ÖFB-Damen wahren Chancen auf Fixplatz

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Österreichs Fußball-Damen wahren die Chance auf einen Fixplatz bei der Europameisterschaft 2022 (ursprünglich 2021) in England, müssen nun aber auf Schützenhilfe hoffen.

Die Truppe von Teamchefin Irene Fuhrmann fährt am Dienstagabend in Altach dank eines späten Treffers von Nicole Billa (80.) einen knappen 1:0-Heimsieg über Serbien ein.

Damit beendet Österreich die Gruppe G mit 19 Punkten hinter Frankreich auf Rang zwei. Die drei besten Gruppen-Zweiten qualifizieren sich fix für die EM. Derzeit liegt das ÖFB-Team in diesem Ranking auf Platz zwei, in anderen Gruppen sind aber noch einige Partien ausständig. Die Entscheidung darüber wird wahrscheinlich erst im Februar fallen.

Da Island aber ebenfalls 1:0 in Ungarn gewann, hätte der Erfolg der Österreicherinnen um zwei Tore höher ausfallen müssen, um sich vorzeitig einen Platz unter den drei besten Gruppen-Zweiten in der EM-Qualifikation sichern zu können.

Das Team von Irene Fuhrmann hatte in der Cashpoint Arena vor allem in der ersten Halbzeit viel Glück zur Seite und nützte bei erhöhtem Druck im Finish eine der wenigen Möglichkeiten. Damit endete das 100. Länderspiel der als Kapitänin aufgebotenen Carina Wenninger mit einem schmeichelhaften Erfolg. Die Abwehrchefin ist erst die dritte ÖFB-Akteurin neben Nina Burger (109) und Sarah Puntigam (105) im 100er-Club des Nationalteams.

Sechster Sieg im achten Spiel

Für Österreich war es der sechste Sieg im achten Spiel, nur gegen Frankreich (0:0 und 0:3) musste man Punkte abgeben. In der Wertung der besten Zweiten lag man vorerst auf Rang zwei. Allerdings bestand noch die Möglichkeit, dass Teams aus den Gruppen B, E und H am Abend sowie bei noch nicht angesetzten Nachtragsspielen vorbeiziehen. Sollte es nicht reichen, besteht die Möglichkeit, sich im Play-off im Frühjahr 2021 noch eine EM-Fahrkarte zu sichern.

Die Österreicherinnen kamen nicht gut in die Partie und hatten in der ersten Hälfte immer wieder auf der linken Abwehrseite große Probleme. Spanien-Legionärin Allegra Poljak sorgte für große Probleme bei Sarah Puntigam und Co. Die Teneriffa-Offensivspielerin scheiterte schon in der vierten Minute nach schöner Aktion an der Stange, zudem musste Torfrau Manuela Zinsberger zweimal (35., 38.) all ihr Können aufbieten. Die Niederösterreicherin konnte sich zudem bei einem Blagojevic-Weitschuss auszeichnen (24.).

Von der ÖFB-Auswahl war in der Offensive wenig zu sehen. Sie attackierte zwar früh, hatte dabei aber nur wenig Ballgewinne, auch da der Ball bei den technisch versierten Serbinnen gut lief. Bei der einzigen Topchance in der ersten Halbzeit scheiterte Laura Wienroither an Serbien-Torfrau Milica Kostic (15.), ein Abschluss von Barbara Dunst verfehlte das Tor deutlich (23.).

Fuhrmann reagierte zur Pause mit einem Doppeltausch, versuchte mit der Hereinnahme von Laura Feiersinger und Katharina Naschenweng neue Impulse zu setzen. Die blieben lange Zeit aber aus. Näher waren vorerst die Serbinnen an einem Treffer dran, Wenninger konnte eine Poljak-Hereingabe gerade noch glücklich klären (63.).

Erst im Finish nahm der Druck der Heimischen zu. Als Belohnung folgte der einzige Treffer im Spiel. Zadrazil erkämpfte sich im Pressing den Ball und bediente Billa, die wie in der deutschen Bundesliga regelmäßig, ihre Goalgetter-Qualitäten unter Beweis stellte. Damit gewann man gegen Serbien genauso knapp wie das Hinspiel am 8. Oktober 2019 in Nis. Auch damals war Billa die Siegtorschützin.

Textquelle: © LAOLA1.at

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