Reformierter Gold Cup soll Imagepflege betreiben

Reformierter Gold Cup soll Imagepflege betreiben
 

Nach dem 2015 publik gewordenen FIFA-Korruptionsskandal steht der Fußballverband Nord-, Mittelamerikas und der Karibik (CONCACAF) in einem ganz schlechten Licht da.

Gut ein Dutzend CONCACAF-Funktionäre und Vertreter von Nationalverbänden aus der Region wurden in den USA aufgrund ihrer kriminellen Machenschaften rund um die Organisation unter Anklage gestellt, nun versucht die CONCACAF, ihr Image mit allen Mitteln wieder aufzupolieren.

Beim reformierten Gold Cup, der von Sonntag- auf Montag-Nacht losgeht, soll ein dynamisches, buntes und offen wirkendes Bild vom Verband geschaffen werden.

Martinique, Bermuda oder Curacao mit dabei

Lange Zeit hatte der Gold Cup 12 Teilnehmer, doch über das System einer Nations League haben nun mehrere kleine Nationen erstmals die Chance erhalten, sich für das Turnier zu qualifizieren. So bekommt es Favorit Mexiko in der Gruppe A etwa mit Martinique zu tun, das kein Mitglied des Fußball-Weltverbandes ist. Auch Bermuda, Curacao und Guyana kamen bisher nur als Fußnoten in der Berichterstattung vor.

Das Topteam in der Region ist nach wie vor Mexiko, die Nummer 18 der FIFA-Weltrangliste. Der Gold Cup wird die erste große Bewährungsprobe für Ex-Barcelona- und -Argentinien-Coach Gerardo Martino, der im Jänner als Trainer engagiert wurde und seitdem alle vier Spiele gewonnen hat. Dem Argentinier fehlen mit Chicharito, der Vater wird, Carlos Vela und Hector Herrera aber einige Stars, weil sie um eine Pause baten. Hirving Lozano musste wegen einer Verletzung absagen.

USA unter Druck

Unter einem gewissen Druck stehen die USA, die unter dem neuen Trainer Gregg Berhalter den Neuaufbau versuchen.

Der (Haupt-)Gastgeber und Titelverteidiger hofft, sich nach der verpassten WM-Teilnahme 2018 zumindest etwas rehabilitieren zu können. Dabei greift der einstige Deutschland-Legionär Berhalter auf zahlreiche junge Spieler zurück. Chelsea-Neuzugang Christian Pulisic spielt seinen ersten Gold Cup. Zuletzt gab es allerdings bittere Niederlagen gegen Jamaika und Venezuela.

Mit Kanada, das am Samstag den Auftakt gegen Martinique bestreitet, gewann nur einmal zuvor eine andere Nation den Gold-Cup-Titel.

CONCACAF-Präsident: Bedeutsame Schritte

Costa Rica und Jamaika nehmen dieses Jahr nicht nur auf dem Rasen einen weiteren Anlauf, sondern wollen auch als Ausrichter mit begeisterungsfähigem Publikum überzeugen. Je zwei Gruppenspiele finden in San Jose, der Hauptstadt Costa Ricas, und in Kingston auf Jamaika statt. Unter den 14 US-Spielorten sind Philadelphia, Los Angeles, Houston, Cleveland oder Nashville. Das Finale findet am 7. Juli in Chicago statt.

"Dieser Gold Cup ist ein Ausdruck, wie dieser Verband gewachsen ist", erklärte der Kanadier Victor Montagliani, der seit 2016 als CONCACAF-Präsident amtiert. "In sehr kurzer Zeit haben wir das Teilnehmerfeld nicht nur auf 16 Teams ausgedehnt, basierend auf der Qualität, die zahlreiche dieser Länder in den vergangenen Jahren gezeigt haben. Wir verlassen auch erstmals Nordamerika und gehen nach Costa Rica und Jamaika. Das sind bedeutsame Schritte."

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Textquelle: © LAOAL1.at/APA Zum Seitenanfang »

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