Fodas Personal-Poker für das Nordmazedonien-Spiel

Fodas Personal-Poker für das Nordmazedonien-Spiel Foto: © GEPA
 

Weitestgehend hätte er die Startelf für den EM-Auftakt gegen Nordmazedonien (18 Uhr im LIVE-Ticker) im Kopf, nur zwei oder drei Positionen seien noch offen.

Mit dieser Ausgangsposition im Personalpoker startete Teamchef Franco Foda nach dem Test gegen die Slowakei in die finale Woche der EURO-Vorbereitung.

Wen er am Sonntag in Bukarest tatsächlich von Beginn an aufs Feld schicken wird, verrät der Deutsche wie gewohnt natürlich nicht.

Viel wird letztlich davon abhängen, auf welcher Position der 55-Jährige David Alaba aufbieten wird und ob Marko Arnautovic in die Anfangsformation zurückkehrt oder Joker bleibt.

Bezüglich Alaba hat sich der Teamchef intern schon festgelegt: "Wo er spielen wird, haben wir schon entschieden und auch schon darüber gesprochen. Ich bitte aber um Verständnis, dass ich das noch nicht mitteilen kann."

Die offenen Fragen im Überblick:

DIE ARNAUTOVIC-ROLLE:

Marko Arnautovic in der Startelf oder Joker? Und wenn in der Startelf, dann an der Seite von Sasa Kalajdzic oder Solo-Spitze anstatt des Shootingstars?

Arnautovic selbst lässt keinen Zweifel daran, dass er von Beginn an spielen könnte.

"Das spricht ja auch für ihn. Jeder Spieler, der etwas anderes von sich behaupten würde, wäre hier auch nicht richtig am Platz. Aber der Trainer muss entscheiden", betont Foda.

Der ÖFB-Chefcoach erinnert an die belebenden Momente durch den Goalgetter nach dessen Einwechslung gegen die Slowakei. Auch die Trainingswoche in Seefeld sei "sehr vielversprechend" gewesen.

Arnautovic kann ein Spiel verändern

"Ich muss die Entscheidung treffen, ob es von Beginn an für uns passt, oder ob ich der Meinung bin, dass Marko vielleicht wieder später reinkommt, um der Mannschaft dann wieder neue Impulse zu geben", so Foda.

Wenn fit, sollte Arnautovic tendenziell eher in der Startelf stehen, wenngleich der Teamchef die Joker-Qualitäten des China-Legionärs auffällig lobt: "Er hat gezeigt, dass er ein Spiel verändern kann. Insofern wäre es auch eine Option, später reinzukommen."

Eine Doppelspitze mit Kalajdzic scheint nicht ausgeschlossen. In einem Match erprobt hat Foda sie allerdings nicht.

"Im Training haben wir es mal angerissen, mit zwei Spitzen zu agieren. Für uns wäre es kein Risiko, weil wir das teilweise ja schon gemacht haben. In Schottland haben wir mit zwei Spitzen gespielt, wir haben oft mit einer hängenden Spitze gespielt. Insofern ist das immer eine Option. Letztendlich muss ich entscheiden, ob Marko schon bereit ist für 90 Minuten oder nicht", so Foda.

DIE ALABA-ROLLE:

Bei Alaba steht es außer Frage, dass er spielt, sollte nichts Unvorhergesehenes passieren. Seine Positionierung ist jedoch von großer Bedeutung dafür, wer es sonst in die Startelf schafft.

Einige Varianten:

  • Bietet Foda den zukünftigen Real-Kicker als Linksverteidiger auf, ist für Andreas Ulmer kein Platz in der Anfangsformation frei.

  • Spielt Alaba wie zuletzt häufig am linken Flügel, hieße dies vermutlich, dass Christoph Baumgartner wieder auf den rechten Flügel ausweichen muss. Die beiden haben beim England-Test immer wieder die Seiten gewechselt. Baumgartner scheint sich auf links auch wohler zu fühlen. Sollte Baumgartner am linken Flügel aufgeboten werden, ist es spannend, wer am rechten Flügel zum Zug kommt. Vom Potenzial her wäre Valentino Lazaro die logische Wahl, aber der kam im ÖFB-Trikot zuletzt nicht wie erhofft zur Geltung.

  • Dass Foda seinen Star-Spieler gegen die Slowakei im Kräftemessen mit einem tiefstehenden Kontrahenten im zentralen Mittelfeld probierte, ist im Hinblick auf Nordmazedonien zumindest interessant. Dies hieße jedoch, dass der Konkurrenzkampf in der Schaltzentrale durch Alaba noch intensiver wird. Ein Akteur mit Startelf-Anspruch müsste in diesem Fall weichen.

DAS DEFENSIVE MITTELFELD:

Xaver Schlager und Konrad Laimer erscheinen derzeit die Favoriten zu sein, aber ausschließen kann man nicht, dass sich Foda im zentralen Mittelfeld etwas anderes überlegt hat.

Etwa Alaba (siehe oben) oder den ball- und passsicheren Florian Grillitsch, der gegen die Slowakei an der Seite des bisherigen Bayern-Kickers agierte.

Auch Julian Baumgartlinger macht dem Teamchef das Angebot, nach langer Verletzungspause wieder auf ihn zu setzen. Im Turnierverlauf könnte der Kapitän eine immer wichtigere Rolle spielen.

Fazit: Weitestgehend steht Fodas Stamm. Da so gut wie alle Akteure mit klarem Startelf-Anspruch zur Verfügung stehen, bietet sich für die ÖFB-Betreuer die Gelegenheit, durchaus gegnerabhängig für das so wichtige erste Gruppenspiel aufzustellen.

Am Sonntag um rund 16:30 Uhr wird das Startelf-Rätsel gelöst.

Spielplan der Gruppe C >>>

Die ÖFB-Spieler im Check:


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