vielleicht wäre es eine Lösung, wenn immer die vier besten Klubs der nationalen Ligen teilnehmen", schlug Perez vor. Aber etwas müsse geschehen, denn sonst würden sich die jungen Fans zwischen 14 und 24 Jahren aus Langeweile vom Fußball abwenden.


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