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"Immer eine eigene Geschichte" - Die Cup-Duelle LASK vs. SV Ried

Die Oberösterreich-Derbys im UNIQA ÖFB-Cup enttäuschten bisher nie. Im Head-to-Head steht es 3:1 für die Innviertler. Wir werfen einen Blick auf die bisherigen Duelle:

"Immer eine eigene Geschichte" - Die Cup-Duelle LASK vs. SV Ried Foto: © GEPA

Am Mittwoch kommt es im Kampf um den Einzug in das ÖFB-Cup-Finale zum Duell zwischen der SV Ried und den LASK (um 20:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>).

Bisher trafen die beiden Teams in der Geschichte des UNIQA ÖFB-Cups vier Mal aufeinander - gleich zwei Mal wurde direkt im Anschluss der Partie ein Trainer beurlaubt.

Zeit für einen Blick in die Vergangenheit:

Ried - LASK: 1:2

Achtelfinale (19. März 2002)

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Stumpf war der entscheidende Mann im Spiel
Foto: ©GEPA

Tore: Lauwers (15.) bzw. Stumpf (58./Elfmeter, 88.)

Ried-Aufstellung: Oraze - Rachimow - Steininger, Stieglmair - Rothbauer, Feichtinger, Wawra, Grassler, Laimer (69. Ortlechner) - Radovic (58. Akagündüz), Lauwers

LASK-Aufstellung: Wimleitner, Hornak, Pedersen, Riedl - Javornik (90. Indorfer), Struber (42. Weissenberger), Fallmann, Sariyar (54. Memic) Hartl - Stumpf, Kocijan

Im Oberösterreich-Derby im Frühjahr 2002 ist Bundesligist SV Ried Favorit gegen den damaligen Zweitligisten LASK.

Die Innviertler gehen in der 15. Minute durch Lauwers planmäßig in Führung: Ein Schuss ins linke Eck findet auf dem glitschigen Boden den Weg ins Tor. Kurz vor der Pause vereitelt der starke Ried-Goalie Oraze mehrere Chancen der Gäste, die ihr Spiel zunächst auf Konter ausrichten.

Nach dem Seitenwechsel sind die Rieder weitgehend abgemeldet, der LASK übernimmt das Kommando. Nach einem Foul von Oraze am durchbrechenden Hartl verwandelt Stumpf den verhängten Elfmeter sicher (58.). Exakt eine halbe Stunde später ist es erneut Stumpf, der nach einem Zuspiel von Philipp Weissenberger Oraze ausspielt und ins leere Tor zum 2:1-Sieg einschiebt (88.).

Einen Tag danach wird Ried-Trainer Alfred Tatar entlassen.

Kurios: Über die Kaderspieler der Innviertler wird aufgrund der in dieser Saison gezeigten Leistungen, vor allem vor Heim-Publikum, eine Geldstrafe verhängt. So wird den Akteuren nach Angaben von Ried-Manager Helmut Slezak am März-Gehaltszettel zusammengerechnet "ein sechsstelliger Schilling-Betrag" fehlen.

LASK - Ried: 0:1

Achtelfinale (9. November 2010)

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Nach dem Sieg über den LASK ging es für Ried bis ins Finale, in dem man sich 2:0 gegen Austria Lustenau durchsetzte.
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Tor: Nacho (36.), Anm.: Nacho verschoss in der 22. Minute einen Elfer

LASK-Aufstellung: Mandl - Hart, Piermayr, Aufhauser, Schellander - Majabvi (65.Kaufmann) - Krammer, Höltschl (46. Kogler), Trauner (65. Duro), Sobkova - Mayrleb

Ried-Aufstellung: Hesl - Stocklasa, Glasner, Prettenthaler - Hadzic, Mader, Schrammel - Royer (93. Riegler), Carril (88. Ziegl), Nacho - Guillem (77. Zulj)

Es ist das Duell des Ersten der Bundesliga gegen den Letzten.

Dabei reicht Tabellenführer Ried vor nur rund 2.000 Zuschauern auf der Linzer Gugl eine bescheidene Offensivleistung, um die in der Krise befindlichen Hausherren in Schach zu halten. Nacho, der schon in der 22. Minute nach einer umstrittenen Entscheidung per Elfmeter an Mandl gescheitert ist, macht seinen Schnitzer rund eine Viertelstunde später wieder gut, trifft nach einem Eckball aus 18 Metern und lässt den Linzer Schlussmann dabei nicht gut aussehen (36.).

Auch nach diesem Spiel gibt es eine Trainer-Entlassung: Dieses Mal trifft es LASK-Trainer Helmut Kraft.

Ried - LASK: 2:1 n.V.

Viertelfinale (17. April 2013)

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Erst in der Verlängerung sorgte Meilinger für die Entscheidung
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Tore: Zulj (41.), Meilinger (106.) bzw. Vujanovic (90.+4)

Ried: Gebauer - Karner, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Ziegl, Schicker - Walch (70. Nacho), Zulj (87. Hadzic), Meilinger - Gartler (93. Vastic)

LASK: Pervan - Barry, Hieblinger, Kobleder, Klapf (67. Templ) - Harding, Babic (53. Schröger) - Takougnadi, Fabiano, Kogler (77. Varga) - Vujanovic

Der LASK, damals nur Regionalligist, erweist sich als hartnäckiger Gegner für die Rieder. Die Innviertler verabsäumen es in der regulären Spielzeit, nach dem Führungstor von Robert Zulj in der 41. Minute und einer Gelb-Roten Karte von Takougnadi, den Sack endgültig zuzumachen.

Quasi in letzter Sekunde gelingt den Gästen der Ausgleich: Vujanovic trifft in der 4. Minute der Nachspielzeit. So geht es in die Verlängerung, in der Meilinger in der 106. Minute das 2:1 für Ried erzielt.

Der Goldtorschütze analysiert nach dem Spiel: "Es war eine schwere Geburt, aber der Cup ist immer eine eigene Geschichte."

Der LASK blickt enttäuscht auf die Niederlage: "Wir haben heroisch gekämpft, haben letztendlich aber eine große Chance verpasst, weiterzukommen. Wenn du 0:5 verlierst, ist alles klar, aber so zu verlieren ist bitter."

Ried - LASK: 4:1

Achtelfinale (24. Oktober 2017)

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Groß war der Jubel beim Dreierpacker
Foto: ©GEPA

Tore: Chabbi (11., 66., 71.), Boateng (14.) bzw. M. Berisha (67.).

Ried-Aufstellung: Gebauer - Marcos, Boateng, Haring, Kerhe - Grgic, Grabher, Durmus (59. Schilling), Wießmeier - Chabbi (76. Sudanovic), Fröschl (78. Mayer)

LASK-Aufstellung: Pervan - Ramsebner (62. Bruno), Trauner, Wiesinger - Ranftl, Erdogan, Michorl, Ullmann - Goiginger (46. M. Berisha), Gartler (72. Raguz), Riemann

Ried geht in der Keine-Sorgen-Arena durch einen Doppelschlag binnen drei Minuten 2:0 in Führung. Zunächst passt ein Schuss von Seifedin Chabbi (11.) aus der Drehung genau in die linke Ecke, wo sich LASK-Torhüter Pavao Pervan vergebens streckt. Das 2:0 besorgt der ausgerechnet vom LASK ins Innviertel verliehene Kennedy Boateng.

In der zweiten Hälfte erhöht Chabbi (66.) erst auf 3:0, dann verkürzt der eingewechselte Mergim Berisha (67.) für die Schwarz-Weißen, ehe Chabbi (72.) im Eins-gegen-Eins gegen Pervan mit seinem dritten Tor de facto für die Entscheidung sorgt.

"Wir waren sehr aggressiv. Ich glaube, wir haben verdient gewonnen", fällt die Analyse von Ried-Trainer Lassaad Chabbi gewohnt knapp aus. Auch sein erneut als Goalgetter überzeugender Sohn kommt kein Sonderlob: "Nein, er hat seinen Job gemacht. Er hat wieder Tore gemacht", meint der gebürtige Tunesier.

Trainer auf der Gegenseite beim LASK ist ein gewisser Oliver Glasner.

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