Neymars Rekordtransfer zu PSG perfekt

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Der Rekordtransfer ist unter Dach und Fach!

Neymar wechselt für die Ablösesumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain.

Die Franzosen geben via "Twitter" bekannt, dass der 25-jährige Brasilianer einen Fünfjahresvertrag bis Juni 2022 erhält.

Neymar ist damit der mit Abstand teuerste Fußballer der Welt.

Bisher war der Franzose Paul Pogba Spitzenreiter. Der Mittelfeldspieler war im Vorjahr um 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu Manchester United gewechselt.


Neymar: "Ich bin extrem glücklich"

"Ich will den Millionen Fans des Vereins auf der ganzen Welt Freude bringen", erklärte Neymar in seiner ersten Reaktion zum Wechsel. "Ich bin extrem glücklich. Seit ich in Europa angekommen bin, war PSG immer einer der stärksten Clubs. Vor allem der Ehrgeiz (von PSG) hat mich fasziniert, genauso wie die Leidenschaft und die Energie, die dadurch entsteht. Was mich am meisten motiviert hat, zu PSG zu wechseln, ist, ihnen zu helfen, die Titel zu gewinnen, die ihre Fans wollen."

Durch die offizielle Bestätigung des Transfers am Donnerstagabend spielt Neymar wohl schon am Samstag beim Ligaauftakt gegen Amiens erstmals für die Pariser, die den Transfermarkt dank Millionen ihrer Besitzer aus Katar gehörig in Bewegung gebracht haben. Ein "gesetzlicher Vertreter" des Stürmers hatte erst wenige Stunden vor der Unterschrift in Paris die festgelegte Ablösesumme von 222 Millionen Euro direkt an seinen bisherigen Club in Barcelona bezahlt.

Viel Aufregung

Vor der Bekanntgabe der Direktüberweisung an die Katalanen hatten die spanische Liga und ihr Boss Javier Tebas die Annahme des Ablöseschecks medienwirksam zurückgewiesen und Paris Verletzung des Financial Fairplays vorgeworfen. Die Katarer, die bei PSG das Sagen haben, beschuldigte Tebas des "finanziellen Dopings".

Die Anwälte Neymars ließen die Spanier abblitzen. Die französische Liga reagierte darauf mit Unverständnis und forderte die spanischen Verantwortlichen auf, diese Blockadehaltung aufzugeben. Man unterstütze PSG und wünsche sich Neymar in der Ligue 1, hieß es in einem Statement.

Statt an die Liga wurde deshalb das Geld direkt an den Club gezahlt. Bei einer einseitigen Vertragskündigung muss der abwanderungswillige Profi die sogenannte Ausstiegsklausel ziehen und den Kontrakt dadurch ablösen. Bei Neymars Vertragsverlängerung im vergangenen Jahr war diese auf 222 Millionen Euro festgelegt worden.


UEFA wird genau prüfen

Das Geld, um sich selbst freizukaufen, soll Neymar aus Katar erhalten haben. Um das Financial Fairplay, mit dem die Europäische Fußball-Union (UEFA) vorschreibt, dass in einem gewissen Zeitraum nicht viel mehr für Spieler ausgegeben als eingenommen werden darf, zu umgehen, soll er auch eine Rolle als Botschafter für die WM 2022 im Golf-Emirat übernehmen.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte schon vor dem Vermelden des Vollzugs noch einmal darauf hingewiesen, dass sie den Rekordtransfer genau unter die Lupe nehmen werde. "Alle Vereine in Europa müssen die Regeln des Financial Fairplays respektieren und zeigen, dass sie nicht höhere Verluste als 30 Millionen Euro in drei Jahren haben", hielt die UEFA erneut fest.

Der Transfer Neymars wird für die Finanzen von PSG Auswirkungen über Jahre hinweg haben. Allerdings kann der Einfluss nicht im Voraus beurteilt werden, zumal die Pariser noch andere Spieler verkaufen könnten. Der Blick auf den aktuellen Kader lässt diesbezüglich aber ernsthafte Zweifel aufkommen.

Frankreichs PräsidentMacro gratuliert

Der Präsident des FC Barcelona, Josep Bartomeu, hatte jüngst in einem Interview der Nachrichtenagentur AP gesagt, dass man die Ausstiegsklauseln unmöglich ziehen könne, ohne gegen das Financial Fairplay zu verstoßen. Die Summen des Neymar-Transfers erreichen eine neue Dimension. Das Gesamtvolumen des Deals mit Ablöse, Bonuszahlungen - allein Neymar soll 100 Millionen Wechselprämie erhalten - und Gehalt (angeblich 30 Millionen Euro netto pro Saison) für fünf Jahre soll laut Medienberichten bei einer halben Milliarde Euro liegen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den Wechsel bereits zuvor begrüßt. Beim Besuch einer Ferienveranstaltung für Kinder traf er am Donnerstag auch PSG-Chef Nasser al-Khelaifi aus Katar - und gratulierte ihm: "Herzlichen Glückwunsch, ich habe gehört, dass es gute Nachrichten gibt."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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