Griezmann-Transfer zu Barca wird zu Odyssee

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Als Antoine Griezmann am 14. Mai seinen Abschied von Atletico Madrid angekündigt hat, schien der Wechsel zum FC Barcelona bereits perfekt zu sein.

Jetzt, zwei Monate später, ist Griezmann offiziell immer noch kein Barca-Spieler, der Transfer ist zur Odyssee geworden.

Denn Barca hat offenbar Probleme, die 120 Millionen Euro an Ablöse für den Stürmer zu zahlen. Die Katalanen wollten deshalb mit Atletico eine Ratenzahlung vereinbaren, die "Rojiblancos" verweigerten dies allerdings. Atletico schaltete auf stur, weil der Klub das Vorgehen von Barca und Griezmann, die sich angeblich bereits im März über einen Wechsel geeinigt haben sollen, nicht sehr sportlich fanden.

Hat Barca das Geld zusammen?

Anfangs wollte der Offensivspieler das Geld für die Ausstiegsklausel aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag sogar selbst hinterlegen. Doch wie die "Marca" berichtet, soll Barca diverse Banken um Kredite angepumpt haben, um den Transfer stemmen zu können. Laut "AS" sind diverse Barca-Angestellte im Juni nicht rechtzeitig bezahlt worden, weil das Geld für den Griezmann-Deal gebraucht wird.

Barca versucht dem Anschein nach also alles, um den Transfer doch noch realisieren zu können - offenbar mit Erfolg. Auf welchem Weg auch immer: Laut Berichten von "Mundo deportivo" und "L'Equipe" von Donnerstagabend hat Barca das Geld mittlerweile beisammen. Am Freitag in der Früh soll ein Anwalt des Weltmeisters von 2018 am Sitz der spanischen La Liga die für den Transfer notwendigen Unterlagen vorlegen.

Griezmann könnte bereits am Montag präsentiert werden. Der 28-Jährige soll laut "Sport" einen langfristigen Vertrag mit seiner Ausstiegsklausel in Höhe von 300 Mio. Euro unterzeichnen.

Griezmanns Urlaubsfrist endet am Freitag

Geht der Transfer bis Freitag trotzdem nicht über die Bühne, tut sich für Griezmann das nächste Problem auf: Am 12. Juli endet nämlich seine 30-tägige Urlaubsfrist und er müsste wieder bei Atletico erscheinen.

Der Franzose war am Sonntagabend, wie über seine Anwälte verlautbart, nicht zum Training seines - noch aktuellen - Klubs erschienen und hatte damit großen Unmut in Madrid auf sich gezogen. Es hätte einen zu starken emotionalen Stress für den Offensivspieler bedeutet, weil sich dieser bereits von den Teamkollegen und Fans verabschiedet habe, war aus einer E-Mail zitiert worden. Griezmann verwies auf seinen Urlaubsanspruch von 30 Tagen, der zu diesem Zeitpunkt noch galt.

Griezmann dürfte von seinem Noch-Arbeitgeber nun eine Geldstrafe von 200.000 Euro aufgebrummt bekommen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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