Liverpool-Heimstätte Anfield als Virenschleuder?

Liverpool-Heimstätte Anfield als Virenschleuder? Foto: © getty
 

Verschwörungstheorien geistern in Corona-Zeiten viele herum.

Nun ranken sich mysteriöse Geschichten rund um das Anfield Stadium. Einem Bericht der "BBC" zu Folge könnte die Kult-Heimstätte des FC Liverpool als besondere Virenschleuder in der Verbreitung des Virus gedient haben.

Demnach steht besonders das Achtelfinal-Duell in der Champions League im Brennpunkt, das am 11. März als eines der letzten Spiele überhaupt vor 52.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion gespielt wurde. Die Spanier fügten den "Reds" damals die erste Europacup-Heimpleite seit fünfeinhalb Jahren zu und warfen den Titelverteidiger aus dem Bewerb.

Schon damals gab es heftige Kritik, warum das Spiel noch vor Fans ausgetragen wurde. Obwohl in Spanien damals schon Ausgangssperren in Kraft waren, fanden sich in Anfield auch 3.000 Fans aus Madrid ein.

Besonders besorgniserregend: Laut "BBC" werden einige Todesfälle auf genau dieses Spiel zurückgeführt. Weitere Untersuchungen seien laut der stellvertretenden wissenschaftlichen Beraterin der britischen Regierung, Angela McLean, gerechtfertigt - obwohl es bisher keinen bestätigten Zusammenhang zwischen der Partie Liverpool gegen Atletico und den Coronavirus-Fällen gibt.

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"Es wird sehr interessant sein, zu sehen, welche Beziehung zwischen den in Liverpool zirkulierenden Viren und den in Spanien zirkulierenden Viren besteht, wenn die Untersuchung abgeschlossen ist", wurde diese am Montag zitiert.

Auch zweites Champions-League-Spiel im Fokus

In Spanien ortet man bereits einen "Fehler", das den Atletico-Fans erlaubt wurde, diesem Spiel beizuwohnen, wie Jose Luis Martinez-Almeida, Bürgermeister von Madrid, beim Radiosender "Onda Cero" zugibt.

Während Spanien nur zwei Tage später vom Robert-Koch-Institut als Krisenregion eingestuft wurde, gab es in England noch keine Einschränkungen. Trotzdem wurden bereits zu diesem Zeitpunkt Spiele zwischen Paris St. Germain und Borussia Dortmund oder auch LASK gegen Manchester United als Geisterspiele ausgetragen.

In Liverpool sind aktuellen Zahlen zufolge bereits 246 Menschen mit dem Coronavirus gestorben - bei nur rund 550.000 Einwohnern. Madrid ist mittlerweile eine der am stärksten betroffenen Städte Europas.

In Liverpool fand zu dieser Zeit zudem auch das Pferderennen im Zuge des Cheltenham Festivals vor 250.000 Menschen statt. Die britische Regierung betont jedoch, die richtigen Entscheidungen im Bezug auf die Veranstaltungen getroffen zu haben.

Auch ein zweites Champions-League-Spiel rückt in den Fokus. Italienische Gesundheitsexperten sehen auch das Spiel zwischen Atalanta Bergamo und FC Valencia vor 44.236 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion als Mitgrund, warum sich die Situation in der norditalienischen Stadt so drastisch verschlimmerte. In Italien spricht man vom "Spiel null".

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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