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Ex-Profi in Mafia-Prozess schuldig gesprochen

Großer Prozess gegen die kalabrische 'Ndrangheta. Ex-Profi unter Verurteilten.

Ex-Profi in Mafia-Prozess schuldig gesprochen Foto: © getty

Der ehemalige italienische Teamspieler Vincenzo Iaquinta wird in einem aufsehenerregenden Prozess gegen die kalabrische Mafia 'Ndrangheta zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Das berichten italienischen Medien übereinstimmend.

Iaquinta soll 'Ndrangheta geholfen haben, sich im Norden Italiens zu etablieren. Außerdem wird er wegen illegalem Waffenbesitz verurteilt.

Noch härter wird Iaquintas Vater bestraft. Er soll Mitglied der Mafia sein und wird im gleichen Prozess zu 19 Jahren Haft verurteilt. 

 

Mega-Prozess gegen 'Ndrangheta

Seit 2015 lief der Prozess, der in Italien unter dem Namen "Aemilia" bekannt ist. Insgesamt stehen 147 Personen vor Gericht, 129 von ihnen werden auch verurteilt, 23 werden freigesprochen.

Es ist der größte Prozess gegen die Mafia in der Region Reggio Emilia. 

Die 'Ndrangheta, die aus dem südlichen Kalabrien stammt, versucht seit einiger Zeit, im reichen Norden Italiens Fuß zu fassen. Dabei sollen die Angeklagen geholfen haben, so auch der 38-jährige Ex-Profi.

Iaquinta wurde 2006 mit Italien Weltmeister. In der Serie A bestritt der Stürmer 269 Partien, bei denen er 89 Tore erzielte. 2008 wurde er im Trikot von Juventus Torschützenkönig der Serie A.

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