Bayern nach Pokal-Fight wieder Double-Sieger

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Der FC Bayern München kann doch noch DFB-Pokal!

In einem Final-Schlagabtausch mit RB Leipzig im Berliner Olympiastadion gewinnt der Serienmeister mit 3:0 und darf sich damit erstmals seit 2016 wieder Double-Sieger nennen.

Die Partie beginnt mit viel Tempo und einer Großchance durch Yussuf Poulsen, der aus wenigen Metern am überragenden Manuel Neuer, der die Kugel an die Latte lenkt, scheitert (11.). Den ersten Treffer erzielen aber die Bayern: Robert Lewandowski bringt eine Alaba-Flanke mit viel Geschick per Kopf im Tor unter (29.).

Danach drücken die Münchener auf das 2:0 - aber auch Leipzig, wo Marcel Sabitzer durchspielt und Konrad Laimer eingewechselt wird, kommt zu einigen Top-Chancen.

Für die Entscheidung sorgt schließlich Kingsley Coman, der nach einem tollen Haken eiskalt abschließt (78.). Für den Endstand zeichnet sich schließlich wieder Lewandowski nach einem Konter verwantwortlich (85.).

Führung bringt Bayern in Schwung

Leipzig startete engagiert. Einen ersten Kopfball von Yussuf Poulsen lenkte Bayerns genesener Startorhüter Manuel Neuer mit einem großartigen Reflex an die Latte (11.). Auf der Gegenseite schlug Lewandowski mit einem sehenswerten Kopfball zu. Der Pole bewegte sich bei einer Alaba-Flanke vom Tor weg, traf aber gegen die Laufrichtung von RB-Keeper Peter Gulacsi ins rechte Eck.

Mit der Führung im Rücken bekamen die Bayern Oberwasser. Nach einem Solo von Coman klärte Ibrahima Konate gerade noch per Kopf für den bereits geschlagenen Gulacsi (42.). Nach Seitenwechsel musste sich Neuer auch gegen Emil Forsberg auszeichnen (48.), ein Schuss von Timo Werner wurde auf der Linie geblockt (57.).

Endgültiger Abschied von "Robbery"

Die Routiniers Arjen Robben und Franck Ribery begannen ihr letztes Spiel als Bayern-Profis wie erwartet auf der Ersatzbank, wurden aber im Lauf der zweiten Hälfte eingewechselt. Die Münchner fanden bereits durch Mats Hummels (62.) und Thiago (63.) Chancen vor, ehe Coman zuschlug. Der Franzose kam etwas glücklich im Strafraum an den Ball, zeigte aber eine starke Ballannahme und schoss ein. Lewandowski erhöhte im Finish nach einem langen Ball von Joshua Kimmich sogar noch auf 3:0. Es war sein sechstes Tor in einem DFB-Pokalfinale - einsamer Rekord.

Die Bayern holten nach ihrem 29. Meistertitel zum 19. Mal den DFB-Pokal. Im vergangenen Jahr mussten sich die Münchner im Endspiel noch Eintracht Frankfurt mit ihrem nunmehrigem Trainer Niko Kovac geschlagen geben. Kovac gewann in seinem dritten Cup-Finale in Serie zum zweiten Mal den Pokal. Dem Kroaten gelang es als erstem Akteur, als Spieler und als Trainer in Deutschland das Double zu holen.

Für Red Bull reichte es nach zehn Meistertiteln und sechs Cupsiegen in Salzburg nicht zum ersten Titelgewinn mit Leipzig. Größter Erfolg der jungen RB-Clubgeschichte bleibt die Vizemeisterschaft von 2017. Als Ligadritter qualifizierten sich die Leipziger aber erneut für die Champions League. Diese wird unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann in Angriff genommen, der Leipzig neben den Bayern und Borussia Dortmund als dritte Kraft im deutschen Fußball etablieren soll.

Sabitzer: "Bayern war kälter"

Marcel Sabitzer war nach dem Spiel bitter enttäuscht. "Wir haben uns so viel vorgenommen. Wir waren gut im Spiel, hätten in Führung gehen können", erklärte der Leipzig-Profi auf Servus TV. "Wir hatten auch Momente, aber Bayern war das Stück kälter vorm Tor. Daher haben sie das Spiel gewonnen."

Die Enttäuschung sei zwar groß. "Aber wir haben eine sehr gute Saison gespielt", erinnerte Sabitzer. "Es ist wieder ein Jahr rum, wir sind erfahrener geworden. Wir werden im Sommer wieder Verstärkungen bekommen und wir werden stärker zurückkommen. Wenn du einmal nach Berlin gekommen bist, wenn du das erlebt hast, dann willst du wieder hierherkommen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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