Kollers Weckruf fruchtet: "Spieler sind motiviert"

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Die Message scheint angekommen.

Mit einer für seine Verhältnisse ungewöhnlich scharfen Brandrede appellierte der Schweizer bei der Kaderbekanntgabe für das vorentscheidende WM-Quali-Spiel in Irland, bei der Vorbereitung ab der ersten Sekunde an voll da zu sein.

Dieser Weckruf scheint gefruchtet zu haben. "Die Eindrücke aus den ersten zwei Einheiten waren sehr positiv, die Spieler sind sehr fokussiert und motiviert. Im Betreuerteam hat es uns Spaß gemacht, da zuzuschauen. Das ist das, was wir wollten, und was am 11. Juni wichtig sein wird. So kann es weitergehen", freut sich Koller.

Worauf es in Irland ankommt:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)


Genügend Urlaub

Am Mittwoch sind die ÖFB-Kicker ins Camp in Stegersbach eingerückt und absolvierten auch ihr erstes Training - vorerst ohne den an einer Knieblessur laborierenden David Alaba.

Teamintern hat Koller seine öffentliche Kritik noch einmal thematisiert: "Der eine oder andere weiß ja, was abgeht, viele waren schon vor zwei Jahren in Russland mit dabei. Ich denke, dass sie die kurze Zeit der Erholung, die meisten hatten plus/minus eine Woche Urlaub, genutzt und auch für sich etwas gemacht haben. Jetzt bekommen die Spieler auch diese Zeit, die es braucht, um sich richtig reinzusteigern, damit wir dann bereit sind, wenn es losgeht."

Noch fehlen Marc Janko, für den mit dem FC Basel eine Meisterschafts-Runde auf dem Programm steht, und die Kadermitglieder von Salzburg und Rapid, die noch das ÖFB-Cup-Finale bestreiten.

Lindner bereits mit dabei

Bereits mit dabei ist indes Torhüter Heinz Lindner, dessen Saison erst am vergangenen Wochenende mit dem verlorenen DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund geendet hat. Dass der Frankfurt-Legionär ohne Kurzurlaub einrückt, sei so abgesprochen gewesen:

"Er war das ganze Jahr mit den Spielen nicht so beschäftigt", begründet dies der Teamchef mit der Reservisten-Rolle des Keepers bei der Eintracht, "klar ist er beim Spielbetrieb und im Training mit dabei, aber wir denken, dass es intensiver ist, wenn du spielst. Für uns ist es wichtig, ihn gleich von Anfang an dabei zu haben, dementsprechend haben wir uns entschieden. Er ist schon gut bei der Sache."

Taktische Arbeit

Auch wenn es taktisch erst bei der Rückkehr nach Wien in der kommenden Woche richtig zur Sache gehen wird, sollen die Tage in Stegersbach nicht rein der Erholung dienen, sondern auch inhaltlich gearbeitet werden:

"Wir haben natürlich jetzt schon Variationen drinnen. Hier ist das Feld ein bisschen kleiner, wir können nicht über das ganze Feld trainieren. Das wird dann nächste Woche, wenn alle mit dabei sind, stattfinden. Aber es sind jetzt auch schon taktische Elemente mit dabei, die für das Irland-Spiel wichtig sind", erläutert Koller.

Für Donnerstagabend und Sonntagvormittag hat der 56-Jährige zwei Einheiten angesetzt, die komplett unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Worauf es in Irland ankommt

Koller sind für den Showdown in Dublin zwei Dinge wichtig: Einerseits würde es gelten, sich auf Robustheit und Zweikampfstärke der Iren einzustellen und diesen Kampf anzunehmen.

Genauso wichtig sei es andererseits jedoch, eigene spielerische Akzente zu setzen: "Wir müssen natürlich schon auch spielen wie sie, das heißt in der Intensität der Duelle voll dagegenzuhalten. Aber wir brauchen auch unsere spielerische Qualität. Wir haben sicher auch die Qualität, den Ball flach zu halten. Ab und zu wird es sicher auch hohe Bälle geben, aber wir werden nicht ständig den Ball lang und weit nach vorne spielen, sondern versuchen, aufzubauen, unsere spielerische Qualität in den Vordergrund zu stellen und so Lücken zu suchen."

Die Iren bestreiten im Vorfeld des Duells mit Österreich noch zwei Testspiele. Beim Gastspiel in New York gegen Mexiko wird kein ÖFB-Spion vor Ort sein. Koller geht davon aus, dass mehrheitlich jüngere Spieler zum Einsatz kommen, also genügt seiner Meinung nach das Video-Studium. Das Kräftemessen mit Uruguay wird der ÖFB besetzen.


Textquelle: © LAOLA1.at

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