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DFB-Präsident: Karim Adeyemis U21-Absage "ein Fehler"

Ex-Salzburger Karim Adeyemi wird nach seiner Absage für den U21-Lehrgang des DFB nun auch von oberster Instanz der Kopf gewaschen.

DFB-Präsident: Karim Adeyemis U21-Absage Foto: © getty

Dass Karim Adeyemi dem DFB nach Nominierung für den Lehrgang der U21-Auswahl einen Korb gab und lieber in Dortmund blieb, schlägt auch einige Tage später hohe Wellen.

Anstatt mit der U21-Mannschaft Deutschlands unter Trainer Antonio di Salvio die EM-Quali-Partien gegen Estland (4:1) und Polen (Dienstag) zu bestreiten, blieb der Ex-Mozartstädter lieber in Dortmund um sich auf seine Arbeit beim BVB zu konzentrieren.

Eine Entscheidung, die unter anderem bei Bundestrainer Julian Nagelsmann auf wenig Verständnis gestoßen sein soll. Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf meldete sich nun in der Causa zu Wort - und fand dabei klare Worte.

Gegenüber "ProSieben Maxx" nahm der 62-Jährige im Rahmen der Halbzeitpause des U21-Duells mit Estland Stellung zur Entscheidung des BVB-Flügelflitzers - und bezeichnete dessen Entscheidung gegen eine Teilnahme am U21-Lehrgang als "einen Fehler".

DFB-Chef: "Sollte stolz sein, wenn man den Adler auf der Brust trägt"

Über etwaige Konsequenzen hätte das Trainergespann zu entscheiden: "Das müssen die Trainer entscheiden. Es ist ein Fingerzeig von ihm, wie wichtig er das nimmt. Da kann man ihn auch schlecht zwingen, das hilft der Mannschaft auch nicht, wenn man Spieler hat, die man hierher zerren muss. Es muss mit Überzeugung sein, mit Herzblut. Es hilft der U21 auch nicht, wenn jemand mit halbem Einsatz auftritt", stellt Neuendorf klar.

Die U21 sei schließlich "immer ein Sprungbrett gewesen", argumentierte der DFB-Boss: "Ich glaube, dass man stolz sein sollte, wenn man den Adler auf der Brust trägt." Adeyemis Entschluss sei eine "verpasste Chance".

Als Positivbeispiele führte der DFB-Präsident Leipzig-Verteidiger David Raum und Leverkusen-Shootingstar Florian Wirtz an, die jeweils von Julian Nagelsmann für den A-Kader nominiert wurden.

Für 30 Millionen von Salzburg nach Dortmund gekommen

U21-Coach Di Salvio schilderte am Wochenende indes gegenüber "Sky" die Gründe für Adeyemis Fernbleiben folgendermaßen: "Jetzt war es halt so, dass Karim diese Entscheidung getroffen hat, weil er sich mehr Spielzeit erhofft, indem er beim BVB-Training bleibt."

Adeyemi, der im Sommer 2022 von Red Bull Salzburg für 30 Millionen Euro zu Borussia Dortmund gewechselt war, läuft seiner Form in seiner zweiten Saison in Schwarz-Gelb aktuell hinterher. In 13 Spielen für den BVB kommt er in der laufenden Spielzeit auf zwei Torvorlagen - auf sein erstes Tor wartet Adeyemi nach wie vor, der mittlerweile zumeist von der Ersatzbank kommt.

Für die deutsche A-Nationalmannschaft absolvierte der Münchner bisher vier Länderspiele, in denen ihm ein Tor gelang. Die Chancen auf eine Teilnahme bei der Heim-EM 2024 dürfte Adeyemi damit nicht erhöht haben.


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