ÖFB-Frauen: Dieser EM-Gegner wäre "extrem cool"

ÖFB-Frauen: Dieser EM-Gegner wäre Foto: © GEPA
 

Alle Augen von Österreichs Frauen-Nationalteam sind am Donnerstag (18 Uhr) in Richtung Manchester gerichtet.

Zwei Tage nach dem 2:2 in Nordirland in der WM-Qualifikation erfährt die ÖFB-Auswahl die Gruppengegner für die EM im kommenden Sommer. Österreich ist zum zweiten Mal nach dem sensationellen Halbfinaleinzug 2017 in den Niederlanden bei einem großen Turnier vertreten und wird bei der Auslosung aus Topf drei gezogen.

Dort sind auch Dänemark, Belgien und die Schweiz dabei, mit denen es die Truppe von Teamchefin Irene Fuhrmann beim Turnier in England (6. bis 31. Juli 2022) frühestens im Viertelfinale zu tun bekommen kann. Das trifft nicht auf den Gastgeber (Topf 1) und Nordirland (Topf 4) zu, was somit ein mögliches Wiedersehen mit WM-Quali-Gruppengegnern zur Folge haben könnte. "Es ist schon ungewöhnlich, dass man zwei Gegner, die man jetzt bespielt auch bei der EM sieht. Das zeigt, dass unsere WM-Quali-Gruppe doch nicht so leicht ist", sagt Fuhrmann.

"Wir müssen unser Fußballmärchen im Hinterkopf haben"

Sie möchte England und Nordirland nicht erneut in der Gruppe haben. "Es wäre von der Vorbereitung leichter, aber unattraktiv. Mir würde es taugen, andere Gegner zu haben, weil das doch spannender ist", schilderte die 41-Jährige ihre Sicht.

Vor allem über ein Duell mit Deutschland würde sie sich freuen. "Das wäre von der Schlagzeile her extrem cool", betont Fuhrmann. Von der Spielstärke würden die Teams in Topf eins - da sind auch noch Titelverteidiger Niederlande und Frankreich dabei - ähnlich stark sein.

"Holland hat einen ausgezeichneten Sturm, ist mit Miedema sehr schwer zu verteidigen und wie spielstark Frankreich ist, haben wir in der EM-Qualifikation gesehen", sagt Fuhrmann. Gegen die Französinnen hatte man vergangenes Jahr in Wiener Neustadt glücklich ein 0:0 erkämpft und dann auswärts 0:3 verloren. Zuvor hatte man 2017 bei der EM im zweiten Gruppenspiel ein 1:1 geholt. "Egal, wen wir ziehen, wir müssen unser Fußballmärchen immer im Hinterkopf haben, uns bewusst sein, dass wir gegen solche Gegner auch überraschen können. Am Ende sind wir aber doch der Underdog."

England, Spanien oder "alte Bekannte"?

Auf England ist Österreich in der aktuellen WM-Quali noch nicht getroffen, da steht das erste Duell erst am 27. November auswärts auf dem Programm. "Da wird man sehen, wie wir uns gegen sie schlagen", so Fuhrmann. Aus Topf zwei könnte es zu einem Wiedersehen mit Spanien kommen. Die Iberer waren 2017 überraschend im EM-Viertelfinale an Österreich gescheitert, hatten sich in der Folge aber mit zwei Erfolgen in der Quali für die WM 2019 (0:4,0:1) revanchiert. Schweden, Norwegen und Italien sind auch noch in Topf zwei vertreten.

Auch in Topf vier sind "alte Bekannte" vertreten. Island war 2017 EM-Gegner, Finnland für die WM 2019 ein Quali-Gegner. Russland komplettiert den schwächsten Pool. Fuhrmann blieb genauso wie Teammanagerin Isabel Hochstöger und Pressesprecher Kevin Bell auf der Insel und reiste von Belfast direkt nach Manchester weiter. Dort soll nach der Auslosung auch gleich mit diversen Teams bezüglich EM-Vorbereitungsspielen verhandelt werden.

Topfeinteilung für die Frauen-EM-Auslosung in Manchester:

Topf 1: England (Gastgeber), Niederlande (Titelverteidiger), Deutschland, Frankreich

Topf 2: Schweden, Spanien, Norwegen, Italien

Topf 3: ÖSTERREICH, Dänemark, Belgien, Schweiz

Topf 4: Island, Russland, Finnland, Nordirland

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