Kalajdzic: "Der glaubt, er ist Zlatan"

 

Sasa Kalajdzic hat seine enorme Qualität erstmals auch im ÖFB-Team zeigen können!

Der Torjäger des VfB Stuttgart erzielte in seinem zweiten Länderspiel von Beginn an gleich einen Doppelpack gegen Schottland, der schlussendlich nur zu einem 2:2-Remis zum WM-Quali-Auftakt reichte (Spielbericht>>>).

Das liegt vor allem daran, dass Schottlands John McGinn in Minute 85 einen sehenswerten Fallrückzieher auspackte und den Briten so einen späten Punktgewinn bescherte.

"Wir haben alle auf Abseits spekuliert und dann glaubt der kurz, er ist Zlatan, und haut ihn per Fallrückzieher rein. Das hat er natürlich unglaublich gemacht, aber das müssen wir besser verteidigen", schildert Kalajzdic im "ORF" seine Sicht der Dinge beim 2:2 durch McGinn mit seinem bekannten Wiener Schmäh.

"Den Tag werde ich nie vergessen"

Trotz des schlussendlich wenig zufriedenstellenden Ergebnisses in Glasgow darf sich Kalajdzic als Gewinner dieses Spiel fühlen. Noch vor wenigen Tagen hieß es, der 23-Jährige dürfe so wie die restlichen deutschen Bundesliga-Legionäre aufgrund der Quarantäne-Bestimmungen in Deutschland gar nicht zum Länderspiel anreisen. Glücklicherweise stieß der Wiener schließlich doch noch zum ÖFB-Team und wurde für seine Top-Form mit einer Startelf-Nominierung belohnt.

"Es gab viele schöne Tage in meiner Karriere, aber das wird sicher einer, den ich nie vergessen werde", strahlt Kalajdzic nach einem mehr als gelungenen Spiel.

Beim 2 Meter großen Angreifer ging es in den letzten Monaten steil nach oben. Nachdem Kalajdzic im Sommer 2019 von der Admira zum VfB Stuttgart wechselte, riss er sich prompt das Kreuzband und kehrte erst nach der Corona-Pause im deutschen Fußball auf den Platz zurück. Im Sommer 2020 verhalf er den Schwaben mit einigen wichtigen Toren zum Wiederaufstieg in die deutsche Bundesliga.

(Text wird unter VIDEO fortgesetzt)

Wie in Stuttgart, so beim ÖFB-Team

Dort ist Stuttgart bisher gut unterwegs, was unter anderem Kalajdzic zu verdanken ist. Der 23-jährige erzielte bisher 13 Saisontore, vom 19. bis zum 25. Spieltag konnte er in sieben Bundesliga-Runden in Folge anschreiben und stellte damit einen klubinternen Rekord von Fredi Bobic ein. Damit, dass es auch im ÖFB-Team auf Anhieb so gut klappen sollte, konnte allerdings niemand rechnen.

"Im Klub klappt es immer besser, wir spielen einen super Fußball, ein Rad greift ins andere. Ich habe aber nicht geglaubt, dass ich im Nationalteam einfach so zwei Tore mache. Darauf bin ich sehr stolz und ich hoffe, da folgen noch mehr", erklärt der Linksfuß, dem vom schwachen Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande sogar ein dritter Treffer wegen eines angeblichen Foulspiels vorenthalten wurde.

Kalajdzic ist damit der nächste Shootingstar nach Christoph Baumgartner, der mit Anhieb seine starken Leistungen aus der deutschen Bundesliga im ÖFB-Team bestätigen konnte und die rot-weiß-rote Zukunft prägen wird.

Baumgartner ärgern Standard-Gegentore

Auch Baumgartner lieferte in Schottland ein gutes Spiel ab, der 21-Jährige findet: "Grundsätzlich kein schlechtes Ergebnis, aber wenn man so kurz vor Schluss führt, will man natürlich die drei Punkte mitnehmen."

Der Hoffenheim-Legionär, der erst im vergangenen September sein Länderspiel-Debüt gab und bereits jetzt nicht mehr aus der ÖFB-Elf wegzudenken ist, ärgert sich vor allem über das Zustandekommen der beiden Gegentore.

"Es waren zwei Standards... Wir waren darauf eingestellt, da die Schotten mit ihren großen Spielern extrem gefährlich sind. Deswegen ist es noch bitterer, solche Tore zu kassieren", so Baumgartner. Nachsatz: "Aber wir haben zwei wichtige Spiele in den nächsten Tagen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir Punkte holen werden."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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