Janko und Klepeisz: Tipps und Zukunftpläne

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Marc Janko wird heuer 34 Jahre alt, hat diese Woche die Chance mit dem FC Basel das Double zu holen und wird dennoch seiner fünften Auslandsstation im Sommer den Rücken kehren.

Thomas Klepeisz ist rund acht Jahre jünger, hat gerade seine erste Saison als Legionär hinter sich und darf sich dabei über den Klassenerhalt mit Braunschweig freuen.

Auf den ersten Blick haben ÖFB-Teamspieler Marc Janko und Basketball-Export Thomas Klepeisz nicht viel gemeinsam. Doch der Schein trügt.

In diesem Doppel-Interview sprechen die beiden Vorzeigesportler über Kriterien bei der Vereinssuche, Ehrlichkeit im Umgang mit der Öffentlichkeit und das gemeinsame SPORTBOX-Projekt (Info&Anmeldung unter www.sportbox.cc):

SPORTBOX: Tommy deine erste Saison als Legionär in der easycredit BBL bei Braunschweig ist beendet. Du warst zu Saisonbeginn verletzt, ihr seid als Underdog in die Liga gestartet, habt aber am Ende den Klassenerhalt geschafft. Wie fällt dein persönliches Fazit nach der ersten Auslandssaison aus?

Thomas Klepeisz: „Am Anfang stand für mich natürlich im Vordergrund fit zu werden und wieder hundert Prozent Vertrauen in meinen Knöchel zu bekommen. Das ist mir gut gelungen, trotzdem war es danach schwierig, meine Rolle in der Mannschaft zu finden, sich als neuer Spieler in die Liga und ins Team zu kämpfen und Verantwortung zu übernehmen. Das war am Ende deutlich besser und mir ist es dann vor allem in den wichtigsten Spielen um den Klassenerhalt gelungen zu zeigen, dass ich guten Basketball spielen kann. Insgesamt kann ich daher zufrieden zurückblicken, habe gezeigt, dass ich zurecht dort war und habe letztlich auch viel zum Klassenerhalt beigetragen.“

SPORTBOX: Marc, du hast mit dem FC Basel heuer erneut den Meistertitel verteidigt und mit dem Erfolg im Cup sogar das Double geholt. Dazu hältst du persönlich bei zwölf Saisontoren und spielst eine gute Saison. Dennoch hat sich der FC Basel entschieden, den Vertrag mit dir nicht über diese Saison hinaus zu verlängern. Überwiegt beim nahenden Abschied aus Basel der Stolz oder Wehmut?

Marc Janko: „Am Anfang war sicher viel Wehmut dabei. Aber gleichzeitig kann ich im Sommer mit erhobenem Haupt gehen - und das ist mir sehr viel wert. Es war auch sehr schön für mich, dass ich unglaublich viele positive Reaktionen von Fans bekommen habe, die ihr Bedauern über meinen Abschied zum Ausdruck gebracht haben und sagen, dass der Klub einen großen Fehler gemacht hat. Dass die Leute „schade“ sagen, gibt mir ein noch besseres Gefühl und ist deutlich schöner als zu gehen und keinen stört es. Jetzt möchte ich mich natürlich so gut wie möglich verabschieden.“

SPORTBOX: Tommy, Marc hat bereits in Österreich, Portugal und der Schweiz den Meistertitel geholt. Du selbst bist in Österreich mit Güssing zweimal Meister geworden. Diese Saison hast du mit Braunschweig gegen den Abstieg gekämpft. Wo liegen da die Unterschiede? Beziehungsweise ist Teamwork im Abstiegskampf noch wichtiger als im Titelkampf?

Klepeisz: „Teamgeist und Teamspirit sind immer wichtig. Du gewinnst keinen Titel, wenn du dich nicht als Mannschaft identifizierst und keinen Zusammenhalt hast. Die
besondere Herausforderung im Abstiegskampf ist aber, dass man sehr viele Niederlagen kassiert und trotzdem als Team funktionieren muss. Wir wären mit Braunschweig heuer sicher nicht in der Liga geblieben, wenn nicht jeder vor seiner eigenen Tür gekehrt oder die Schuld bei den anderen in der Mannschaft gesucht hätte. Dadurch konnten wir bis zum Schluss als Team alles geben und haben schließlich den Klassenerhalt geschafft. Persönlich hat mir dabei auch die Erfahrung aus Güssing geholfen, dass die wirklich heiße Phase der Saison erst im April/Mai stattfindet. Das war jetzt in Braunschweig auch so.“

SPORTBOX: Ihr habt heuer beide mental sehr herausfordernde Saisonen und Situationen hinter euch und seid damit bemerkenswert umgegangen. Tommy, du bist aufgrund deiner Verletzung zu Saisonbeginn lange nur als Wechselspieler von der Bank gekommen. Am Ende hast du viele starke Spiele abgeliefert und entscheidend zum Klassenerhalt beigetragen. Dennoch hast du dich in etlichen Interviews sehr selbstkritisch gegeben. Bist du immer so hart zu dir selbst und so ehrlich nach außen?

Klepeisz: „Ja. Und so war ich auch schon immer. Vielleicht kommt das von meinem Vater, der die Leistungen meines Bruders und von mir schon als Jugendliche immer kritisch analysiert hat. Dadurch haben wir gelernt, die Fehler bei uns selbst zu suchen und daran zu arbeiten. Und deshalb bin ich wohl bis heute sehr selbstkritisch. Das
ist zwar mitunter schwierig, weil darunter manchmal das Selbstvertrauen leidet, aber gleichzeitig ist es für mich ein super Antrieb, in jedem Training hart zu arbeiten. Außerdem hat es den Vorteil, dass mir von außen keiner etwas anhaben kann, weil ich ohnehin selbst mein härtester Kritiker bin.“

SPORTBOX: Marc, auch du bist mit einer schwierigen Situation sehr ehrlich umgegangen. Denn selbst nachdem der FC Basel die Entscheidung getroffen und kommuniziert hat, deinen Vertrag nicht zu verlängern, hast du mehrmals offen kund getan, dass du gerne in Basel geblieben wärst. So ehrlich und „untaktisch“ hätten in dieser Situation wahrscheinlich nicht viele Spieler reagiert. Warum diese Offenheit?

Janko: „Ich habe kommen sehen, dass der Verein diese Entscheidung treffen würde. Spätestens als die neue Vereinsführung ihr Konzept öffentlich präsentiert und sich dabei auf die neue Positionierung „jung & regional“ festgelegt hat, war mir klar, dass es zur Trennung kommen könnte. Denn ich bin nicht mehr jung und komme auch nicht aus der Region. Trotzdem habe ich gehofft, dass wir noch ein Jahr bleiben, da ich mich mit meiner Familie in Basel und persönlich in der Mannschaft sehr wohl fühle. Jetzt ist es anders gekommen und das ist auch in Ordnung so. Denn in meiner Karriere ist bislang immer etwas gutes nachgekommen. Also mal schauen! Wenn du von „Taktik“ sprichst: Mir war es wichtig, dass sich der Verein auch nach außen klar positioniert und die Trennung nicht auf mich als Spieler umwälzt. Diesem Wunsch ist Basel nachgekommen und so können beide Seiten gut damit leben. Dass Basel dabei auch kommuniziert hat, dass die Trennung nicht an meiner Leistung, sondern rein an vereinspolitischen Gründen lag, war natürlich ebenfalls essentiell. Denn das ist gerade im Hinblick auf meinen neuen Arbeitgeber sehr wichtig.

SPORTBOX: Marc, auf deinem Instagram-Account (instagram.com/marcjanko) haben wir den Spruch „collect moments not things“ gefunden. Welche Momente nimmst du aus deiner Basel-Zeit mit?

Janko: „Natürlich die Geburt meiner Tochter, die Schwangerschaft - das sind Dinge, die wir immer mit der Schweiz und Basel verbinden werden. Und sportlich natürlich die beiden Meistertitel und hoffentlich heuer sogar das Double. Es war insgesamt eine sehr schöne, erfolgreiche und auch lehrreiche Zeit, weil wir auch wieder eine neue Kultur, eine neue Stadt kennen lernen durften. Basel ist vielleicht nicht so prunkvoll, aber sehr charmant.“

SPORTBOX: Und Tommy bei dir, welche Momente hast du aus der abgelaufenen Saison aus Braunschweig ganz besonders in Erinnerung?

Klepeisz: „Persönlich sicher das Spiel in München bei den Bayern als ich ein starkes Spiel gemacht habe und extrem viele Österreicher in der Halle waren. Aber auch
unser Heimspiel gegen Vechta als wir den Klassenerhalt fixiert haben und ich eine 100%-Trefferquote aus dem Spiel hatte. Das ist für mich persönlich und für uns als Mannschaft ein ganz besonderer Moment gewesen. Aber auch abseits des Spielfeldes gab es viele Momente, die besonders waren und meine Freundin und ich haben uns in Braunschweig insgesamt sehr wohl gefühlt. Unabhängig davon wie und wo es für mich weitergeht, werden wir daher sicher einige Freundschaften aus Braunschweig mitnehmen.“

SPORTBOX: Apropos, wie geht es denn bei dir weiter, Tommy?

Klepeisz: „Derzeit ist noch nichts entschieden. Es besteht die Möglichkeit, dass ich in Braunschweig bleibe und das ist auch sicher eine Option. Aber wir schauen auch,
was es sonst für Möglichkeiten gibt.“

SPORTBOX: Welche Kriterien spielen bei dieser Entscheidung eine Rolle?

Klepeisz: „Ich will unbedingt in einer guten Liga spielen. Das muss nicht in Deutschland sein, denn es gibt ja auch andere gute Ligen, aber mir ist es wichtig, dass
Niveau und Umfeld gut und professionell sind. Ich habe in dieser Saison gesehen, dass ich da mithalten kann und will mich daher weiterhin mit guten Spielern messen. Außerdem ist mir bei der Vereinswahl sehr wichtig, dass mein Spielstil zur Geltung kommt und zur Mannschaft passt. Ich bin in meiner Spielweise sehr teamorientiert und kein so starker Individualist. Daher ist es mir wichtig, die Möglichkeit zu haben, Teambasketball zu spielen.“

SPORTBOX: Marc, du hast ja schon etliche Jahre mehr Erfahrung als Tommy. Welchen Tipp kannst du deinem SPORTBOX-Testimonial-Kollegen im Hinblick auf
die Klubauswahl mitgeben?

Janko: „Wichtig ist, sehr ehrlich zu sich selbst zu sein. Die Frage, ob man sich selbst einen Schritt zutraut oder nicht, ist letztlich entscheidend. Denn es kann vorkommen, dass man die Möglichkeit zu einem Schritt bekommt, den einem viele nicht zutrauen. Dann gilt es, sich selbst keine Grenzen zu setzen und gleichzeitig aber auch sehr ehrlich zu sich selbst zu sein. Diese Abwägung ist nicht immer einfach. Aber ich habe Tommy als sehr smarten, jungen, intelligenten Typ kennengelernt, der sicher eine gute Entscheidung treffen wird.“

Klepeisz: „Danke Marc. Als wir im Februar die Präsentation der SPORTBOX im UNIQA Tower in Wien hatten, war ich in Braunschweig gerade in einer schwierigen Phase, weil ich zu dieser Zeit nur auf wenig Spielzeit gekommen bin. Marc hat mir damals schon wertvolle Tipps gegeben und mir gesagt, dass ich durchbeißen soll. Diese Einstellung hat mir für den weiteren Saisonverlauf sehr geholfen und mir letztlich auch viel Selbstvertrauen gebracht. Daher nehme ich Tipps von Marc gerne an und denke, dass es richtig ist, in Sachen Vereinswahl in erster Linie auf sich selbst zu hören. Denn am Ende bist du ja auch derjenige, der mit der Entscheidung leben muss. Das vergisst man manchmal, wenn viele Leute dir etwas einflüstern wollen.“

SPORTBOX: Marc, wie ist das bei dir? Nach welchen Kriterien suchst du deinen neuen Verein aus? Schreibst du da eine Plus-Minus-Liste, hörst du da auf dein Bauchgefühl oder wie kann man sich die Entscheidungsfindung vorstellen?

Janko: „Im Endeffekt ist es natürlich eine Frage von Angebot und Nachfrage. Ein Verein sagt, dich will ich haben und als Spieler hört man sich das an und entscheidet
dann. Einen Kriterienkatalog oder ähnliches habe ich nicht. Ich überlege mir eher: wenn ich am Ende meiner Karriere bin und auf meine Laufbahn zurück blicke, passt der Schritt dann oder nicht?“

SPORTBOX: Welche Rolle spielt dabei die Familie und die Zeit neben und nach dem Fußball?

Janko: „Meine Tochter ist jetzt rund ein Jahr alt. Wenn sie drei ist, dann wollen wir Wurzeln schlagen - bis dahin spielt das eine untergeordnete Rolle.“

SPORTBOX: Und gibt es bei dir schon eine Tendenz wohin es geht?

Janko: „Nein. Null. Derzeit ist wirklich alles offen.“

SPORTBOX: Frage an euch beide: Werdet ihr bis zum ersten SPORTBOX-Camp (ab 3. Juli) Bescheid wissen, wohin die Reise geht?

Janko: „Ich gehe von nichts aus, weiß es wirklich nicht. Im Geschäft Fußball ist alles möglich. Es kann lange dauern, aber plötzlich auch sehr schnell gehen.“

Klepeisz: „Bei mir ist das ähnlich. Wenn ich in Braunschweig bleibe, dann weiß ich das sicher bis Anfang Juli. Wenn nicht, dann kann das auch länger dauern und zu einer richtigen Pokerpartie werden. Ich hoffe aber, dass ich bis zur Zeit der ersten SPORTBOXCamps schon Bescheid weiß. Denn dann kann ich mich auch besser darauf einstellen.“

SPORTBOX: Tommy, sagt dir die „Länder-Kombination“ Österreich-Holland-Portugal-Türkei-Australien-Schweiz etwas?

Klepeisz: „Das sind doch die Länder in denen Marc schon gespielt hat, oder?“

SPORTBOX: Ja, genau. Kannst du dir für deinen Karriereweg auch so eine Tour vorstellen?

Klepeisz: „Ich finde es beeindruckend, welchen Weg Marc bereits zurückgelegt und was er von der Welt schon gesehen hat. Es ist eine tolle Sache, wenn man mit dem
was man liebt, so viel herumkommt. Ob ich selbst auch den Mut habe und ob es sich in meiner Karriere überhaupt noch ausgeht, so viele Stationen zusammen zu bringen, wird man sehen. Ich bin jedenfalls gespannt, was auf mich in den nächsten Jahren so zukommt.“

SPORTBOX: Marc, der Weg Admira-Salzburg-Twente-Porto-Trabzonspor-Sydney-Basel ist auch für einen Fußballer eher atypisch. Dürfen wir jetzt wieder eine unkonventionelle Station erwarten?

Janko: „Ich habe selbst keine Ahnung, was mich als nächstes erwartet. Derzeit ist alles in Arbeit und das wie und wo völlig offen. Bei den ersten Stationen haben
karrieretechnische Gründe sicher eine Rolle gespielt, aber insgesamt war mein Karriereweg so ja nie geplant, hat sich eher entwickelt. So hatte ich beispielsweise beim
Wechsel nach Australien gar nicht so viele Alternativen. Dort bin ich dann aber sportlich wieder auf die Beine gekommen und daher der Schritt danach in die Schweiz zu einem
Champions-League-Verein. Insgesamt war aber jede Station, jedes Land wichtig für mich - und Horizont erweiternd.“

SPORTBOX: Marc, du hast in einem Interview gesagt, du wirst Teamchef Koller in die Entscheidung miteinbeziehen. Inwiefern?

Janko: „Sollte es wieder ein Verein sein, der beispielsweise wie der FC Sydney weiter weg ist, dann werde ich mir natürlich überlegen, was das bedeutet. Ob ich diesen Schritt zum Beispiel trotzdem mache, obwohl es das Ende meiner Teamkarriere bedeuten könnte. Diese Dinge entscheide ich aber natürlich selbst beziehungsweise in Absprache mit der Familie und nicht der Teamchef. Aber ich möchte ihn miteinbeziehen, weil es für mich stets eine große Ehre war und immer noch ist für das Nationalteam zu spielen und mir das Team sehr wichtig ist.“

SPORTBOX: Tommy, wie ist das bei dir?

Klepeisz: „Generell ist die Situation beim Basketball derzeit noch eine andere, weil wir unsere Nationalteam-Aktivitäten geblockt im Sommer, also quasi in der off-Season, haben. Daher spielt das bei uns nicht so eine Rolle, aber natürlich bin auch ich mit dem Teamchef in Kontakt und werde mit ihm darüber sprechen. Ein wichtiger Ansprechpartner in diesem Zusammenhang ist aber vor allem auch Matthias Zollner, mein ehemaliger Trainer in Güssing. Matthias kennt mich sehr gut kennt und wir haben eine super Beziehung.“

SPORTBOX: Stichwort Nationalteam: In den nächsten Woche stehen hier für euch beide wichtige Spiele auf dem Programm. Wie seht ihr diesbezüglich jeweils die
Ausgangsposition?

Klepeisz: „Nachdem wir uns letzten Sommer leider nicht für die EM qualifizieren konnten, müssen wir jetzt in die Vor-WM-Quali gegen Niederlande und Albanien. Das hört sich natürlich nicht so cool an, ist aber vielleicht gar nicht so schlecht, weil wir da die jungen Spieler hoffentlich gut integrieren können. Außerdem hoffen wir, dass wir Jakob (Anm. Pöltl) dabei haben und mit ihm gemeinsam einiges aufbauen können.“

Janko: „Der Termin für das Irland-Spiel ist sehr spät (Anm. 11. Juni in Irland) und damit natürlich sehr undankbar, weil viele Spieler dann schon ohne Rhythmus sind. Das gilt für uns und die Iren. Klar ist, dass das Spiel für uns enorm wichtig ist, weil es um sehr viel geht. Bei einem Sieg sind wir wieder voll im Geschäft, bei einem Unentschieden ist noch nicht alles vorbei und bei einer Niederlage wären wir wohl weg. Das Spiel ist also richtungsweisend für uns.“

SPORTBOX: Tommy, du hast vorher Jakob Pöltl angesprochen. Wie hast du seinen Weg in den letzten Jahren verfolgt?

Klepeisz: „Jakob hat sich in den letzten Jahren super entwickelt. Und vor allem ging seine Entwicklung kontinuierlich nach oben, obwohl er stets auf ein höheres Level
umgestiegen ist. Also zunächst von der zweite Liga in Österreich in die erste Liga, wo er explodiert ist. Dann weiter in die USA ins College, wo er super gespielt hat, und zuletzt
dann der Sprung in die NBA. Und auch dort hat er immer ansprechende Leistungen gebracht. Das ist schon sehr beeindruckend und Jakob stehen sicher alle Türen offen.
Insgesamt ist es natürlich super, dass wir so einen Spieler in Österreich haben und ich hoffe, dass es gelingt, um ihn einen echten Basketball-Hype in Österreich zu schaffen und mehr Kids zum Basketball zu bekommen.“

SPORTBOX: Bleiben wir gleich in der NBA: Wer holt heuer den Titel? Und, wie sind deine Meister-Tipps für die österreichische und die deutsche Liga?

Klepeisz: „„In der NBA habe ich mit der Wiederauflage des Vorjahresfinales zwischen den Cleveland Cavaliers und den Golden State Warriors gerechnet, wobei ich diesmal auf Golden State tippe. In Österreich traue ich mir ehrlich keinen Tipp zu, weil ich dazu die Liga heuer nicht intensiv genug verfolgt habe. Und in Deutschland glaube ich, dass sich die Bamberger aufgrund ihrer Qualität und Erfahrung am Ende durchsetzen werden.“

SPORTBOX: Marc, wie ist es um deine Basketball-Kenntnisse bestellt?

Janko: „Bislang hatte ich eigentlich keine besondere Affinität zum Basketball. Aber durch das gemeinsame Projekt der SPORTBOX-Camps mit Tommy wächst das Interesse natürlich immer mehr und ich verfolge seine Spiele immer mit. Wenn da ein persönlicher Bezug da ist, dann ist das natürlich gleich viel schöner, mitzufiebern.
SPORTBOX: Und bei dir Tommy, wie hast du es mit dem Fußball?

Klepeisz: „Ich habe früher selbst Fußball gespielt. Bis ich zehn oder elf Jahre war, sogar ausschließlich. Erst dann ist Basketball dazu gekommen und ich habe zunächst
versucht, beides unter einen Hut zu bekommen. Eine Zeit hat das geklappt, aber um wirklich gut zu werden, musste ich mich dann entscheiden. Oder besser gesagt: mein
Bruder hat dann für uns beide entschieden (lacht) und wir haben uns auf Basketball konzentriert. Aber ich spiele natürlich immer noch gerne und finde Fußball nach wie vor
sehr cool.“

SPORTBOX: Letzte Frage an euch beide: Egal wo ihr nächste Saison auflaufen werdet, davor finden jedenfalls die Sommercamps der SPORTBOX statt, deren Trainingspläne ihr als Testimonials erstellt habt. Wie ist es euch diesbezüglich ergangen?

Janko: „Das war für mich eine neue Erfahrung und es hat auch durchaus gedauert bis ich all meine Ideen gut geordnet und dann niedergeschrieben hatte. Aber dieser
Prozess hat absolut Spaß gemacht, vor allem weil ich ja wusste, wofür ich das Trainingsprogramm schreibe. Und ich hoffe natürlich, dass es den Kids ebenfalls Spaß
macht, wenn sie mein Programm quasi am eigenen Leib spüren und es so empfinden wie ich es mir gedacht habe.“

Klepeisz: „Ich hatte da einen kleinen Vorteil, weil ich ja schon mal ein eigenes Basketball-Camp organisiert und damit etwas Erfahrung habe. Was ich daran als Sportler spannend finde, ist die andere Seite kennenzulernen. Denn ich habe sicher weit über 1000 Trainings in meinem Leben absolviert und dennoch ist es ganz etwas anderes, sich darum zu kümmern, was in den Einheiten passieren soll. Insgesamt lebt das Konzept dann sicher von den Inhalten, die ich selbst als Spieler gerne mache und von denen ich glaube, dass sie mich als Basketballer weitergebracht haben. Daher ist es eine coole Erfahrung, ein Trainingsprogramm zu schreiben.“

SPORTBOX: Vielen Dank euch beiden und alles Gute weiterhin!

Janko: „Danke und bis bald!“

Klepeisz: „Bis bald!“

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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