Österreich und die WM: Es wird höchste Zeit!

Österreich und die WM: Es wird höchste Zeit! Foto: © getty
 

Konsel - Feiersinger - Schöttel, Pfeffer - Mählich, Kühbauer (74. Stöger), Vastic, Reinmayr, Pfeifenberger (79. Herzog), Wetl - Polster (62. Haas).

Man kennt die Herren, viele von ihnen sind dem Fußball-Business in unterschiedlichen Rollen erhalten geblieben. Um sie als aktive Kicker erlebt zu haben, muss man indes inzwischen schon das eine oder andere Jährchen am Buckel haben.

Dies ist Österreichs Formation beim bis dato letzten WM-Match der ÖFB-Geschichte am 23. Juni 1998 (Das Bild zeigt Österreichs Startelf einige Tage zuvor gegen Kamerun).

Damals verabschiedete sich die Elf von Teamchef Herbert Prohaska mit einer 1:2-Niederlage gegen Italien aus dem Turnier in Frankreich. Joker Andreas Herzog erzielte in der Nachspielzeit per Elfmeter den Ehrentreffer.

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Die Partie im Stade de France ging einen Tag vor dem sechsten Geburtstag von David Alaba über die Bühne. Sollte sich das ÖFB-Team für die WM 2022 in Katar qualifizieren, wäre Östereichs Fußball-Ikone der Gegenwart beim ersten rot-weiß-roten WM-Match bereits 30 Jahre alt.

"Es ist kein Geheimnis, dass es für mich persönlich eine sehr hohe Priorität hat, bei einer WM dabei zu sein", sagt Alaba einen Tag vor dem Qualifikations-Auftakt gegen Schottland (20:45 Uhr im LIVE-Ticker).

Fünf Mal gezeigt, wie es nicht geht

Dass der 28-Jährige Gefahr läuft, seine so titelreiche Karriere ohne WM-Minute zu verbringen, will man erst gar nicht für möglich halten. Nicht angesichts des Qualitäts-Zugewinns im Nationalteam im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts.

In Fußball-Österreich kann man wohl weitestgehende Einigkeit darüber erzielen, dass eine Qualifikation für eine Fußball-Weltmeisterschaft nicht nur höchste Zeit, sondern mit diesem Kader definitiv möglich ist.

2002, 2006, 2010, 2014 und 2018 fanden die WM-Turnier ohne Österreich statt. In fünf Qualifikationen haben einige ÖFB-Generationen unterschiedlicher Qualität gezeigt, wie es nicht geht - zuletzt in der Ausscheidung für die WM in Russland leider auch das Aufgebot des damaligen Teamchefs Marcel Koller, dem man die Qualifikation durchaus zutrauen hätte können.

Alaba: "Wir haben das Potenzial"

Nun ist also die aktuelle Foda-Generation am Zug. Für Alaba, inzwischen einer der Routiniers im Team, ist es nicht der erste Anlauf. Er debütierte im Finish der Quali für die WM 2010 und verpasste mit Österreich die Turniere 2014 und 2018.

"Für mich persönlich ist die WM ein Ziel, das ich natürlich gerne erreichen möchte. Ich denke, ich spreche im Namen aller in der Mannschaft, dass wir dieses Ziel vor Augen haben. Wir wissen, dass wir eine gewisse Qualität besitzen und das Potenzial haben, um dieses Ziel auch zu erreichen.

David Alaba

"Für mich persönlich ist die WM ein Ziel, das ich natürlich gerne erreichen möchte. Ich denke, ich spreche im Namen aller in der Mannschaft, dass wir dieses Ziel vor Augen haben. Wir wissen, dass wir eine gewisse Qualität besitzen und das Potenzial haben, um dieses Ziel auch zu erreichen. Dafür werden wir alles in die Waagschale werfen", verspricht Alaba.

Um die WM-Durststrecke von einem knappen Vierteljahrhundert zu beenden, ist Plan A, sich in der Gruppe gegen Dänemark, Schottland, Israel, Moldawien und die Färöer durchzusetzen. Dass man nach dem Gewinn der Nations-League-Gruppe als Plan B relativ gute Chancen auf einen Playoff-Platz hat, sollte vorerst nebensächlich sein, könnte sich jedoch als praktisches Sicherheitsnetz erweisen.

Während Österreich im Verlauf dieses Jahrtausends bisweilen bestenfalls mit Außenseiter-Chancen ins Rennen gegangen ist, gehört man diesmal zu den Favoriten auf den Gruppensieg. Für Willi Ruttensteiner - als langjähriger ÖFB-Sportdirektor einer der Architekten des Aufschwungs und inzwischen Teamchef bei Gruppen-Gegner Israel - ist man sogar der Favorit.

Schlager: Das spricht für Österreich

Die aktuellen ÖFB-Kicker sind sich zudem ihrer Stärken bewusst. "Ich denke, wir haben gute Chancen", meint etwa Xaver Schlager und begründet seine Einschätzung wiefolgt:

"Wir sind ein gutes Team, haben eine klare Spielidee, hatten in letzter Zeit viele Erfolgserlebnisse und kommen mit Selbstvertrauen. Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken - egal ob in dieser Gruppe oder in der Welt."

Xaver Schlager

"Wir sind ein gutes Team, haben eine klare Spielidee, hatten in letzter Zeit viele Erfolgserlebnisse und kommen mit Selbstvertrauen. Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken - egal ob in dieser Gruppe oder in der Welt. Wir haben Spieler, die auf Topniveau bei Topvereinen spielen - die meisten in der deutschen Bundesliga, das ist eine der großen Ligen in Europa."

Die logische Konsequenz für den Wolfsburg-Legionär: "Unser Ziel muss es sein, das wir uns für eine WM qualifizieren. Nur wenn man große Ziele hat und darauf hinarbeitet, kann man sie erreichen."

Die Spiele, an die man sich erinnert

Mönchengladbach-Legionär Stefan Lainer streicht den "positiven Spirit" im Kader hervor: "Wir sind - zumindest großteils - schon längere Zeit zusammen und eingespielt. Wir haben gemeinam schon viele positive Erfahrungen gesammelt, haben uns als Nationalmannschaft weiterentwickelt."

Und am Ende bleibt die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft eben auch ein Kindsheitstraum, den man sich erfüllen möchte.

"Die WM ist bei jedem im Kopf ganz groß geschrieben. Da wollen wir alle hin", versichert Lainer, "denn das sind die Spiele, an die man sich erinnert, in denen man sich mit den Besten messen kann - und da wollen wir natürlich dabei sein."

Foda: "Wollen in Katar unbedingt dabei sein"

Mit Josef Hickersberger hat schon ein Teamchef Österreich sowohl bei einer WM (1990) als auch bei einer EURO (2008) betreut, wenngleich er Letztere nicht mittels Qualifikation erreichen musste - Österreich war bei der EM einer der beiden Veranstalter.

Franco Foda hat Österreich zur noch auszutragenden EM geführt und möchte naturgemäß die WM-Teilnahme nachlegen.

"Unser großes Ziel ist es, uns erstmals seit langem - seit 1998 - wieder mal für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Wir wollen in Katar unbedingt dabei sein", lässt der Deutsche am Zweck der Mission keinen Zweifel aufkommen.

Die Mannschaft habe sich in den vergangenen beiden Jahren auch entsprechend weiterentwickelt: "Wir haben uns für die EM qualifiziert, haben in der Nations League in unserer Gruppe den ersten Platz belegt und sind in Gruppe A aufgestiegen. Wir haben bis jetzt unsere Ziele immer erreicht."

Fodas Österreich-Abenteuer begann mit seinem Wechsel zu Sturm Graz 1997 - ein Jahr vor der letzten WM-Teilnahme. Auch er kann also genau abschätzen, dass es schlichtweg wieder höchste Zeit ist.

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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