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NEWS
Grüll-Assist zu Bremen-Punkt in wilder Schlussphase von Dortmund
Alle vier Tore fallen nach der 80. Minute. Werder kommt in der Nachspielzeit von einem 0:2 zurück.
Am 5. Spieltag der Deutschen Bundesliga muss Borussia Dortmund beim 2:2 gegen Werder Bremen den ersten Punktverlust hinnehmen.
Zum ersten Mal vorstellig wird Werder Bremen in Person von Niclas Füllkrug. Nach einer Hereingabe von Marco Grüll setzt er den Kopfball knapp neben das Tor (18.).
Vor allem in Halbzeit eins ist das Spiel von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Der BVB dominiert zwar das Spielgeschehen mit knapp 75 Prozent Ballbesitz, kann aber nichts Zwingendes daraus machen.
In der 37. Minute hätte es dann so weit sein müssen. Nach einem Konter treibt Reis den Ball auf der rechten Seite weit voran und schließt dann vom 16er ungefährlich ab. Links wäre Grüll völlig frei mitgelaufen, der ÖFB-Stürmer bekommt den Ball aber nicht.
Fast das Tor der Saison
Nur kurz darauf bekommen die Dortmunder aus knapp 35 Metern einen Freistoß zugesprochen. Marcel Sabitzer nimmt sich ein Herz und probierts direkt. Der Ball rauscht nur haarscharf am linken Kreuzeck vorbei. Das hätte das Tor der bisherigen Saison sein können (39.).
Wieder nur vier Minuten später muss der BVB dann führen. Nach einem überragenden Chipball von Nwaneri treibt Beier den Ball bis in den 16er. Seinen guten Abschluss kann Hein gerade noch so parieren (43.).
Starke Drangphase nach der Pause
Dortmund kommt richtig gut aus der Kabine und schnürt die Bremer in den ersten fünf Minuten komplett im eigenen Strafraum ein, hat Chance um Chance. Guirassy, Beier und Nwaneri scheitern um die 50. Minute herum nur knapp.
Nur kurz darauf schafft Werder in Person von Füllkrug fast den Führungstreffer aus dem Nichts. Nach einem langen Ball von Hein im Tor ist "Lücke" alleine durch und Kobel muss entschärfen (54.).
Dortmund drückt und drückt
Dass der BVB in diesem Spiel noch nicht führt, gleicht einem Wunder. Unfassbar, wie viele Chancen die Schwarz-Gelben vorfinden. Immer wieder ist aber Hein im Tor der Bremer die Endstation.
Kurz darauf landet der Ball nach einem traumhaften Fallrückzieher von Nwaneri zwar im Tor, der Schiedsrichter hat das Spiel aber zuvor schon wegen eines Offensivfouls abgepfiffen.
Svensson erlöst Dortmund
Nach einer Balleroberung am eigenen Strafraum schlägt Karetsas den Ball lang in Richtung Guirassy, der lässt auf der Outlinie Friedl stehen und bringt den Ball auf Silva.
Der will abschließen, erwischt den Ball aber nicht richtig und legt dadurch perfekt auf den eingelaufenen Svensson auf. Aus knapp elf Metern muss der 24-Jährige nur noch einschieben (80.).
Reis macht es nochmal spannend
Nur fünf Minuten später erhöht Kapitän Schlotterbeck nach einem Eckball auf 2:0 (85.) und lässt mit seinem Torjubel die Muskeln spielen. Es sieht wie die Entscheidung aus.
Aber die Bremer lassen sich davon nicht unterkriegen und kommen nur zwei Minuten später zum Anschlusstreffer. Reis darf lange in Richtung Dortmunder Tor gehen, zieht aus 20 Metern ab und lässt Kobel keine Chance (87.).
Füllkrug schafft den Lucky-Punch
Und dann kommt es, wie es kommen muss: Tief in der Nachspielzeit kommt Füllkrug nach einem Freistoß eingelaufen und köpfelt zum 2:2 ein (90.+2), die Vorarbeit liefert Marco Grüll.
Beim BVB wird ein starker Sabitzer in der 72. Minute ausgewechselt. Friedl und Grüll spielen bei Werder Bremen durch, Schlager wird nicht eingewechselt.
Die Dortmunder bleiben damit trotzdem vorerst auf dem ersten Platz - Bremen ist aktuell Vierter.