Nagelsmann-Kritik an Hannes Wolf

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Hannes Wolf hat sich bei RB Leipzig möglicherweise einiges verscherzt.

Erst vor kurzem kehrte er nach seinem Knöchelbruch zurück, feierte erst im Dezember sein Debüt in der deutschen Bundesliga. Wenige Wochen später gab er öffentlich zu verstehen, dass er den Verein gerne leihweise verlassen will, um mit mehr Spielpraxis noch auf den EM-Zug mit Österreich aufzuspringen.

Keine clevere Aktion, denn Trainer Julian Nagelsmann stoßen die Aussagen des 20-jährigen Offensivspielers sauer auf. "Das ist ja ein aktueller Trend, dass jeder Spieler, der nicht Stammspieler ist, sofort immer weg will", kritisiert der Chefbetreuer im "kicker".

Für junge Spieler müsse es "eine Tugend sein, auch mal stetig an etwas dranzubleiben, auch wenn eine Phase in der Karriere nicht so gut läuft". Wolfs Forderungen werden somit beinahe wie eine Aufgabe wahrgenommen, sich nicht dem Konkurrenzkampf in Leipzig stellen zu wollen.

"Für den Knöchelbruch kann niemand was, dann hat er eh schon drei Einsätze bekommen in einer Saisonphase, die sehr bedeutend war. Diese Einsätze kann man einerseits als kleinen Hoffnungsschimmer sehen, andererseits aber auch als kleines Geschenk vom Trainer", wird Nagelsmann noch konkreter.

Nagelsmann deutlich: "Weglaufen wird keinen im Leben weiterbringen"

Andere, die "deutlich häufiger trainiert hatten", kamen dadurch nicht zum Einsatz, hätten sich aber nicht gleich beschwert so wie Wolf. "Grundsätzlich können wir nicht jeden Spieler, der mal unzufrieden ist, weil er nicht spielt, abgeben und verleihen. Du kannst A nicht nur mit elf, zwölf Spielern eine Rückrunde bestreiten und B gehört es auch mal dazu, ein Tal in seiner Karriere zu durchlaufen."

"Es wird keinen im Leben weiterbringen, wenn ich immer nur weglaufe, wenn etwas nicht gut funktioniert. Dann habe ich 24 oder 27 Vereine und mich nirgendwo durchgesetzt. Es gehört auch mal dazu, was Negatives durchzustehen, dranzubleiben, Gas zu geben und nicht zu hadern."

"Einfach mal sechs, sieben Wochen trainieren"

Keine guten Voraussetzungen für Wolf für die kommenden Wochen und Monate, sollte er dem Verein treu bleiben. Denn Nagelsmann hält offenkundig wenig von der Vorgehensweise des Ex-RB-Salzburg-Spielers. Ein klärendes Gespräch gab es vorerst (noch) nicht.

"Ich bin weit davon weg, immer jedes einzelne Detail erklären zu müssen. Es ist eine Leistungssportgesellschaft. Viele Dinge liegen auch einfach auf der Hand." Vor allem die Tatsache, dass erst ein Pflichtspiel in der Rückrunde gespielt wurde, macht Nagelsmann stutzig. "Ich verstehe den Aufruhr nicht so ganz, ehrlich gesagt. Es ist ja noch gar nichts passiert, es ist ja nicht so, dass er sechs Monate auf der Bank saß."

Deshalb richtet er einen deutlichen Rat an seinen Schützling: "Einfach arbeiten. Einfach mal sechs, sieben Wochen trainieren, die Dinge übernehmen, die ich sehen will." Wenn er die Chance am Tag X erhält, "dann muss es brennen".

Textquelle: © LAOLA1.at

Hannes Wolf will sich von RB Leipzig verleihen lassen

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