Aserbaidschan Aserbaidschan AZE
Österreich Österreich AUT
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Ein Nationalstadion - und wie man es nicht macht

In Baku würde es auch eine modernere Arena geben, als jene in welcher das Spiel gegen Österreich stattfindet.

Ein Nationalstadion - und wie man es nicht macht Foto: © getty

Sollte Österreich jemals ein Nationalstadion bauen, könnte man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der ÖFB es regelmäßig für Länderspiele des A-Teams benutzen würde.

Angesichts der dafür notwendigen Investitionen wäre dies auch mehr als gerechtfertigt. Ganz abgesehen von der modernen Infrastruktur, die dann zur Verfügung stünde.

Dieser Logik muss man nicht zwingend folgend – siehe Aserbaidschan.

Es würde eine topmoderne Arena geben

Um 710 Millionen US-Dollar wurde in der Hauptstadt Baku das 2015 eröffnete Olympiastadion errichtet.

Diese 68.000 Zuschauer fassende, topmoderne Arena war bei der EURO 2021 Schauplatz von drei Gruppenspielen und eines Viertelfinales.

Das Nationalteam von Aserbaidschan tritt dort jedoch nur zu ausgewählten Spielen an. Das EM-Qualifikations-Duell mit Österreich ist keines davon.

Der Wembley-Linienrichter

Das Bahramov-Stadion, in dem das ÖFB-Team antritt
Foto: © GEPA

Dies findet im Tofiq Bahramov Stadion statt, das nach einem der bekanntesten Vertreter von Aserbaidschan im Weltfußball benannt wurde.

Bahramov war jener Linienrichter, der im WM-Finale 1966 das "Wembley-Tor" von Goff Hurst anerkannt hat.

Das Stadion fasst 31.200 Zuschauer, wurde ursprünglich 1951 erbaut und 2012 wiedereröffnet.

Mit seiner Laufbahn und nicht gänzlich in die Moderne geretteten Räumlichkeiten versprüht es mitunter durchaus einen gewissen Happel-Stadion-Charme.

Gegen Belgien in noch kleinerer Arena

Da Aserbaidschan gegen Österreich, anders als es der Verkehr zum Stadion vermuten hätte lassen, alles andere als ein Kassenschlager ist, fällt dieses Argument für die Wahl der "kleineren" Spielstätte weg.

Im nur spärlich besuchten Stadion ist kaum gute Stimmung zu erwarten.

Die Gruppen-Heimspiele gegen Estland und Belgien fanden gar in der noch wesentlich kleineren, 6.500 Zuschauer fassenden Dalga Arena statt.

Prognose: Sollte sich in Wien jemals die Einsicht durchsetzen, dass eine international taugliche Multifunktions-Arena anstelle des Happel-Stadions Sinn macht, würde das ÖFB-Team keinen weiten Bogen darum machen.

Diese ÖFB-Teamspieler debütierten bisher unter Rangnick

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