Österreich Österreich AUT
Frankreich Frankreich FRA
Endstand
2:0
1:0, 1:0
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Sensation! ÖFB-U21 und Gregoritsch zeigen es Zweiflern

Nach einem völlig unerwarteten Heimsieg über Gruppen-Favorit Frankreich ist Österreich wieder voll im Rennen um ein U21-EM-Ticket.

Sensation! ÖFB-U21 und Gregoritsch zeigen es Zweiflern Foto: © GEPA

Österreichs U21-Fußball-Nationalteam hat sich im Kampf um ein EM-Ticket eindrucksvoll zurückgemeldet!

Die ÖFB-Auswahl feiert am Freitagabend in der Innviertel Arena in Ried gegen den großen Quali-Gruppe-H-Favoriten Frankreich einen 2:0-Sieg (Spielbericht >>>) und hält nach vier Partien als Dritter bei sieben Punkten.

Der Rückstand auf die zuvor makellos gewesenen Franzosen und auch den Zweiten Slowenien konnte dank eines Doppelpacks von Paul Koller (25., 75.) auf zwei Zähler verkürzt werden.

"Was die Mannschaft geliefert hat, wie genau sie die Vorgaben umgesetzt hat, das war sensationell", freut sich ÖFB-Teamchef Werner Gregoritsch im ORF-Interview. Für den 65-jährigen Steirer sei es einer der schönsten Tage gewesen: "Weil uns überhaupt niemand was zugetraut hat."

"Wir haben einen klaren Plan gehabt, haben in der Trainingswoche fokussiert daran gearbeitet. Was aber besonders wichtig war, dass wir von der ersten Minute daran geglaubt haben, dass da heute etwas möglich ist", so der U21-Nationaltrainer weiter.

Matchwinner Koller war nicht für Startelf eingeplant

Matchwinner Koller spricht von einem "brutalen Tag" für die ganze Mannschaft. "Wir haben richtig gut gefightet und im Endeffekt mehr als verdient gewonnen", sagt der Altach-Innenverteidiger.

"Ich glaube, dass uns nicht viele Leute zugetraut haben, dass wir gegen Frankreich gewinnen und das auch noch ohne Gegentor", so Koller.

Gregoritsch hatte den Doppel-Torschützen laut eigener Aussage bis zu Mittag nicht für die Startelf eingeplant, ihn aus einem Bauchgefühl heraus aber doch nominiert. Das zahlte sich aus.

"Es ist für mich natürlich sehr geil, dass ich zwei Tore machen konnte. Es ist sicher eine Qualität für einen Verteidiger, wenn man eine gewisse Torgefährlichkeit hat", meint der 21-jährige Doppel-Torschütze.

Braunöder: "Viele haben uns schon abgeschrieben"

Dank des unerwarteten Dreiers gegen den großen Gruppen-Favoriten ist die ÖFB-U21 plötzlich wieder voll im Rennen um einen Platz bei der U21-Europameisterschaft 2025 in der Slowakei. Auf die auf Platz eins liegenden Franzosen hat man nur mehr zwei Zähler Rückstand. Auch Slowenien hält wie Frankreich bei neun Punkten.

Neben den Gruppensiegern haben auch die drei besten Gruppenzweiten ein EM-Fix-Ticket. Die restlichen Gruppenzweiten spielen zumindest im Playoff.

"Viele haben uns schon abgeschrieben, aber wir haben uns davon nicht beirren lassen. Die beste Antwort liefert man immer noch auf dem Platz und das ist uns heute eindrucksvoll gelungen", wusste Matthias Braunöder auch vor dem Frankreich-Spiel, dass nach wie vor viel möglich sei.

Kritik ging Gregoritsch nahe

Teamchef Werner Gregoritsch freut sich tierisch darüber, nach der enttäuschenden 0:1-Niederlage gegen Slowenien dermaßen zurückgeschlagen zu haben. Dabei musste er in den vergangenen Wochen durchaus viel Kritik über sich ergehen lassen.

"Ich habe Pressestimmen gehört, wo es zwölf Jahre super läuft und dann verlierst du ein Spiel in Slowenien, wo es dann gleich darum geht, ob man überhaupt noch tragbar ist für die U21. Das sind Dinge, die schon irgendwo nachdenklich machen", so der Steirer.

Nun habe man die Zweifler jedoch wieder verstummen lassen und die perfekte Antwort geliefert: "Es freut mich unheimlich für meine Spieler, die nach der Slowenien-Partie schwer in der Kritik standen. Heute haben wir ein Statement gesetzt. Das U21-Team darf man einfach nie abschreiben."

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