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Rapid muss lange arbeiten: "Vielleicht war es die Konzentration"

Auf der Hohen Warte dauert es zur endgültigen Entscheidung doch eine Weile. Weil die Vienna ihr möglichstes tat - und Rapid das zuließ.

Rapid muss lange arbeiten: "Vielleicht war es die Konzentration" Foto: © GEPA

Rapid, die Hohe Warte und der UNIQA ÖFB-Cup - das war in der Vergangenheit schon einmal eine tragische Kombination. Diesmal nicht.

Es war kein Glanzstück des Favoriten, auch wenn das 3:0 bei der Vienna die Kräfteverhältnisse auf dem Papier in etwa wiederspiegelt: Dominiert haben die Hütteldorfer ihre Döblinger Konkurrenten nicht.

Nach Führung durch Yusuf Demir fand der Zweitligist genug Möglichkeiten vor, wieder ins Spiel zu finden. Dafür reichte die Qualität dann zwar nicht, aber das hätte an einem anderen Tag aus Westwiener Sicht schon ins Auge gehen können.

Johannes Hoff Thorup wartete mit einer Mischung aus Kompliment für den Gegner und Wissen um die eigenen Unzulänglichkeiten auf: "Es ist die Schönheit des Cups, der sich manchmal komplett anders als ein Liga-Spiel anfühlt. Sie haben getan, was sie konnten, haben in der ersten Hälfte gut verteidigt. Wir hatten Schwierigkeiten, sie aufzumachen und klare Chancen herauszuspielen."

Das führte der Rapid-Trainer genauso auf mangelnde Qualität im eigenen Spiel zurück: "Vielleicht war es die Konzentration. Und kleine Dinge in unserer Positionierung, die nicht eng genug war, und diese Fehler wurden fast bestraft."

Seidl sucht nach dem Grund

Kapitän Matthias Seidl suchte auch ein wenig ratlos nach einer Erklärung dafür, warum das Duell zumindest in der ersten halben Stunde auf Augenhöhe wirkte: "Wir haben den Gegner ein paar Mal zu Halbchancen eingeladen, sind selber nicht wirklich oft gefährlich geworden und haben es von Anfang an schwer gehabt."

Er hatte schon das Gefühl, dass die Mannschaft bereit für die Partie gewesen wäre: "Ich kann es nicht genau sagen. Vielleicht war es eine Spur nasser, als in den letzten Wochen, da hat man sich erst einmal einfinden müssen. Aber so viele Fehler sollten nicht passieren, egal wie die Umstände sind."

Gemischtes Fazit für die Neuen

Wohl kam Rapid im weiteren Spielverlauf auch zugute, dass sich die Rotationen - entgegen der Ankündigungen - im Rahmen hielten.

Mit Eaden Roka, Moulaye Haidara und Claudy Mbuyi ergänzten nur drei Neue die Stammformation. Roka wechselte nach einer halben Stunde mit Bendegúz Bolla die Seiten und überließ dem Ungarn seine gewohnte rechte, womit das Offensivspiel wieder besser lief. Haidara ging in der Halbzeit überhaupt wieder runter.

Mbuyi tat sich lange schwer, im Spiel anzukommen, war in der Endabrechnung mit einem Doppelpack aber über den Zweifel der ersten 60 Minuten erhaben.

"Roka hat es gut gemacht, er hat im letzten Monat nicht viel gespielt und dann reinzukommen, 90 Minuten zu machen - das hat er gut gemacht. Mit Haidara war ich nicht 100 Prozent zufrieden, weil ich wollte, dass er mehr Eins-gegen-Eins-Situationen produziert. Aber es ist schwer: Du bist jung und willst wenige Fehler machen, aber eigentlich will ich, dass er Risiko nimmt", forderte der Rapid-Coach ein.

JHT sah schon etwas Uhlig-Spiel

Am Ende Kleinigkeiten, die in der Nachbetrachtung geklärt werden. Die wird nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen, immerhin sind es nur vier Tage der Vorbereitung, ehe die Wiener Austria wartet.

Obwohl die Veilchen am Dienstagabend den nächsten Nackenschlag einstecken mussten, sind es auch vier Tage, in denen Maximilian Uhlig vielleicht ein, zwei Ideen mehr implementieren kann.

Und darauf wird Hoff Thorup samt Team eingestellt sein - denn er nahm sich sogar schon vor dem Vienna-Spiel die Zeit, sich ein wenig mit den Young Violets auseinanderzusetzen.

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