Dragovic: "Hätte leichteren Weg wählen können"

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Die Austria in Österreich, der FC Basel in der Schweiz, Dynamo Kiew in der Ukraine, Bayer Leverkusen in Deutschland und nun Leicester City in England – Aleksandar Dragovic hat in seiner Karriere bisher bei fünf Vereinen in fünf verschiedenen Ländern unterschrieben.

Wenige Minuten bevor das Transferfenster schloss, huschte der ÖFB-Teamverteidiger noch durch, wurde der leihweise Wechsel auf die Insel endgültig fixiert (Details zum Transfer!).

An seinen Nerven soll das Warten bis zum Schluss nicht gezehrt haben, bange wurde dem 26-Jährigen nach eigener Aussage nie: „Es ist ja nicht so, dass ich auf der Straße gestanden wäre, ich habe ja noch Vertrag bei Leverkusen.“

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Gerüchte über mögliche neue Vereine gab es in den vergangenen Tagen viele. Den Innenverteidiger ließ das aber kalt: „Die Woche war gar nicht belastend. Ich habe diese Woche keine Medien gelesen und war die ganze Zeit voll auf das Nationalteam fokussiert.“

"Es hätte nicht sehr rosig ausgeschaut"

Aber natürlich freue er sich, dass der Wechsel zu den „Foxes“ nun in trockenen Tüchern sei. Denn: „Bei Leverkusen hätte es nicht sehr rosig ausgeschaut, sie haben zwei neue Innenverteidiger geholt.“

Mit den Verpflichtungen von Sven Bender von Borussia Dortmund und Panagiotis Retsos von Olympiakos Piräus hat Leverkusen dem Wiener ziemlich unmissverständlich klar gemacht, dass für ihn in der neuen Saison ein Stammplatz in weiter Ferne ist. Neo-Coach Heiko Herrlich hatte Pläne, die Dragovic nur am Rande inkludierten.

"Natürlich habe ich nicht gedacht, dass es nach einem Jahr bei Leverkusen schon wieder aus sein wird"

„Es war klar, dass ich den Verein wechseln möchte, wenn sich etwas Lukratives ergibt“, sagt der fünffache Meister. Geplant sei das alles aber freilich so nicht gewesen: „Natürlich habe ich nicht gedacht, dass es nach einem Jahr bei Leverkusen schon wieder aus sein wird.“

Doch das ist – zumindest für ein Jahr – Vergangenheit. Und schlecht hat es „Drago“ ja nicht gerade getroffen. Das sieht er auch so: „Ich wollte schon immer in die Premier League gehen. Jetzt versuche ich, dort so viel wie möglich zu lernen. Ich beginne wieder bei Null.“

Die Konkurrenz is groß

Bei Leicester City will er sich nun durchsetzen. Kein einfaches Unterfangen. Mit dem deutschen Haudegen Robert Huth, der zu Saisonbeginn verletzt war, und Kapitän Wes Morgan steht noch jenes Duo unter Vertrag, das in der Meistersaison 2015/16 die Stamm-Innenverteidigung gebildet hat.

Zudem hat der Klub zu Beginn des Sommers fast 14 Millionen Euro an Hull City für Harry Maguire überwiesen. Der 24-Jährige ist im erweiterten Kader des englischen Nationalteams und verteidigte in den ersten Runden der neuen Saison an der Seite Morgans.

„Heutzutage gibt es doch überall Konkurrenz“, meint Dragovic. Er habe sich sehr bewusst für die Herausforderung entschieden: „Ich hätte auch einen leichteren Weg wählen können, in eine Liga gehen, die nicht so stark ist. Aber ich wollte unbedingt in die Premier League.“

Nicht zuletzt, weil ihm Christian Fuchs den Wechsel zu den „Foxes“ schmackhaft gemacht hat. Der ehemalige ÖFB-Teamkapitän spielt bekanntlich auch bei Leicester.

„Ich habe mich erkundigt, wie die Mannschaft, der Trainer und das Rundherum sind und von ihm nur Positives erzählt bekommen. Dann musste ich nicht lange überlegen“, berichtet der Abwehrspieler.





Textquelle: © LAOLA1.at

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