Fotos mit Leiche und Vorwürfe an die Familie

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Es kam, wie es kommen musste. Rund um den Tod und die Beisetzung von Diego Maradona gibt es inzwischen jede Menge Spekulationen und unschöne Storys.

Für einen Sturm der Entrüstung sorgen Fotos, wie sich drei Bestatter mit dem offenen Sarg von Diego Matadona fotografieren lassen.

Das Trio hat nicht nur rechtliche Konsequenzen zu befürchten, sondern auch den Zorn etlicher Fans auf sich gezogen. Aus einer, wie die Fotos, in den sozialen Medien aufgetauchten Whatsapp-Audio-Datei ist zu vernehmen, dass Ultras des argentinischen Spitzenklubs Boca Juniors Morddrohungen gegen einen der Bestatter ausgesprochen haben. "Sie werden ihn töten, weil er dieses Foto gemacht hat", befürchten viele fanatische Maradona-Anhänger.

Maradonas Ex-Frau Claudia Villafañes reagierte "sehr wütend" auf die Vorfälle. Maradonas Anwalt ruft unterdessen zur Bestrafung der fehlbaren Personen auf: "Angesichts eines Bildes von Diego auf seinem Sterbebett werde ich mich persönlich darum kümmern, den Schurken zu finden, der dieses Foto gemacht hat. Alle, die für einen solchen Akt der Feigheit verantwortlich sind, werden dafür bezahlen."

Maradona-Freund spricht vom "einsamen Diego"

Stefano Ceci, der über 20 jahre an der Seite von Maradona lebte, als sein Manager und Freund gilt, wehrt sich vehement gegen Spekulationen, wonach das Leben von Maradona gerettet werden hätte können, wenn die Notärzte schneller vor Ort gewesen wären, oder die Familie besser aufgepasst hätte.

In einem neapolitanischen Radio meldet er sich nun zu Wort und meint: "Diego hat sich sterben lassen. Er wollte nicht mehr leben. Diego hörte auf, Diego zu sein, als er 15 wurde. Seit er Maradona wurde, war er allein."

Bis vor zwei Jahren habe er in Dubai noch einmal pro Woche Fussball und Padel mit Menschen im Alter von 15 bis 20 Jahren gespielt. Er war körperlich aktiv, doch in letzter Zeit habe er sich körperlich und geistig gehen lassen, erläutert Ceci und meint: "Er war eine zerbrechliche und bescheidene Person. Diego war das Gegenteil von Maradona als Fussballer. Nur wenige Menschen haben Diego gekannt, wie er wirklich war."

Textquelle: © LAOLA1.at

Beckenbauer über Maradona: Zwischen Hochachtung und Kritik

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