Spiel in Österreich wackelt weiter
Die norwegischen Corona-Bestimmungen besagten, dass "Personen, die sich in Quarantäne befinden, ausnahmsweise öffentliche Verkehrsmittel benutzen dürfen, um an einen geeigneten Quarantäneort zu gelangen".
Einige Spieler reagierten auf das Chaos mit Unverständnis: "Jetzt reisen wir morgen mit dem Linienflug nach Hause. Das akzeptieren die norwegischen Behörden, sagen aber gleichzeitig "Nein", wenn wir getrennt von allen anderen mit einem Charterflug nach Rumänien reisen wollen", sagten Stefan Johansen, Martin Ödegaard und Joshua King.
Im Kader von Nationalcoach Lars Lagerbäck, der laut "Aftenposten" Oslo bereits verließ, für die Spiele gegen Rumänien und Österreich standen 19 Legionäre aus zehn verschiedenen Ländern. Weiter unklar ist, ob das Spiel gegen das ÖFB-Team am Mittwoch in Wien stattfindet. Norwegens Verband erwäge, eine "Not-Nationalelf" mit Spielern zusammenzustellen, die nicht unter Quarantäne gestellt wurden, hieß es.
"Arbeiten an alternativem Team"
Der Verband bemüht sich darum, eine Elf für das Länderspiel gegen Österreich aufzustellen.
"Wir arbeiten an einem alternativen Team, ja, aber wir sind nicht sicher, ob wir das zusammenbekommen", teilte Verbandssprecher Christer Madsen der Nachrichtenagentur Reuters via Textnachricht mit. Dazu müssen Spieler gefunden werden, die nicht im eigentlichen Kader aufschienen.
Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg will für das Fußballteam keine Ausnahme in Bezug auf Quarantänebestimmungen machen.
"Die Nationalmannschaft ist in Quarantäne, und da sind wir streng. Es ist der Eckpfeiler der Maßnahmen, die bedeuten, dass wir nicht so stark wie andere Länder herunterfahren mussten", erklärte Solberg. "Wenn wir der Nationalmannschaft eine Ausnahme gewährt hätten, wäre der Druck in allen anderen Bereichen gestiegen."