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Mbappé: "Es gab keinen besseren Spieler als mich"

Trotz einer Saison ohne große Titel mit Real Madrid sieht sich Kylian Mbappé als Top-Favorit auf den Ballon d'Or und liefert eine klare Begründung.

Mbappé: "Es gab keinen besseren Spieler als mich" Foto: © IMAGO / ZUMA Press

Diese Woche hat "France Football" die 30 Nominierten für den Ballon d'Or 2026 bekannt gegeben.

Mit auf der Liste ist natürlich Kylian Mbappé, der jedoch eine Saison ohne große Titel erlebte: Mit Real Madrid musste er dem FC Barcelona in der Meisterschaft den Vortritt lassen und schied in der Champions League im Viertelfinale gegen den FC Bayern aus.

Dennoch sieht sich der Kapitän der Équipe Tricolore als verdienten Sieger. "Es gab keinen besseren Spieler als mich", erklärte der 27-Jährige in einem Interview mit "L'Équipe" und fügte hinzu: "Ich habe das Gefühl, dass ich es dieses Jahr gewinnen kann. Das gehört zu meinen kurzfristigen Zielen."

Seine Argumente stützt er auf eine herausragende individuelle Bilanz. Mbappé wurde mit 25 Treffern Torschützenkönig in LaLiga und mit 15 Toren in der Champions League. Für die "Königlichen" war er in 44 Partien an 49 Treffern direkt beteiligt.

Bei der WM traf er zudem zehn Mal, sicherte sich den Goldenen Schuh und krönte sich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen, obwohl Frankreich im Halbfinale am späteren Weltmeister Spanien scheiterte.

Starke Konkurrenz durch Kane und Weltmeister

Bei den Buchmachern liegt allerdings Bayern-Angreifer Harry Kane deutlich vorne. Der Engländer gewann mit 36 Treffern den Goldenen Schuh Europas, holte mit den Münchnern das Double und erzielte wettbewerbsübergreifend sagenhafte 73 Treffer in 66 Partien. Ebenfalls gute Chancen hat Barcelonas Lamine Yamal, der die spanische Meisterschaft und die Weltmeisterschaft gewann.

Mbappé entfacht mit seiner Haltung erneut die Debatte, ob individuelle Brillanz oder Team-Titel bei der Wahl den Ausschlag geben sollten. "Das ist eine individuelle Auszeichnung. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Ballon d'Or einstimmig gewählt wurde. Hat jemand schon einmal mit 100 Prozent der Stimmen gewonnen?", so das Plädoyer des Stürmers.

Er betont die historische Dimension seiner Leistung: "Der beste Torschütze in der Geschichte der Weltmeisterschaft zu sein, alle größten Legenden hinter sich zu lassen – und das im wichtigsten Turnier –, das brennt sich ins Gedächtnis ein. Es sind Abstimmungen, bei denen subjektive Einschätzungen eine Rolle spielen."

Rückendeckung vom "Special One"

Rückendeckung erhält er von seinem neuen Trainer bei Real Madrid, José Mourinho. Dieser betonte unlängst, dass die Auszeichnung einen Spieler würdigen sollte, der individuell Geschichte geschrieben hat. Der Klub gilt ohnehin als "Ballon-d'Or-Maschine", brachte er doch bereits zwölf Sieger hervor.

Die Entscheidung fällt am 26. Oktober bei der Gala in London. Mbappé wäre nach Ousmane Dembélé (2025), Karim Benzema (2022), Zinédine Zidane (1998), Jean-Pierre Papin (1991), Michel Platini (1983, 1984, 1985) und Raymond Kopa (1958) der siebte Franzose, der die begehrte Trophäe gewinnt.

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