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Hamzic-Nationenwechsel: Prödl spricht über die Hintergründe

Obwohl Salko Hamzic in Österreich aufgewachsen ist und vom ÖFB gefördert wurde, entschied er sich für Bosnien aufzulaufen.

Hamzic-Nationenwechsel: Prödl spricht über die Hintergründe Foto: © GEPA

Der Nationenwechsel von Salko Hamzic schlägt große Wellen.

Als Leiter der Nachwuchsnationalteams beim ÖFB war Sebastian Prödl in der Causa Hamzic direkt involviert. Der WSG-Schlussmann hat sich dafür entschieden zukünftig für die bosnische Nationalmannschaft zu spielen.

Ex-ÖFB-Talent Hamzic erstmals für Bosnien nominiert

Bis vor kurzem hatte Hamzic allerdings noch die Ambition für den ÖFB aufzulaufen. Im Herbst 2023 soll der Goalie den ÖFB kontaktiert haben, da er zu diesem Zeitpunkt nur im Besitz der Staatsbürgerschaft von Bosnien und Herzegowina war. Er bekam die Staatsbürgerschaft, wurde in das Förderprogramm des ÖFB aufgenommen und absolvierte Spiele für die Nachwuchsnationalteams.

Prödl meint in einem "Kurier"-Interview, dass er und der ÖFB sich um den jungen Tormann bemüht haben: "Wir haben ihm aufgezeigt, welche Möglichkeiten er bei uns hat und welche Vorteile er durch den ÖFB haben könnte. Letztlich hat er uns aber versichert, dass er diese Entscheidung mit totaler Überzeugung für Bosnien getroffen hat."

Das Bundesheer als Hürde oder Hilfe

Prödl betont, dass einer der Vorteile das Thema Wehrdienst gewesen wäre. Als Heeressportler in Kooperation mit dem ÖFB hat man als Profi einige Freiheiten und umfassende Trainingsmöglichkeiten.

Ohne den ÖFB muss der Grundwehrdienst beim Bundesheer, wie bei allen anderen Rekruten, absolviert werden. Dem entgeht Hamzic nur, wenn er die österreichische Staatsbürgerschaft wieder abgibt. Außerdem hat man, da Bosnien und Herzegowina kein EU-Land ist, teilweise Schwierigkeiten bei Wechseln innerhalb von Europa.

Der ÖFB betont, dass man nur mit Spielern arbeiten möchte, die sich zum Fußballbund bekennen und von dem eigenen Weg überzeugt sind. Böses Blut zwischen Hamzic und Prödl gibt es allerdings nicht: "Am Ende des Tages wünsche ich ihm alles Gute. Und ich finde es positiv, dass er sich gestellt und sich für die Unterstützung des ÖFB bedankt hat."

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