2. Liga oder Wechsel? Bauer überlegt Stoke-Zukunft

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Tritt ÖFB-Teamspieler Moritz Bauer mit Stoke City den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit an oder verlässt er den Premier-League-Absteiger nach nur einem halben Jahr wieder?

Der 26-Jährige selbst kann sich beide Varianten vorstellen.

"Wenn man ehrgeizig und ambitioniert ist, ist die 2. Liga nicht gleich der Wunschgedanke. Aber die englische zweite Liga ist schon auch sehr anspruchsvoll und das Ziel von Stoke ist, maximal eine Saison da unten zu spielen und wieder hoch zu kommen. Das haben wir klar so kommuniziert gekriegt. Deswegen kann es eine interessante Aufgabe sein, dabei mitzuhelfen, wieder eine schlagkräftige Truppe aufzubauen", erklärt Bauer.

Der Verein habe ihm auch mitgeteilt, dass man mit ihm plane: "Aber im Fußball kann man nichts versprechen. Das kommt jetzt auch ein bisschen auf den Sommer an. Vielleicht gibt es nach der WM noch mal Bewegung auf dem Transfermarkt. Das geht zum Teil ganz schnell, das wissen wir alle aus der Vergangenheit."

Abstieg "ärgert einen unfassbar"

Der Vertrag des gebürtigen Schweizers bei Stoke läuft noch bis 2022. Das bedeutet, ohne Zustimmung des Klubs könnte Bauer keinen Wechsel vollziehen.

Vorerst gilt es jedoch ohnehin einmal, den Abstieg zu verdauen. "Das ärgert einen unfassbar, das tut weh, das macht einen traurig. Es war schon schwierig, als ich hingewechselt bin, aber wir waren absolut davon überzeugt, dass wir das Ding noch packen, dann ist es sich aber nicht ausgegangen", bedauert der Rechtsverteidiger.

Jetzt erwartet Bauer einen "unruhigen Sommer. Wir haben wieder einen neuen Trainer verpflichtet, der wieder seine eigenen Ideen und seine eigene Vorstellung von der Mannschaftszusammensetzung hat."

Ungewohnte Positionen

Nach dem Saisonende hatte der Blondschopf die Gelegenheit, ein wenig Abstand zu gewinnen. Dies sei vor dem ÖFB-Camp wichtig gewesen: "Ich versuche jetzt, mit dem Kopf wirklich voll beim Team zu sein, und danach habe ich ja zum Glück noch immer zwei, drei Wochen Zeit, bis es wieder losgeht, um zu analysieren und zu besprechen, wie es weiter geht."

Von Seiten Stokes wurde Bauer kommuniziert, dass der neue Trainer Gary Rowett mit ihm als Rechtsverteidiger plant, nachdem er zuletzt aufgrund von Personal-Knappheit immer wieder im rechten oder linken Mittelfeld aushelfen musste.

"Da muss man seine persönlichen Ansprüche ein wenig hinten anstellen, denn es ging ja ums Team und um den Verbleib in der Premier League. Der Trainer hat mich gefragt, ob ich eine andere Position spielen kann, weil ich mit meiner Schnelligkeit und meinem Laufvolumen einfach mehr helfen konnte als ein anderer Spieler, der angeschlagen war. Aber für mich war es eine ungewohnte Situation. Man kommt in die Premier League, möchte sich einleben und dann spielt man verschiedene Positionen. Man versucht, das Beste daraus zu machen, aber ich sehe mich grundsätzlich schon als rechten Außenverteidiger", betont Bauer.

Kein Verständnis für Wimmer-Demontage

Abschied nehmen heißt es von ÖFB-Kollegen Kevin Wimmer, dessen Wechsel zu Hannover 96 perfekt ist. Bauer verteidigte den Innenverteidiger schon beim letzten ÖFB-Lehrgang und ist nach wie vor nicht damit einverstanden, dass der Oberösterreicher vom damaligen Coach Paul Lambert aufs Abstellgleis gestellt wurde:

"Wir sind nur einmal zusammen auf dem Platz gestanden, bei meinem Debüt. Kurz nach meiner Unterschrift wurde der Trainer entlassen. Unter dem neuen Trainer war Kevin kein einziges Mal im Kader, und das kann es nicht sein! Nicht, wenn man nicht verletzt ist. Mir tut es unfassbar Leid für ihn, das hat er sich nicht verdient, weil er wirklich ein Klassespieler und auch ein ganz feiner Kerl ist. Aber jetzt freue ich mich für ihn, dass es im Sommer eine Veränderung geben wird."

Textquelle: © LAOLA1.at

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