Michael Gregoritsch bangte um seine EURO-Teilnahme

Michael Gregoritsch bangte um seine EURO-Teilnahme Foto: © GEPA
 

Bei Michael Gregoritsch war am Pfingstmontag Durchatmen angesagt.

Als ÖFB-Teamchef Franco Foda den endgültigen EM-Kader festlegte, bekam der Steirer den Vorzug gegenüber Adrian Grbic und durfte damit auch am Dienstag ins Flugzeug Richtung England steigen. Angesichts seiner Einsatzzeiten im Frühjahr beim FC Augsburg stand die Nominierung an der Kippe, wie auch Gregoritsch selbst zugab.

"Zum ersten Mal in den letzten fünf Jahren war es nicht selbstverständlich, dass ich dabei bin. Ich musste erstmals zittern, und das ausgerechnet vor einem Großereignis. Jetzt bin ich froh, im Kader zu sein", erklärte Gregoritsch.

Der Stürmer brachte es in diesem Kalenderjahr gerade einmal auf 11 von 21 möglichen Einsätzen, dabei handelte es sich zumeist um Kurzauftritte, in denen es weder zu einem Tor noch zu einem Assist reichte.

"Das Frühjahr war nicht gut. Wenn man nicht zum Spielen kommt, stellt man viel infrage", sagte Gregoritsch.

Vertrauen von Foda zurückzahlen

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Die schwierige Situation beim Klub habe ihn bereits beim März-Lehrgang des ÖFB-Teams negativ beeinflusst, erzählte der 27-Jährige. "Schon damals habe ich gemerkt, dass das Selbstvertrauen und die Selbstverständlichkeit nicht mehr so da waren wie im Herbst."

Trotzdem setzte Teamchef Franco Foda weiterhin auf Gregoritsch. "Das ist schon ein großer Vertrauensvorschuss vom Trainer, den gilt es jetzt zurückzuzahlen."

Die Gelegenheit dazu bietet sich wohl schon beim Testspiel am Mittwoch in Middlesbrough gegen England, weil mit Marko Arnautovic, Karim Onisiwo und Valentino Lazaro gleich drei Offensivspieler ausfallen. "Ich habe schon bewiesen, dass ich ein wichtiger Teil der Mannschaft sein kann", meinte Gregoritsch.

Für gute Stimmung sorgen

Sollten sich seine Spielminuten bei der EM in Grenzen halten, wird der Deutschland-Legionär nach eigenen Angaben dennoch alles dafür tun, dass innerhalb der Truppe eine positives Klima herrscht. Von einem Lagerkoller sei man aber ohnehin weit entfernt, betonte Gregoritsch.

"Wir verstehen uns alle gut, spielen miteinander Karten, trinken Kaffee zusammen, reden sehr viel und lachen vor allem sehr viel. Die Stimmung ist unglaublich gut", berichtete der 24-fache ÖFB-Internationale (4 Tore).

Nun habe man das Ziel, mit einem gelungenen Auftritt gegen England Zuversicht für die EURO zu tanken. "Wir wollen uns gut präsentieren und ein bisschen Euphorie entfachen", sagte Gregoritsch.

Einfach wird das gegen den prominenten Gegner nicht. "Die Engländer gehören berechtigterweise zu den Mitfavoriten, das zeigt allein schon die Tatsache, dass drei der vier Europacup-Finalisten aus der Premier League gekommen sind. Doch wir freuen uns, wollen uns mit ihnen messen und zeigen, dass wir zurecht bei der EM sind", erklärte Gregoritsch.

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