"Der Verein hat mir viel gegeben. Er hat mir die Möglichkeit gegeben, nach Spanien zu gehen - da heißt es jetzt einmal etwas zurückgeben"
Mit Alexander Prass und Nicolas Seiwald hat Affengruber ab der U13 in Salzburgs Nachwuchs zusammengespielt, mit Prass stand er auch in Sturms Meistermannschaft von 2024.
Ob Affengruber in den WM-Testspielen am Freitag gegen Ghana und am folgenden Dienstag gegen Südkorea in Wien die Chance auf sein Länderspiel-Debüt erhält, ist offen. "Wenn es so ist, freue ich mich. Wenn es nicht so ist, heißt es weiterarbeiten. Das ist überall gleich."
Das Aufnahmeritual im ÖFB-Team - üblicherweise eine Gesangseinlage - hatte Affengruber bis Dienstagnachmittag noch nicht hinter sich gebracht. Am Abend standen im Camp in Marbella wie für alle Neulinge Gespräche auf dem Programm.
Das traditionelle "Welcome back"-Video für die Spieler hat Affengruber aber bereits gesehen. Es zeigte Bilder vom entscheidenden Quali-Spiel im November gegen Bosnien (1:1), als sich Österreich nach 28 Jahren erstmals für eine WM qualifizierte.
Affengruber will Elche "etwas zurückgeben"
Affengruber hatte damals in der spanischen Provinz Alicante vor dem Fernseher mitgezittert. Sein Vertrag bei Elche läuft noch bis 2027 - mit Option auf ein weiteres Jahr.
Das kolportierte Interesse größerer Klubs lässt ihn vorerst kalt. "Ich kümmere mich jetzt nicht um meine Zukunft. Ich konzentriere mich voll, wo ich bin", betonte der Abwehrspieler. "Der Verein hat mir viel gegeben. Er hat mir die Möglichkeit gegeben, nach Spanien zu gehen - da heißt es jetzt einmal etwas zurückgeben."
Nach einem starken Saisonstart hat Elche mit dem ersten Sieg des Jahres 2026, einem 2:1 gegen den direkten Konkurrenten Real Mallorca, erst am Samstag die Abstiegszone wieder verlassen. "Vielleicht ist der Sieg auch ein bisschen ein Befreiungsschlag", meinte Affengruber.
Er sei von der Spielweise des Vereins und Trainer Eder Sarabia nach wie vor sehr überzeugt. "Natürlich sind wir nicht in einer schönen Situation, aber es ist auch nicht extrem schlimm."