news

Lionel Messi ist der FIFA-Weltfußballer 2023

Die Würfel sind gefallen, das Ergebnis ist offiziell. Der Argentinier heimst die Trophäe zum achten Mal ein.

Lionel Messi ist der FIFA-Weltfußballer 2023 Foto: © getty

Lionel Messi ist Weltfußballer des Jahres 2023!

Der Argentinier setzt sich in der Endauswahl gegen Erling Haaland und Kylian Mbappe durch. Damit gewinnt Messi nach dem Ballon d'Or auch diesen prestigeträchtigen Preis. Seine Trophäe konnte er allerdings nicht entgegennehmen, da er nicht persönlich zugegen war. 

Messi ist der Rekordsieger der Wahl, die er insgesamt bereits zum achten Mal gewinnt. Während Haaland mit Manchester City das Triple aus Champions League, Meisterschaft und FA-Cup gewann und dabei 52 Tore in 53 Pflichtspielen erzielte, spielt Messi seit Monaten im fußballerischen Ausgedinge bei Inter Miami

Eigenartige Stimmung nach Verkündung

Als sein Name als Gewinner vorgelesen wurde, herrschte im Hammersmith Apollo ungläubiges Schweigen - offenbar war jeder im Saal von einem Triumph Haalands ausgegangen, Messi hatte niemand auf der Rechnung. Folgerichtig fand sich auch niemand, der den Pokal für den Ex-Barcelona-Star von der Bühne holte. Auch eine Wortmeldung von Messi, etwa in Form einer Videobotschaft, blieb aus.

Stimmberechtigt waren alle Teamchefs und Kapitäne der Nationalmannschaften aller Mitgliedsverbände. Dazu kamen aus jedem vertretenen Land je ein Branchenjournalist sowie mehr als eine Million Fan-Stimmen in einer Online-Wahl auf der FIFA-Website. Alle vier Wählergruppen sind mit je einem Viertel des Gesamtergebnisses gewichtet.

Der Preis wird seit 2016 wieder unabhängig vom Ballon d'Or vergeben. Der erste Sieger der "Neuzeit" war Cristiano Ronaldo, der auch im Jahr darauf über die begehrte Trophäe jubeln durfte. Die weiteren Gewinner waren Luka Modric (2018), Lionel Messi (2019 & 2022) sowie Robert Lewandowski (2020 & 2021). 

Die Trophäe für die Weltfußballerin des Jahres geht diesmal an Aitana Bonmati vom FC Barcelona. Die 25-Jährige wurde mit den Spanierinnen im Vorjahr Weltmeister und wurde auch mit dem Goldenen Ball als beste Spielerin ausgezeichnet. Zudem gewann sie 2023 den Ballon d'Or.

City-Keeper der Beste

Bei den Torhütern ging der Sieg an Ederson von Manchester City. Er setzt sich gegen Real-Schlussmann Thibaut Coutouis und Marokkos Teamkeeper Yassine Bounou alias Bono durch, der seit seinem Abgang vom FC Sevilla im Sommer bei Al-Hilal in Saudi-Arabien kickt.  

Im Vorjahr holte diesen Titel noch Argentiniens Weltmeister-Goalie Emiliano Martinez, der es diesmal nicht in die Endauswahl schaffte.

Pep nach 13 Jahren erneut Welttrainer des Jahres

Die Trophäe für den Welttrainer des Jahres geht an Pep Guardiola von Champions-League-Sieger Manchester City, das an diesem Abend also richtig abräumt.

Damit sticht der Spanier Final-Gegner Simone Inzaghi von Inter Mailand sowie Napoli-Meistertrainer Luciano Spalletti aus. Für Guardiola ist es die zweite Trophäe, er wurde bereits 2011, damals in Diensten des FC Barcelona, zum Welttrainer des Jahres gekürt.

In seiner Dankesrede lobt er Spalletti und Inzaghi für ihre Leistungen und bedankt sich bei all jenen, die bei City zum großen Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League beigetragen haben. 

Welt-Elf topbesetzt

Auch die "FIFPRO Men's World11" wurde wieder gewählt. Darin finden sich freilich jede Menge große Namen, interessanterweise steht aber Welttorhüter Ederson nicht in der Auswahl:

Thibaut Courtois – Ruben Dias, Kyle Walker, John Stones, Jude Bellingham, Kevin De Bruyne, Bernardo Silva, Lionel Messi, Kylian Mbappé, Vinicius Junior und Erling Haaland

In den vergangenen zwölf Monaten duften die internationalen Fußballfans über jede Menge sehenswerte Treffer jubeln. Doch nur einer kann der beste sein und dieser wird jährlich mit dem FIFA-Puskas-Award bedacht.

Diesmal wurde von Fans und ausgewählten Profis das Tor von Guilherme Madruga vom brasilianischen Klub Botofago ausgezeichnet.

Hier könnt ihr das Tor sehen: 

Englands Teamchefin darf jubeln

Die Auszeichnung für die Welttrainerin des Jahres sicherte sich die Niederländerin Sarina Wiegman. Die englische Teamchefin führte ihre Mannschaft ins WM-Finale, sie setzt sich gegen Emma Hayes (FC Chelsea) und Jonatan Giraldez (FC Barcelona) durch. 

Als Welttorhüterin des Jahres wurde wie bereits im Vorjahr Mary Earps geehrt. Die 30-jährige englische Teamtorhüterin von Manchester United gewann die Trophäe bereits im Vorjahr. 

Sie schaffte es auch in die Top-Elf der Frauen, die hier näher vorgestellt wird: 

Die brasilianische Frauen-Fußball-Legende Marta wird ebenfalls ausgezeichnet. Die 37-Jährige wird für ihr Lebenswerk geehrt. Marta wurde fünfmal zur Weltfußballerin gewählt. Bei der WM 2019 erzielte sie 17 Treffer, ein bis heute unübertroffener Rekord.

Cafu & Co nehmen Fairplay-Award entgegen

Auch der FIFA-Fairplay-Award wurde heuer wieder vergeben. Dieser geht an Brasiliens Männer-Nationalteam, welches im Heimatland ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt hat, indem es in ungewohnten schwarzen Trikots antrat.

Der Preis wird stellvertretend von Roberto Carlos, Cafu, Julio Cesar und Roque Junior entgegengenommen. 

Fan-Preis für "Stadion-Daddy"

Der FIFA-Fan-Award geht in diesem Jahr an Hugo Daniel Iniguez, der im Stadion seinen Sohn mit dem Fläschen gefüttert hatte, während er ein Spiel seines argentinischen Lieblingsklubs Colon verfolgte. "Die rührende Szene spiegelt die Bereitschaft des Fans wider, in seinem Sohn von klein auf die Leidenschaft für den Verein zu wecken", so die FIFA.

Im Vorjahr wurde die Fans von Weltmeister Argentinien mit dieser Auszeichnung bedacht.  


Kommentare