Beendet
3:5
1:1 , 0:0 , 0:0
Endstand 1:1
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Austria nach Cup-Aus: "Der Trainereffekt ist nicht ausgeblieben"

Die Veilchen scheiden im ÖFB-Cup aus und rutschen noch tiefer in die Krise. Trotzdem werden positive Aspekte mitgenommen. Kommt das Derby zum falschen Zeitpunkt?

Austria nach Cup-Aus: "Der Trainereffekt ist nicht ausgeblieben" Foto: © GEPA

Die Wiener Austria hat im ersten Spiel unter Neo-Trainer Maximilian Uhlig einen bitteren Rückschlag verkraften müssen.

Mit dem 3:5 im Elfmeterschießen gegen den TSV Hartberg sind die Veilchen im Achtelfinale des UNIQA ÖFB-Cups ausgeschieden. Die vierte Niederlage in Folge lässt die Favoritner vor dem Wiener Derby am Sonntag gegen den SK Rapid noch tiefer in die Krise rutschen.

Ist der Trainereffekt damit ausgeblieben? Stürmer Johannes Eggestein verneint: "Wir haben einige Dinge angepasst, unser Spiel auch verändert. Das hat man schon nach zwei Tagen gesehen. Max hat in der Mannschaft etwas bewegen können."

Starke 30 Minuten

Uhlig war besonders mit den ersten 30 Spielminuten zufrieden, auf denen man aufbauen könne. "Da haben wir eine richtige Energieleistung auf den Platz gebracht und haben uns eine Vielzahl an Chancen herausgespielt", meint der Interimscoach.

Wir waren über 120 Minuten die bessere Mannschaft, die Leistung war sehr ansehlich.

Johannes Eggestein

In dieser Phase fiel auch der Führungstreffer von Eggestein, kurz vor der Pause glich Oliver Lukic für Hartberg aus. Bis auf die Situation beim Gegentreffer hätte man defensiv gut verteidigt, so der FAK-Torschütze.

In alte Muster gefallen

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild völlig, beide Teams ließen Vorsicht walten. "In der zweiten Hälfte sind wir ein bissl in alte Muster verfallen", moniert Uhlig.

Spielerische Höhepunkte waren Mangelware, in der Verlängerung hatte die Austria durch Julian Hettwer und Kelvin Boateng zwei Matchbälle auf den Aufstieg.

Eggestein zieht trotz des Ausscheidens ein positives Fazit: "Wir waren über 120 Minuten die bessere Mannschaft, die Leistung war sehr ansehlich. Elfmeterschießen ist immer etwas Glückssache, da können wir uns keinen Vorwurf machen."

Gedanklich einen Cut gesetzt

Uhlig lobt die Einstellung seiner Spieler: "Ich habe in den letzten drei Tagen eine Mannschaft erlebt, die selbst sehr reflektiert ist und weiß, dass es keine gute Situation ist."

Eggestein sagt: "Wir müssen gedanklich einen Cut setzen, das haben wir vor dem Spiel auch gemacht. Ich finde nicht, dass man das heutige Spiel mit jenen davor vergleichen kann."

Nach der Führung sei man stabil geblieben, hätte weiter Druck auf den Gegner ausgeübt. "Das war gegen Ried und Altach nicht der Fall. Das ist ein klarer Unterschied, den man erkennt. Genauso merkt man, dass die Mannschaft psychologisch stabil ist", meint der Deutsche.

Uhligs Handschrift schon erkennbar

Uhlig war beeindruckt: "Phasenweise hat man gesehen, dass es die Mannschaft schon richtig gut macht. Ich fand es bemerkenswert, dass man nach zwei Tagen Training schon gesehen hat, wie wir spielen wollen."

Eggestein gibt zu verstehen: "Man hat seine Handschrift definitiv gesehen. Max kommuniziert sehr klar, was er von jedem Spieler möchte. Das hilft jedem und gibt uns viel Stabilität. Ich habe heute schon ein anderes Gesicht gesehen."

Das Derby ist eine sehr gute Möglichkeit, um das Ruder herumzureißen und die Stimmung in eine andere Richtung zu drehen.

Eggestein hofft gegen Rapid auf den Turnaround.

Bloß über 90 Minuten lässt sich die Spielweise des 33-Jährigen noch nicht durchziehen. "Daran müssen wir arbeiten", sagt Uhlig, hält zugleich jedoch fest, dass in einer englischen Woche wie dieser kaum Zeit dafür bleibe.

Uhlig: "Deswegen wird der Ansatz nicht sein, über das Training heranzukommen, sondern das Positive aus diesem Spiel herauszuarbeiten und den Jungs diese Dinge mitzugeben und sie darin zu bestärken."

Kommt das Derby zum falschen Zeitpunkt?

Kommt das Heim-Derby gegen den stark aufspielenden Bundesliga-Tabellenführer Rapid zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt?

Für Eggestein ist es die perfekte Gelegenheit für den Turnaround: "Das Derby ist eine sehr gute Möglichkeit, um das Ruder herumzureißen und die Stimmung in eine andere Richtung zu drehen."

Uhlig weiß, dass am Papier nicht viel für die Austria spricht. Doch das Derby hat bekanntlich eigene Gesetze. "Da kommt im Stadion und innerhalb der Mannschaft nochmal eine ganz andere Energie zustande."

Wenn die Phasen, in denen der FAK gut ist, auch in Tore umgemünzt werden können, traut der Interimscoach seinem Team ein Ergebnis zu, auf dem man aufbauen könne. "Wir brauchen früher oder später ein Erfolgserlebnis. Ich hoffe, dass das am Sonntag passiert", so Uhlig.

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