Arnautovic: "West Ham ist ein großer Klub"

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Marko Arnautovic avanciert mit seinem Wechsel zu West Ham nicht nur zum teuersten Transfer eines Österreichers, sondern auch zum teuersten Neuzugang der 122-jährigen Geschichte der "Hammers."

"Es ist ein spezielles Gefühl für mich, ein West Ham-Spieler zu sein", wurde Arnautovic in einer Aussendung zitiert. "Jeder weiß, dass West Ham ein großer Club ist, mit großer Geschichte. Ich bin glücklich, jetzt ein Teil davon zu sein. Ich kann es gar nicht erwarten, loszulegen", so Arnautovic.

"Sie sind fußballverrückt"

Die kolportierte Ablösesumme betrug 25 Millionen Pfund (27,9 Mio. Euro). Bisher war der Ghanaer Andrew Ayew Rekordhalter bei den Londonern. Der 27-jährige Internationale war im vergangenen Sommer für etwa 24 Mio. Euro vom Ligarivalen Swansea gekommen und ist zugleich ein Konkurrent des Wieners am linken Flügel. Auch der algerische Nationalspieler Sofiane Feghouli, der Engländer Michail Antonio und der schottische Internationale Robert Snodgrass kämpfen aktuell um einen Stammplatz auf den Flügeln.

"Es ist ein Club mit vielen Fans. Sie sind fußballverrückt, das mag ich. Der Klub wächst noch, wird besser und besser and deshalb bin ich hier", sagte der 28-Jährige. Arnautovic ist nicht der erste Österreicher, der sich das weinrot-hellblaue Trikot überstreifen wird. Im Frühjahr 2013 wurde Emanuel Pogatetz von Wolfsburg nach London verliehen. Der Innenverteidiger kam aber bei West Ham nur zu sechs Einsätzen in der Premier League.

125 Ligaspiele für Stoke

Den Rekord für den bisher teuersten Transfer eines Österreichers hielt seit dem Sommer des Vorjahres Aleksandar Dragovic. Der 26-jährige Innenverteidiger war um 18 Mio. Euro von Dynamo Kiew zu Bayer Leverkusen gewechselt. West Ham überbot diese Summe deutlich, auch deshalb, weil Stoke im Vorfeld zwei Angebote für den 62-fachen ÖFB-Teamspieler abgelehnt hatte.

In vier Saisonen bei den "Potters" etablierte sich Arnautovic in der Premier League, in 125 Ligaspielen erzielte der Flügelspieler 22 Tore und leistete 27 Assists. Zuvor war Arnautovic drei Jahre beim deutschen Bundesligisten Werder Bremen unter Vertrag gestanden, der 2010 insgesamt 6,2 Mio. Euro an Twente Enschede für die Dienste des Österreichers überwiesen hatten.

Letzte Saison verlief nicht nach Wunsch

Für West Ham verlief die vergangene Spielzeit in der Premier League überhaupt nicht nach Wunsch. Der Umzug vom Upton Park in das umgebaute Olympiastadion von London wurde nicht von allen Fans mit Wohlwollen aufgenommen. Außerdem blieb die Mannschaft im zweiten Jahr unter dem kroatischen Trainer Slaven Bilic mit Platz elf hinter den Erwartungen.

Dennoch hielten die Fans dem Club die Treue, alle 52.000 verfügbaren Abos für die kommende Spielzeit wurden bereits verkauft. Für zusätzliche Euphorie sorgte die Verpflichtung des mexikanischen Topstürmers Javier Hernandez. Auch die Leihe des englischen Nationaltormanns Joe Hart von Manchester City zeigte, dass die "Hammers" in der kommenden Saison wieder Erfolge feiern wollen.

Sehr beliebter Klub

Generell erfreut sich der Klub aus dem Osten Londons größter Beliebtheit. Der Grund für den Zuspruch in England liegt in der Vergangenheit. 1966 führte West-Ham-Kapitän Bobby Moore England zum bisher einzigen Weltmeistertitel. Außerdem hatten die beiden West-Ham-Stürmer Geoff Hurst und Martin Peters im legendären WM-Finale gegen Deutschland die "Three Lions" zum Sieg geschossen.

Auch weltweit haben die "Hammers" viele prominente Fans. So unterstützen beispielsweise die Queen, der ehemalige US-Präsident Barack Obama, die Hollywood-Stars Matt Damon und Keira Knightley, Sängerin Katy Perry, die Comedians Russell Brand und James Corden oder Ex-Box-Weltmeister Lennox Lewis das Team von Arnautovic. Der am 29. April 1980 gestorbene Kultregisseur Alfred Hitchcock war ebenfalls ein Anhänger von West Ham.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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