Dembele patzt bei Chaos-Präsentation bei Barcelona

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Ousmane Dembele hat nach dem langen Transfer-Theater einen Fünfjahres-Vertrag beim FC Barcelona unterzeichnet.

Die Präsentation des Ex-Dortmunders im Camp Nou wurde jedoch zum Chaos. Der nun offiziell zweitteuerste Fußballer der Welt nach Neymar ließ die Fans, die not amused waren, über zwei Stunden warten.

Dann mischten sich auch Pfiffe gegen Präsident Josep Bartomeu unter die über 18.000 Zuschauer. Und dann patzte Dembele auch noch beim Ball hochhalten und sorgte unfreiwillig für Lacher.

Sein missglückter Trick zum Einstand auf dem Rasen des Camp Nou verbreitete sich rasant über Social Media:

Durch das lange Warten wurden die Fans bereits unruhig. Spanische Medien schreiben von fehlenden Transferunterlagen aus Dortmund, welche die Vertragsaufsetzung verzögerten, der Barcelona-Pressesprecher nannte sie "kleine bürokratische Probleme".

Vertrag bis 2022, 147 Millionen Euro Ablöse - die Nervosität stand dem 20-jährigen Franzosen auf die Stirn geschrieben. Erst als alles unter Dach und Fach war erschien der Offensivspieler im feinen Zwirn auf der Tribüne und schüttelte die Hände der Fans.

Dass er am Rasen erschien, dauerte eine weitere Ewigkeit. Die meisten Pfiffe galten aber nicht ihm, sondern Präsident Bartomeu. Der Verkauf von Neymar wird ihm nicht so leicht verziehen werden.

Trotzdem ist Dembele froh, in diese Fußstapfen treten zu dürfen.

"Spiele für den besten Klub der Welt"

Ousmane Dembele hat die Fans seines neuen Fußball-Klubs FC Barcelona aber trotz aller Widrigkeiten schon bei der Präsentation im Sturm erobert. Im Camp-Nou-Stadion wurde der von Dortmund gekommene Neuzugang bei einigen Kabinettstückchen auf dem Rasen von rund 18.000 Fans lautstark bejubelt. "Dembele, Dembele, Dembele", ertönte immer wieder von den Rängen.

Der zweitteuerste Profi der Fußballgeschichte, der kurz zuvor einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet hatte, sagte, ein "Kindheitstraum" sei für ihn "in Erfüllung gegangen". Er spiele nun für "den besten Klub der Welt" und wolle mit seinem neuen Verein "so viele Titel wie möglich" gewinnen. Ganz laut wurde es, als der 20-jährige Franzose beide Arme Richtung Haupttribüne zum Gruß hob und "Visca Barca" (Lang lebe Barca) rief.

Barca hofft, dass Dembele den für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain gewechselten Brasilianer Neymar ersetzen kann. Und in Katalonien eine ähnlich erfolgreiche Ära wie seine Landsmänner Thierry Henry, Ludovic Giuly oder Eric Abidal erleben wird. "Er wird uns die offensive Tiefe zurückgeben, die die Mannschaft zuletzt verloren hatte", sagte Neotrainer Ernesto Valverde.

400 Millionen Euro festgeschriebene Ablösesumme

Die Hoffnung hat unter anderem auch gewichtige finanzielle Gründe: Der siebenfache Nationalspieler ist nach Neymar der zweitteuerste Spieler der Fußball-Geschichte. Barca zahlt Dortmund eine fixe Transferentschädigung von 105 Millionen Euro, die durch weitere erfolgsabhängige Zahlungen noch auf insgesamt 147 Millionen steigen könnte. Der Kontrakt Dembeles enthält nach Klubangaben eine festgeschriebene Ablösesumme von 400 Millionen Euro.

Nachdem er mit Eltern und weiteren Familienangehörigen für Fotos posiert hatte, legte er bei der Pressekonferenz im dunklen Anzug Bescheidenheit an den Tag. Er wolle von Spielern wie Messi und Luis Suarez viel lernen, beteuerte er. "Ich schaue mir im Fernsehen die Spiele von Barcelona seit meinem achten Lebensjahr an."

Seinen Einstand bei den Katalanen wird er erst am 9. September im Stadtderby gegen Espanyol feiern können. Denn zunächst stehen zwei WM-Qualifikationsspiele auf dem Programm.

Vierter Neuzugang bei Barcelona

Dembele setzte seine Unterschrift am Montag im Camp Nou erst mit einiger Verzögerung unter den Kontrakt.

Wie die Sportzeitung "Marca" und andere Medien berichteten, ließ die Freigabe aus Dortmund aufgrund von Problemen bei der Vertragsauflösung länger als vorgesehen auf sich warten. Aber der BVB gab am Ende Grünes Licht. Zuvor hatte sich Dembele erfolgreich dem obligatorischen Medizincheck unterzogen.

Dembele ist nach Heimkehrer Gerard Deulofeu, dem Portugiesen Nelson Semedo und dem Brasilianer Paulinho der vierte Zugang der Katalanen für die neue Saison.

Textquelle: © LAOLA1.at

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