Neymar? "Barcelona ist nun nicht schwächer"

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Wenn sich der FC Barcelona und Real Madrid am Sonntag, um 22 Uhr, in der Supercopa gegenüberstehen (kostenlos im LAOA1-LIVE-STREAM), wird alles andere für kurze Zeit vergessen.

An einem Thema kommt man trotzdem nicht vorbei. Denn die Katalanen läuten eine neue Ära ein: Mit Neo-Trainer Ernesto Valverde, aber vor allem ohne Superstar Neymar. Doch der Wahnsinns-Transfer zu PSG wird gekonnt heruntergespielt.

"Du musst nach vorne schauen, nicht zurück", gibt der neue starke Mann die Richtung vor.

Barcelona spielt Neymars Fehlen herunter

Das Fehlen des Brasilianers, der dem Star-Ensemble die letzten vier Jahre zusammen mit Lionel Messi, Luis Suarez und Co. den Stempel aufgedrückt hat, ist aus Sicht der Katalanen kein Beinbruch.

"Für seine Abwesenheit habe ich einige Spieler, die bereit sind, zu spielen", lässt sich Valverde gar nicht auf das Spielchen ein, dem Olympiasieger nachzuweinen.

Bei Barcelona fühlt man sich aktuell bereit, eine erfolgreichere Saison als im letzten Jahr zu spielen. Als man den Erzrivalen Real dabei beobachten musste, wie er nach dem Meistertitel auch noch als erstes Team überhaupt den Titel in der Champions League verteidigen konnte.

Gerard Deulofeu könnte zum Lückenfüller werden, zumindest bis Millionen für einen Neymar-Ersatz investiert werden. Dortmunds Ousmane Dembele soll in der Pole Position stehen, Liverpools Philippe Coutinho könnte der Barcelona-Offensive neuen Schwung verleihen. Doch auch Namen wie Julian Draxler von PSG tauchen auf.

Pique erklärt, warum er angeblichen Neymar-Verbleib verkündete

Und wie reagiert Gerard Pique auf die Zeit nach Neymar? Schließlich hatte der extrovertierte Innenverteidiger mit seinem Tweet "Er bleibt" noch die Hoffnungen der Barcelona-Fans geschürt.


Eine Falschmeldung, wie sich herausstellen sollte. Dabei hätte es der spanische Welt- und Europameister besser wissen sollen. Die Erklärung erscheint mit etwas Abstand doch ziemlich amüsant, denn:

"An dem Tag, an dem ich getwittert habe, dass er bleibt, wusste ich schon zu hundert Prozent, dass er geht. Ich habe es gemacht, weil es meine letzte Patrone war." Pique wollte seinen Buddy damit unter Druck setzen und ihn doch noch vom Verbleib überzeugen. Vergebens.

Trotzdem macht er dem Samba-Kicker keine Vorwürfe, obwohl er anfangs sauer war: "Ich glaube, wir sollten nicht über Neymar urteilen. Er hat eine Entscheidung getroffen, die sehr mutig ist."

Seine Aktion verteidigt er, denn er wollte dem Verein nur helfen: "Alles, was ich bei den sozialen Medien mache, hat eine Bedeutung." Wohl auch die immer wieder aufkommenden Social-Media-Duelle mit seinem Real-Pendant Sergio Ramos.

Zidane: "Denke nicht, dass Barcelona nun schwächer ist"

Die Madrilenen blicken dem Duell zuversichtlich entgegen. Die Niederlage beim International Champions Cup in Miami ist längst vergessen und fällt in die Kategorie Vorbereitungsspiel. Nun geht es aber wieder um einen Titel und Zinedine Zidane strebt den 7. Streich in den letzten 19 Monaten an.

Auch die Königlichen werden natürlich mit der Causa Neymar konfrontiert. Große Freude kommt über den Wechsel des Ausnahmekönners zu Paris Saint Germain aber nicht unbedingt auf.

"Er ist einer der besten Spieler der Welt", zollt Torhüter Keylor Navas Neymar Respekt. "Aber wir dürfen nicht denken, dass Barca jetzt schlechter oder anfälliger ist. Derjenige, der auf Neymars Position spielen wird, wird ebenfalls sehr gut und sehr motiviert sein", gibt der Costa Ricaner bei der Pressekonferenz zu Protokoll.


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Auch Zidane will dem Thema bei aller Wertschätzung nicht zu viel Bedeutung beimessen. "Der Spieler, der an seiner Stelle spielen wird, wird es mit Sicherheit gut machen. Er ist nicht Neymar, wird es aber gut machen. Das beschäftigt mich deshalb nicht. Ich denke nicht, dass Barcelona nun schwächer ist."

"Cristiano Ronaldo ist bereit, aber..."

Denn für Zidane ist auch klar: "Es gab Veränderungen, aber am Ende ist Barcelona Barcelona. Wir wissen, wie sie spielen. Das Spiel wird sich nicht verändern. Wenn wir denken, dass es einfacher wird, täuschen wir uns."

Veränderungen soll es bei Real hingegen keine großen mehr geben, wenn es nach Zizou geht. Zwar sei bis Transferschluss alles möglich - Kylian Mbappe ist weiterhin ein großes Thema -, doch der Coach ist sehr zufrieden mit dem Kader.

Vor allem, weil Weltfußballer Cristiano Ronaldo bereit ist, gegen den FC Barcelona auf den Platz zurückzukehren. "Cristiano ist sehr gut drauf und bereit. Er hatte Urlaub und ist nun fünf, sechs Tage bei uns. Im Urlaub hat er körperlich sehr viel gearbeitet. Er ist bereit, um zu spielen. Aber man wird sehen, wie die Aufstellung aussieht."

Real vielleicht doch ohne CR7 und Barcelona ohne Neymar? Kaum vorstellbar nach historischen Duellen in der Vergangenheit. So oder so wird der Clasico in der Supercopa alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Möglicherweise mit anderen Protagonisten.



>>>Supercopa: Hinspiel FC Barcelona gegen Real Madrid am Sa., 22 Uhr im LIVE-STREAM bei LAOLA1<<<

Textquelle: © LAOLA1.at

Real Madrid unter Zidane: Alle 82 Tage ein neuer Titel?

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