1. FC Köln kündigt nach Debakel Protest an

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Eine Szene sorgt nach dem 0:5 des 1. FC Köln bei Borussia Dortmund für Aufregung.

Nach einer Ecke (45.+1) lässt Gästekeeper Timo Horn den Ball aus, Sokratis schießt ein. Referee Patrick Ittrich pfeift - als der Ball noch nicht über der Linie ist - und entscheidet auf Stürmerfoul. Er wird aber vom Video-Schiedsricher überstimmt, da die Bilder zeigen, dass Horn nicht gefoult wurde. Der Treffer wird nachträglich anerkannt.

Köln-Manager Jörg Schmadtke platzt aus diesem Grund nach dem Spiel bei "Sky" der Kragen: "Nach meiner Einschätzung ist der Pfiff vor der Torerzielung erfolgt und damit haben wir hier eine krasse Fehlentscheidung."

Aus diesem Grund kündigt der 53-Jährige an, dass die Geißböcke gegen die Wertung des Spiels Protest einlegen werden.

Schmadtke glaubt an Neuansetzung

"Ich bin ein totaler Befürworter des Videobeweises, aber in dieser Situation liegt keine krasse Fehlentscheidung vor, wodurch der Video-Schiedsrichter gar nicht hätte eingreifen dürfen", erklärt Schmadtke seine Sichtweise.

"Ich plädiere dafür, dass wir uns an das Protokoll halten. Und nicht, dass jeder entscheidet, wie er gerade will. Es gibt ein Protokoll, das klarstellt, wann der Video-Schiedsrichter einzuschreiten hat. In diesem Fall ist das Protokoll nicht befolgt worden."

Schmadtke glaubt, dass der Protest der Kölner zu einer Neuaustragung führen sollte: "Es ist eine Entscheidung, die gegen das Regelwerk getroffen wurde und wenn gegen das Regelwerk entschieden wird, gibt es normal eine Neuansetzung. Die streben wir an."

Konter von Watzke: Köln kann nicht verlieren

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kann die Aussagen Schmadtkes überhaupt nicht verstehen. "Zweimal kam der Videobeweis zum Einsatz und zweimal wurde richtig entschieden. Das Einzige, was mich irritiert, ist dass der 1. FC Köln offensichtlich nicht verlieren kann. Wenn man 0:5 verloren hat und komplett chancenlos im Spiel ist, dann ist das nur eine Attitüde des schlechten Verlierens."

Für Watzke spielt die Tatsache, dass die Aktion zum 2:0 abgepfiffen wurde, bevor der Ball hinter der Linie war, keine Rolle. "Was wäre passiert, wenn eine Sekunde später gepfiffen worden wäre? Wäre der Ball zurückgefallen? Es hätte kein Mensch eine Chance gehabt, an den Ball zu kommen. Er war einfach drin. Wenn man nicht verlieren kann, greift man eben zu solchen Mitteln."

Textquelle: © LAOLA1.at

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