"Ein großer Tag für Österreichs Fußball"

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Die Stimmung war irgendwo zwischen ausgelassen und gelöst angesiedelt.

Aus der Kabine drangen die Klänge von „I am from Austria“ und „Will Grigg on fire“, Teamchef Werner Gregoritsch bekam während seines Statements vor der Presse von seinen Spielern eine ordentliche Wasser-Dusche verpasst und wirklich jeder trug ein Lächeln im Gesicht.

„Es ist ein großer Tag für den ganzen österreichischen Fußball. Wir haben Geschichte geschrieben“, jubelt Adrian Grbic.

Der Stürmer sorgte mit seinem Freistoßtor für den 1:0-Sieg gegen Griechenland im Playoff-Rückspiel (Spielbericht >>>). Nach dem 1:0-Erfolg im ersten Duell ein Aufstieg in souveräner Manier. Erstmals hat sich eine ÖFB-U21 für eine Europameisterschaft qualifiziert.

Endlich im Rampenlicht

„Es ist unglaublich! Wir haben zwei Jahre in der Quali hart dafür gekämpft. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass wir das geschafft haben“, jubelt Kapitän Philipp Lienhart. Konrad Laimer ergänzt: „Das war eine tolle Werbung für den österreichischen Fußball.“

Und auch Teamchef Gregoritsch strahlte über das ganze Gesicht: „Ich freue mich total für die Spieler. Es ist so schön, dass die Spieler belohnt werden, dass sie im Rampenlicht stehen. Die U21 hat jetzt den Stellenwert erreicht, den sie sich auch verdient.“

"Wenn in Zukunft eine U21 die Quali schafft, wird man immer an uns denken"

Max Wöber

Der U21-Coach hat es nach dem knappen Ausscheiden im Playoff gegen Spanien in der vergangenen Quali im dritten Anlauf geschafft, das Team zu einer Endrunde zu führen. Das ist freilich auch ein persönlicher Erfolg des Steirers, der in der Öffentlichkeit oft kritisch beäugt wird.

Seine Einordnung: „Mein erster Titel, der Cupsieg mit dem GAK, hat mich geprägt. Diesen Erfolg würde ich damit auf eine Ebene stellen. Wir haben etwas geschafft, was noch nie jemand geschafft hat – das macht mich stolz.“

Auch Max Wöber ist sich der historischen Tragweite dieses Abends in St. Pölten bewusst: „Wir werden immer die Ersten sein, die das geschafft haben. Wenn in Zukunft eine U21 die Quali schafft, wird man immer an uns denken. Das ist etwas ganz Besonderes.“

Der nächste Streich der 1996er

Die unglaubliche Reise des Jahrgangs 1996 – im Fall der U21 freilich von jüngeren Spielern verstärkt – geht somit weiter. Sascha Horvath, Alexander Schlager und Co. haben sich für jede Endrunde, für die sie sich qualifizieren konnten, auch tatsächlich qualifiziert. Nach der U17-EM und der U17-WM sowie der U19-EM folgt nun die U21-EM.

Grbic beschreibt die Vorzüge der Truppe so: „In der Mannschaft gibt es einen speziellen Spirit, jeder kommt mit jedem gut aus, es gibt keine Gruppenbildung. Wir sind als Mannschaft gereift, sind so zusammengeschweißt, dass jeder dem anderen vertraut und immer für den anderen da ist.“

"Eine große Party"

Tatsächlich versichern A-Teamspieler wie Laimer, Xaver Schlager, Kevin Danso und Co. bei jeder Gelegenheit, wie gerne sie für die U21 auflaufen. Wöber bestätigt das einmal mehr: „Ich kann im Namen aller sprechen: Wir haben uns immer darauf gefreut, wenn wir für die U21 spielen konnten. Die U21 ist auch eine super Plattform, sich dem Teamchef des A-Teams zu präsentieren.“

Von 16. bis 30. Juni steigt die Endrunde in Italien und San Marino. Am Freitag wird in Bologna ausgelost. Infos zu Lostöpfen und Spielorten >>>

Doch davor hatten die ÖFB-Kicker noch etwas anderes zu tun. „Wir haben noch einiges vor heute. Es wird eine große Party werden“, grinst Wöber.

Textquelle: © LAOLA1.at

Historisch! ÖFB-U21-Team löst erstmals das EM-Ticket

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