Deshalb macht der Jakupovic-Transfer Sinn

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Arnel Jakupovic gilt als eines der größten, wenn nicht sogar das größte Stürmer-Talent Österreichs.

Der 18-Jährige hat bereits einen Einsatz – und ein Tor – in der U21-Nationalmannschaft hinter sich. Am letzten Tag der Transferzeit hat sich der Angreifer für einen Wechsel von Middlesbrough zum FC Empoli entschieden.

Beim Serie-A-Klub hat der Youngster einen Vertrag bis Sommer 2021 unterschrieben. Macht dieser Schritt Sinn?

Die Analyse zum Deadline-Day! Es geht auch um Jakupovic:

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

Auf den ersten Blick mag es ein wenig seltsam erscheinen, dass Jakupovic bei einem Nachzügler der Serie A anheuert. Auf den zweiten Blick stellt sich dieser Wechsel aber als durchaus sinnvoll heraus.

Wenig Perspektive

Bei Middlesbrough hat der Ex-Austrianer in der vergangenen Saison für Furore gesorgt. In der Nachwuchs-Premier-League 2 hat er in 15 Partien zwölf Treffer erzielt – gegen größtenteils um einige Jahre ältere Gegenspieler.

Seine kurzfristige Perspektive ließ aber zu wünschen übrig. Während er wohl Spielzeit bei den Profis bekommen hätte, wäre Boro nicht aufgestiegen, spielte er nach der Rückkehr in die höchste Spielklasse keine große Rolle in den Planungen.

Mit Rudy Gestede, Patrick Bamford und Alvaro Negredo wurden in dieser Saison drei neue Stürmer geholt, zudem plagte sich Jakupovic mit einer langwierigen Knöchelverletzung herum.

Empoli setzt auf Junge

Empoli hat dem Angreifer realistische Chancen auf Einsätze in der Serie A zugesichert. Der Klub aus der Toskana steht aktuell zwar nur auf dem 17. Platz der Tabelle, hat aber komfortable acht Punkte Vorsprung auf den 18. Crotone.

Zudem gilt der Verein, der nur eine halbe Stunde von Florenz entfernt liegt, als eher untypischer italienischer Klub. Die „Azzurri“ sind gut geführt und setzen auf junge Kräfte.

Mit Riccardo Saponara (Fiorentina), Elseid Hysaj (Napoli) und Daniele Rugani (Juventus) haben zuletzt drei Youngster bei Empoli wertvolle Spielpraxis sammeln können und den Sprung zu Top-Klubs geschafft.

Außerdem steht Empoli seit einigen Jahren für durchaus attraktiven Offensiv-Fußball. Mit Maurizio Sarri (jetzt bei Napoli) und Marco Giampaolo (jetzt Sampdoria) haben zuletzt zwei der spannendsten italienischen Trainer beim Klub gewirkt.

Aktuell sitzt Giovanni Martusciello auf der Trainerbank. Es ist die erste Aufgabe des 45-Jährigen als Chefcoach. Der Ex-Profi war jahrelang Co-Trainer des Vereins und konnte unter anderem von den eben genannten Herrschaften lernen.

Überschaubare Konkurrenz

Die Konkurrenz im Kampf um seinen Platz im Angriff ist überschaubar. Empoli hat in dieser Saison die schwächste Offensive der Serie A – in 22 Partien wurden nur 13 Treffer erzielt. Je fünf Mal trafen der 37-jährige Oldie Massimo Maccarone und der 26-jährige Georgier Levan Mchedlidze.

Als Joker im 4-3-1-2 fungierte der 34-jährige Alberto Gilardino, der an Pescara abgegeben wurde. Manuel Pucciarelli (25) kam zuletzt eher im offensiven Mittelfeld zum Einsatz, könnte nach der Verpflichtung von Napolis Omar El Kaddouri aber wieder weiter nach vorne rücken, Guido Marilungo (27) konnte in 14 Partien noch nicht treffen.

Gewiss wird Jakupovic einige Zeit brauchen, um sich an die taktischen Anforderungen, die Gegebenheiten vor Ort und die Sprache zu gewöhnen. Spätestens in der kommenden Saison ist es aber realistisch, ihn in der Serie A spielen zu sehen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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