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Rangnick "rundum zufrieden" mit Nations-League-Lehrgang, aber...

Der Teamchef zieht eine positive Bilanz, sieht aber Luft nach oben. Wie es um ÖFB-Comebacks von Alaba und Baumgartner steht. Auch die "T-Frage" bleibt offen.

Rangnick "rundum zufrieden" mit Nations-League-Lehrgang, aber... Foto: © GEPA
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ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hat nach dem auf vier Spiele ausgeweiteten ersten Fenster der Nations League eine zufriedene Zwischenbilanz gezogen.

"Wir haben viel Gutes gesehen in dem Lehrgang", sagte Rangnick nach dem 1:1 am Sonntag im Kosovo. Die Österreicher gehen als ungeschlagener Tabellenführer in den abschließenden Doppeltermin. Mit einem Heimsieg am 14. November in Linz gegen Irland wäre der Gruppensieg und damit der Aufstieg in die Liga A bereits vorzeitig fixiert.

Die Energie ist (wieder) da

"Von den Ergebnissen her können wir zufrieden sein", meinte Rangnick. Acht Punkte aus vier Partien seien "absolut in Ordnung. Die Auswärtsspiele waren alles andere als einfach."

Ich sehe keinen, der irgendwo abgefallen wäre. Es gab viele Spieler, die wirklich aufgezeigt haben.

Rangnick über die ÖFB-Neulinge

Sowohl beim 2:2 in Dublin gegen Irland als auch in Prishtina gegen den Kosovo machte das ÖFB-Team im Finish Rückstände wett. "Wir sind beide Male zurückgekommen. Das ist auch ein Zeichen, dass die Energie in der Mannschaft da ist", erklärte der Nationaltrainer.

Viele erstmals einberufene Akteure hätten ihre Einladung bestätigt. "Ich sehe keinen, der irgendwo abgefallen wäre", sagte Rangnick. "Es gab viele Spieler, die wirklich aufgezeigt haben." Obwohl wichtige Torschützen der vergangenen Jahre, etwa Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer oder der verletzte Christoph Baumgartner, nicht oder nicht mehr zur Verfügung standen, gelangen der ÖFB-Auswahl in vier Partien neun Tore, wie Rangnick hervorhob - erzielt von neun verschiedenen Spielern.

November-Kader: Keine einfache Aufgabe

"So viele Spieler, wie wir von vornherein vorgeben mussten, und andere, die dann noch abreisen mussten - es ist nicht selbstverständlich, dass wir das wegstecken", betonte Rangnick. Seinen nächsten Kader wird der Deutsche in vier Wochen benennen.

Wir wollen einen richtigen Konkurrenzkampf haben.

Rangnick freut sich über die "Qual der Wahl" bei der nächsten Nominierung

Er gehe davon aus, dass der eine oder andere verletzte Akteur im November zurückkehre. "Das macht die Aufgabe für uns nicht einfacher, wieder die richtigen Spieler einzuladen. Aber so wollen wir es, wir wollen einen richtigen Konkurrenzkampf haben."

Ein (kleines) Sonderlob für Schlager

Den gibt es unter anderem im Tor. Dort kamen neben WM-Goalie Alexander Schlager auch Debütant Christian Zawieschitzky (beim 3:1-Heimsieg gegen Kosovo) und 2,05-Meter-Mann Florian Wiegele zu Einsätzen. "Die Torhüter haben es allesamt gut gemacht", sagte Rangnick.

Schlager habe im Kosovo ein richtig gutes Spiel gezeigt. "Er hat uns auch in der einen oder anderen Situation Bälle gehalten, die er nicht unbedingt halten muss."

Rangnick sprach von einer "im Moment ganz offenen Situation" in der Torhüter-Frage. "Ich finde es auch völlig okay, dass das so ist." Es würde auch darauf ankommen, wer in seinem jeweiligen Verein wie spiele. Schlager ist bei Werder Bremen nur noch Reservist.

Für November stellte Rangnick bereits U21-Goalie Lukas Jungwirth vom LASK ein mögliches Debüt in Aussicht. "Auf der Torwart-Position brauchen wir uns aktuell gar keine Sorgen zu machen", meinte der 68-Jährige.

Alaba und Baumgartner vor möglichen ÖFB-Comebacks

Auch bei Kapitän David Alaba und dem kurz vor der WM schwer am Oberschenkel verletzten Offensivmann Baumgartner schloss Rangnick ein mögliches Nationalteam-Comeback im November nicht aus. "Bei David spricht erstmal nichts dagegen, er ist ja nicht verletzt."

Er fühlt sich super, ist seiner Zeit voraus.

Rangnick über Baumgartnes Comeback-Plan

Man müsse aber zuerst schauen, wie Alaba bei seinem neuen Verein Udinese ankomme und spiele. Rangnick will sich davon am 25. Oktober in der Partie gegen AC Milan persönlich vor Ort ein Bild machen. "Ich hoffe für ihn, dass er vor allem gesund bleibt."

Bei Baumgartner sei es laut Rangnick nur noch "eine Frage von ein, zwei Wochen", bis dieser ins Mannschaftstraining einsteigen könne. "Er fühlt sich super, ist seiner Zeit voraus", berichtete der Teamchef vom Genesungsprozess des 27-Jährigen. "Wenn er vorher noch ein paar Spiele bei Leipzig macht, dann gehe ich schon davon aus, dass er ein Kandidat ist, bei den zwei Spielen bei uns dabei zu sein."

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Kommt es im November zum Alaba-Comeback?
Foto: ©GEPA

Er sei mit dem Lehrgang "rundum zufrieden", resümierte Rangnick. "Was aber nicht heißt, dass nicht noch Dinge besser werden können. Dass immer noch Luft nach oben ist, wissen wir."

In Prishtina etwa hätte man in der ersten Hälfte zu viele unsaubere Pässe gespielt, die nicht nur mit dem schlechten Rasen zu tun gehabt hätten. "Das ist ein richtig guter Gegner", sagte Rangnick über den Kosovo. Er erwähnte vor allem die Offensivspieler Vedat Muriqi, Fisnik Asllani und Edon Zhegrova. "Da gibt es auch in Europa nicht so viele Spieler, die auf dem Niveau sind."

Beste Karten für Nations-League-Aufstieg

Durch den späten Ausgleich haben die Österreicher in Gruppe 3 von Liga B weiter alle Trümpfe in der Hand. Rangnick warnte aber: "Ich habe bis jetzt noch keinen leichten Gegner gesehen."

Irland habe ebenfalls eine starke Mannschaft. "Das wird auch kein einfaches Heimspiel für uns in Linz." Auch Israel sei "kein Gegner, den man einfach nur so im Vorbeigehen schlägt". Gegen die Israelis geht es zum Abschluss am 17. November in Debrecen. Möglicherweise steht das ÖFB-Team aber bereits davor als Aufsteiger fest.

Foda stolz: "Haben in schwieriger Gruppe fünf Punkte geholt"

"Ganz großes Ziel" des Kosovo bleibt laut Teamchef Franco Foda Gruppenplatz zwei - und damit wie für den Ersten die Setzung in Topf zwei bei der EM-Quali-Auslosung am 6. Dezember in Belfast. "Wir haben in einer sehr schwierigen Gruppe fünf Punkte geholt", sagte Foda.

"Mit der Ausbeute sind wir zufrieden." Auch der Rangnick-Vorgänger als ÖFB-Coach lobte die Breite im österreichischen Kader. "Sie haben die Qualität, von der Bank noch Spieler zu bringen, die etwas verändern können."

Die Qualität des Rasens im Fadil-Vokrri-Stadion dagegen ließ zu wünschen übrig. "Bis jetzt hat sich noch nie eine gegnerische Mannschaft über den Platz beschwert, allerdings war er auch nie in einem so schlechten Zustand", betonte Foda. "Diesmal war er echt richtig schlecht." Auch Kosovos U21 hatte zuletzt darauf gespielt - eine weitere Zusatzbelastung.

"Wir waren auch nicht zufrieden. Unsere Spieler haben sich auch über den Platz aufgeregt", verriet Foda. "Wir hoffen, dass wir in Zukunft wieder bessere Bedingungen haben für unsere gegnerischen Teams."

Diese ÖFB-Teamspieler debütierten bisher unter Rangnick

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