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Offener Brief: Drei Dachverbände holen erneut gegen Infantino aus

Drei Dachverbände äußern erneut harte Kritik am Weltverband sowie dessen umstrittenen Boss Gianni Infantino.

Offener Brief: Drei Dachverbände holen erneut gegen Infantino aus Foto: © GEPA

Der Druck gegen FIFA-Boss Gianni Infantino lässt nicht nach.

In einem offenen Brief verleihen drei Dachverbände, die UEFA (Europa), die AFC (Asien) sowie die CONCACAF (Nord- und Mittelamerika, Karibik) ihrer Kritik an dem 56-Jährigen sowie dem Weltverband FIFA erneut Nachdruck.

Darin heißt es etwa: "Führung im Fußball ist kein Besitz. Es geht nicht darum, Macht zu haben - oder ihre Ausübung einzufordern. Sie ist eine Verpflichtung zum Dienst an der Fußball-Familie, die einem ihr Vertrauen schenkt."

"Wenn dieses Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, ..."

Das Schreiben ist von den drei Verbandsoberhäuptern Aleksander Čeferin, Salman bin Ibrahim al-Chalifa und Victor Montagliani unterzeichnet.

Weiter: "Wenn dieses Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn sich jemand über das Kollektiv stellt, das ihn mit Verantwortung betraut hat, wurde diese Verpflichtung aufgegeben."

Nach den mittlerweile gescheiterten Investorenplänen steht Infantino wie nie zuvor in der Kritik. Norwegens Präsidentin Lise Klaveness forderte gar dessen Rücktritt.

Kritik an Infantinos Plänen

"Ein Vorschlag, der in einem stark verkürzten Zeitrahmen vorangetrieben, ohne ernsthafte Konsultation erarbeitet und bis zu einer Frist angeschoben wurde, noch bevor die Mitgliedsverbände die Bedingungen angemessen prüfen konnten, ist nicht das Ergebnis eines Versehens – sondern Ausdruck eines bewussten Vorgehens, um eine Überprüfung einzuschränken", lautet die Kritik.

In Bezug auf ein Schreiben des Weltverbands, in dem von Fehlern bei den geplanten Investoreneinstiegen die Rede war, heißt es: "Es wurde nicht anerkannt, dass der Vorschlag an sich grundlegend falsch war. Nach wie vor fehlt jede Einsicht, dass der Versuch, eine Beteiligung an der FIFA-Weltmeisterschaft zu verkaufen, ein gravierendes Fehlurteil war – nicht nur ein Verfahrensfehler, sondern ein grundlegender Vertrauensbruch gegenüber genau den Institutionen, denen die FIFA zu dienen verpflichtet ist."

"Die Stärke des Fußballs lag stets in seiner Einheit. Wir rufen dazu auf, diese Einheit nun zu wahren - und für eine Führung einzustehen, die dem Fußball dient, statt ihn beherrschen zu wollen", so der Appell.

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