"Keine Schwächen!" ÖFB-Abwehr vor Dzeko gewarnt

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Will Österreich bei seinem Auftakt in die UEFA Nations League in Bosnien-Herzegowina reüssieren, gilt es auch den Superstar des Gegners in Schach zu halten.

Edin Dzeko fällt bekanntlich unter die Kategorie Weltklasse-Stürmer.

"Ein super Spieler! Ob in Deutschland, England, Italien oder bei der Nationalmannschaft, er war überall Führungsspieler. Er ist der Kapitän und auf alle Fälle entscheidende Faktor bei den Bosniern", erklärt Sebastian Prödl.

Martin Hinteregger freut sich bereits auf das Duell: "Er hat eigentlich keine große Schwäche. Es ist immer extrem lustig, gegen so einen Stürmer zu spielen."

52 Tore in 94 Länderspielen

Seit 2015 geht Dzeko in der Serie A für die AS Roma auf Torejagd. 2017 krönte er sich zum Torschützenkönig - ein Kunststück, das ihm sieben Jahre zuvor bereits in der deutschen Bundesliga beim VfL Wolfsburg gelungen war, an dessen Meistertitel 2009 er entscheidenden Anteil hatte. Zwischen diesen beiden Stationen war er in der Premier League bei Manchester City engagiert.

In 94 Länderspielen für Bosnien netzte er 52 Mal - eine Torquote, von der Österreichs Rekordtorschütze Toni Polster nur träumen kann.

Sein letzter Treffer im Nationalteam ist inzwischen allerdings ziemlich genau ein Jahr her, Anfang September 2017 gelang gegen Fußball-Zwerg Gibraltar ein Doppelpack. Beim bosnischen Auftakt in die Nations League, dem 2:1-Erfolg in Nordirland, gelang ihm immerhin ein Assist.

Prödl: "Eindeutig der wichtigste Mann der Bosnier"

Die ÖFB-Hintermannschaft ist jedenfalls gewarnt. "Er ist nicht nur ein Strafraum-Stürmer, sondern auch ein Vorbereiter wie in Nordirland, geht auch oft ins Mittelfeld, holt sich den Ball, verteilt die Bälle, versucht diese Manschaft zu leiten und zu führen. Er ist ein Spieler, der trotz seiner Körpergröße einiges beherrscht. Er beherrscht nicht nur die erste Ballannahme, sondern auch den Abschluss rechts wie links, die kurze Annahme, den Lauf in die Tiefe. Er ist schwierig zu verteidigen", warnt Prödl.

Das Fazit des rot-weiß-roten Abwehrchefs: "Er ist eindeutig der wichtigste Mann der Bosnier."

Vorbereitung per Video-Studium

Wie bereitet man sich auf ein derartiges Kaliber vor?

Hinteregger: "Grundsätzlich schaut man sich immer jeden Gegenspieler genau an, gegen den man direkt spielt. Dzeko muss man sich nicht so anschauen, denn ich denke, jeder der ein bisschen fußballinteressiert ist, weiß, wie er spielt, was seine Stärken sind. Aber wir kriegen natürlich Videos zur Verfügung gestellt, auf denen wir uns jeden genau anschauen können."

Dragovic: "Romantisches Dinner"

Im März 2015 durfte sich das ÖFB-Team in einem Test bereits mit Bosnien messen, die Partie im Happel-Stadion endete 1:1. Hinteregger wurde damals geschont, Prödl wurde eingewechselt.

Durchgespielt hat dafür Aleksandar Dragovic, der sich ein hitziges Wortgefecht mit Dzeko lieferte. Der Star-Stürmer ging ihm sogar kurz an die Gurgel, beide Spieler wurden für diese Szene verwarnt.

Mit einigen Jahren Abstand nimmt Dragovic diese Szene mit Humor: "Da haben wir nur die Nummer ausgetauscht, anschließend hatten wir ein romantisches Dinner."

Textquelle: © LAOLA1.at

Martin Hinteregger in der "Snake-Champions-League"

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