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Rot? David Wagner hat "keinerlei Erklärung"

Der kuriose Ausschluss des Trainers überlagert den Pokal-Sieg gegen die Hertha.

Rot? David Wagner hat Foto: © getty

Eine Szene überschattet den 3:2-Sieg nach Verlängerung des FC Schalke 04 gegen Hertha BSC im DFB-Pokal-Achtelfinale:

Die Rote Karte für David Wagner.

Der Trainer der Hausherren fliegt vom Platz, nachdem er Hertha-Spieler Jordan Torunarigha mutmaßlich aufhelfen will, dieser in derselben Szene jedoch wutentbrannt eine Getränkekiste nimmt und zu Boden wirft.

Schiedsrichter Harm Osmers zeigt dem Spieler Gelb-Rot, bemüht den Videobeweis und schließt den Coach aus, der die Welt nicht mehr versteht:

"Für den Platzverweis habe ich keinerlei Erklärung. Ich habe mir die Bilder angeschaut, meine Hand war auf seinem Hals, ja. Ich versuche aber mehr, dass alle die Balance halten. Der Spieler wirft dann die Wasserkiste hin."

Vorwurf der rassistischen Äußerungen

Die andere Seite der Medaille ist, dass es gegen Torunarigha rassistische Beleidigungen gegeben haben soll. Ein Verhalten, das Wagner verurteilt:

"Wenn rassistische Äußerungen gegen Jordan Torunarigha gefallen sind, möchte ich mich im Namen des FC Schalke 04 bei dem Spieler und bei Berlin entschuldigen."

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider stellt unmissverständlich klar: "Ich bin im Nachgang des Spiels über die Thematik der rassistischen Beleidigungen informiert worden und habe mich darüber 20 Minuten lang mit Michael Preetz unterhalten. Wir können uns nur im Namen des FC Schalke 04 bei Jordan Torunarigha entschuldigen. Es ist ein Drama, dass so etwas in der heutigen Zeit noch passiert."

Man werde versuchen, über Videobilder die Verantwortlichen ausfindig zu machen: "Wenn dies der Fall sein sollte, werden wir das dementsprechend sanktionieren."

Gregoritsch: "Dieser Sieg beflügelt uns"

Fußball gespielt wurde auch. Schalke dreht dabei einen 0:2-Rückstand und gewinnt in der Verlängerung durch einen Treffer von Benito Raman in der 115. Minute. Mit Michael Gregoritsch und Alessandro Schöpf spielen zwei ÖFB-Legionäre durch.

"Wir haben 120 Minuten lang Gas gegeben und alles reingeworfen. Durch die riesengroße Freude haben wir direkt ein paar Körner Energie zurückbekommen, dieser Sieg beflügelt uns", erklärt Gregoritsch und betont:

"Ich hatte durchgehend das Gefühl, dass wir dran sind und das Tor machen können. Hoffnung habe ich daraus gezogen, weil ich um die Qualität weiß, die wir haben, um solch ein Spiel noch zu drehen."

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