Ex-Rapidler Wöber aufs Übelste beschimpft

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Ruhig war es im Vorfeld des Spitzenspiels in der 2. Runde des ÖFB-Cups zwischen dem SK Rapid und RB Salzburg.

Alles fieberte dem richtungsweisenden Duell entgegen, ohne große Provokationen in Richtung des gegnerischen Lagers zu schicken.

Trotzdem wurde mit Argus-Augen beobachtet, wie denn die Rückkehr von Maximilian Wöber an die alte Wirkungsstätte verläuft - allerdings diesmal im Dress der Bullen.

Der 21-jährige Wiener war aber der große Abwesende und schien nicht im Kader von Jesse Marsch auf. Um ihn zu schützen? Bis zur 31. Minute verlief alles ruhig, ehe die Rapid-Fans ihrem Ärger dann doch freien Lauf liefen und den vermeintlich verlorenen Sohn aufs Übelste beschimpften.

Schimpfwörter der untersten Schublade

Sieben Jahre kickte der ÖFB-Teamspieler in diversen Rapid-Nachwuchsteams, bei den Amateuren und schließlich bei den Profis, ehe es ihn über Ajax Amsterdam und FC Sevilla für viele überraschend nach Salzburg verschlug.

Ein Schritt, dem ihn viele Grün-Weiße nicht verzeihen. Vor allem da er noch vor kurzem in der Fankurve stand oder sich bei Rapid wieder für neue Aufgaben fit machte.

"Vor Wochen noch mit uns gegen sie im Block, jetzt selbst ein ehrenloser Hurenbock!", stand auf großen Lettern auf einem Transparent geschrieben.

Gleich mehrere Banner zierten den Block mit Schimpfworten, während die Besucher "Scheiß Maxi Wöber" anstimmten - kurz aber bestimmt.

Wöber nicht dabei, aber trotzdem der Buhmann

"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm... Wöber du charakterloses Bullenschwein!", wurde ebenfalls zur Schau gestellt wie "Bullenschwein Wöber - wie der Vater so der Hurensohn."

Tiefste Schublade gegen einen Spieler, der vor kurzem noch sein Herzblut für den Verein gab und auch weiterhin Freundschaften mit ehemaligen Rapid-Kollegen pflegt. So verbrachte er im Sommer Zeit mit den Freunden und wohnte auch der Hochzeit von Kapitän Stefan Schwab bei.

Wöber hatte im Vorfeld der Partie betont, dass es ein emotionales Wiedersehen werden würde, er jedoch keine Angst vor der Rückkehr ins Allianz Stadion hätte.

Schlussendlich stand er jedoch nicht im Kader. Es wird interessant zu beobachten sein, wie es in den kommenden Jahren dann ist, wenn Wöber wirklich wieder auf die Rapid-Fans trifft.

Plötzlich ist alles anders. Der Protest der Rapid-Fans dauerte jedoch nur wenige Minuten - dann widmete man sich wieder dem Tagesgeschehen. Auch diese wenigen Minuten hätte man sich aber durchaus sparen können.

Textquelle: © LAOLA1.at

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