Rücktritts-Orgie im Barca-Vorstand

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Knalleffekt beim FC Barcelona! Gleich sechs Vorstandsmitglieder der Katalanen sind mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern zurückgetreten.

Das teilen sie in einem Statement mit, das spanischen Medien vorliegt. Demnach liegt der Grund für die Rücktritte in den jüngsten Entscheidungen der Klub-Führung rund um Präsident Josep Maria Bartomeu.

"Wir haben diesen Punkt erreicht und sehen keine Möglichkeit, die Art und Weise, wie die Geschäfte des Klubs vor den wichtigen Herausforderungen der Zukunft und vor allem nach der Pandemie geleitet werden, zu korrigieren", heißt es in der Erklärung.

"Barcagate" bringt Fass zum Überlaufen

Konkret wird der "unglückliche Vorfall" "Barcagate" als mitentscheidend für die Rücktritte erwähnt.

Die Katalanen sollen ehemalige und aktuelle Vereinsmitarbeiter wie Lionel Messi, Gerard Pique oder Ex-Trainer Pep Guardiola gezielt diffamiert haben, um die Führung um Bartomeu zu stärken. Damit entstehe zwischen Mannschaft und Funktionären eine immer tiefere Kluft.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Auch Korruption soll eine Rolle spielen. "Jemand hat in die Kassa gegriffen", erklärte Emili Rousaud, einer von zwei zurückgetretenen Vizepräsidenten, am Freitag im katalanischen Radiosender RAC-1.

Auch die Art und Weise der Verhandlungen mit den Profis wegen eines Gehaltsverzichts in der aktuellen Corona-Krise habe dem Sextett misfallen, heißt es.

Bei den zurückgetretenen Vorstandsmitgliedern handelt es sich um die Vizepräsidenten Emili Rousaud und Enrique Tombas sowie die einfachen Mitglieder Silvio Elías, Josep Pont, Maria Teixidor und Jordi Calsamiglia.

Neuwahlen gefordert

Das Sextett empfiehlt dem Klub, "sobald es die Umstände erlauben, Neuwahlen einzuberufen", damit der FC Barcelona "bestmöglich geführt werden kann".

Bartomeu ist seit 2014 Barca-Präsident. Der Wiederwahl zu einer dritten Amtszeit kann er sich laut Statuten nicht stellen. Auch Superstar Lionel Messi hatte sich zuletzt immer wieder kritisch gegenüber der Barca-Führung gezeigt.

Barca reagiert

Am Freitagnachmittag reagiert Barca dann auf die Vorwürfe: "Angesichts der schwerwiegenden und unbegründeten Anschuldigungen, die heute Morgen von Emili Rousaud in verschiedenen Medien erhoben wurden, bestreitet der FC Barcelona kategorisch jede Handlung, die als Korruption qualifiziert werden könnte, und behält sich daher das Recht vor, gegebenenfalls ein Strafverfahren einzuleiten."

Textquelle: © LAOLA1.at

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