Marko Arnautovic: Positiver Umgang mit Joker-Rolle

 

Nein, so richtig taugt Marko Arnautovic die Joker-Rolle natürlich nicht.

Diesbezüglich redet selbst sein so diplomatischer Kumpel David Alaba nach dem 3:1-Auftakt-Sieg Österreichs in die EM gegen Nordmazedonien nicht lange um den heißen Brei herum.

"Dass er nicht zu 100 Prozent zufrieden ist, kann ich schon so sagen. Denn wir Spieler wollen immer spielen", erklärt der zukünftige Real-Legionär.

Der entscheidende Punkt ist jedoch, wie Arnautovic mit dem Platz auf der Bank umgeht - und hier betonte er selbst nach der Partie, dass der Mannschaftserfolg über allem stehen würde.

Alaba streicht die sinnstiftende Herangehensweise des China-Legionärs hervor: "Ich glaube, man hat ja gesehen, was er für ein Charakter ist. Er ist reingekommen und hat direkt 100 Prozent gegeben. Deshalb habe ich ihn wirklich positiv wahrgenommen."

"Als der Trainer ihm die Entscheidung mitgeteilt hat, war er sehr positiv, er war für die Mannschaft da. Er ist nicht nur auf dem Platz sehr wichtig für uns, sondern auch außerhalb ein sehr wichtiger Bestandteil. Wir wissen ganz genau, was wir an Marko haben", so Alaba weiter.

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Zu großes Risiko

Das weiß auch der Teamchef. Wenn topfit, würde Arnautovic bei ihm immer von Anfang an spielen, betonte Foda auch in Bukarest. Gegen Nordmazedonien wollte der Deutsche das Risiko jedoch noch nicht eingehen.

"Denn nach einer Muskelverletzung muss man immer aufpassen. Ich weiß, die Spieler sehen die Situation immer etwas anders. Das spricht ja auch für ihn, und Marko ist ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft", so der 55-Jährige.

Wie schon im Test gegen die Slowakei brachte Arnautovic auch gegen Nordmazedonien frischen Wind und erzielte kurz vor Schluss sein 27. Länderspiel-Tor, womit er sich in der ewigen Schützenliste auf den sechsten Platz verbesserte. Zum Sprung auf den geteilten dritten Rang fehlt nur noch ein Treffer.

In den Niederlanden in der Startelf?

"Die Auswechslungen haben ihre Wirksamkeit gezeigt", streicht Foda im Hinblick auf die beiden Torschützen Arnautovic und Michael Gregoritsch hervor - es waren die Joker-Tore elf und zwölf in seiner Teamchef-Ära.

"Dafür hat man ja noch mehrere Spieler auf der Ersatzbank. Eine Mannschaft besteht aus 26 Spielern, die hier vor Ort sind, und alle Spieler sind extrem wichtig für die Mannschaft", bekräftigt der ÖFB-Chefcoach.

Wie gut Arnautovic dieser Mannschaft tut, sieht man mit freiem Auge. Stellt sich die Frage, ob es am Donnerstag in den Niederlanden bereits für eine Startelf-Nominierung reicht?

Foda spielt auf Zeit: "Wir haben jetzt noch zwei, drei Trainingseinheiten, dann werden wir sehen. Es ist durchaus möglich, dass er gegen Holland von Anfang an spielt."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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