VAR-Revolution? UEFA will "ein Stück weit zurückgehen"
Die UEFA will offenbar zum Ursprungsgedanken des VAR zurückkehren. Die Entscheidungen der Schiedsrichter sollen nachvollziehbarer werden.
"Wir sind mit dieser Art der Nutzung des VAR nicht mehr zufrieden. Wir wollen ein Stück weit zurückgehen und die Schiedsrichter wieder ins Zentrum stellen", sagt Schiedsrichter-Chef Roberto Rosetti.
Im Rahmen der Vorstellung von "Clear Line", einer neuen Online-Plattform, spricht er darüber, dass er klare Richtlinien für den Einsatz des VAR haben wolle.
Die Plattform bietet 150 Referenzszenen, wodurch die Entscheidungen der Schiedsrichter einsehbar und nachvollziehbar sein sollen.
"Es ist Fußball, nicht die Playstation."
Der VAR solle in Zukunft wieder "nur bei klaren und offensichtlichen Situationen" eingreifen, erklärt der Italiener bei einem Pressetermin.
Eine Zeit lang sei die Entwicklung hinzu immer mehr Interventionen gegangen - man müsse aber vorsichtig sein. "Es geht nicht um eine zweite Chance für den Schiedsrichter. Es ist Fußball, nicht die Playstation.", sagt Rosetti.
Beschwerden auch in Österreichs Bundesliga
Fan-Proteste und VAR-Aufreger! >>>
In der 2. Runde der Admiral Bundesliga gab es erneut Wirbel um den VAR. Beim Spiel Austria Wien - LASK Linz wurde der Austria der Treffer zum 1:0 wegen einer knappen Abseitsstellung aberkannt. Die Intervention dauerte mehrere Minuten.
Auch hier hat Schiedsrichter-Chef Rosetti eine klare Meinung. Jede Überprüfung, die länger als 90 Sekunden dauere, berge das Risiko, "an Glaubwürdigkeit zu verlieren", meint der 58-Jährige.
Auch Lukas Hinterseer haderte mit dem VAR. Ein möglicher Elfmeter wurde vom Video-Schiedsrichter zurückgenommen.