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12 Minuten Stille: Stimmungsboykott gegen Investoreneinstieg

Deutschlands Fanszenen werden mit einem Stimmungsboykott an diesem Spieltag Kritik am Investorendeal der DFL üben:

12 Minuten Stille: Stimmungsboykott gegen Investoreneinstieg Foto: © getty

Deutschlands Fanszenen protestieren am Wochenende gegen den Investorendeal der DFL.

Mehrere organisierte Fangruppen kündigten die Maßnahme mit einem einheitlichen Statement an. Demnach soll es an diesem Spieltag sowohl in der Bundesliga als auch in der 2. Bundesliga in den ersten zwölf Minuten zu Stimmungsboykotten kommen. Damit soll gegen den umstrittenen Investoren-Einstieg in die DFL protestiert werden. Dieser wurde Anfang der Woche denkbar knapp beschlossen (alle Infos >>>). Noch im Mai war ein entsprechender Antrag gescheitert.

"Das Ergebnis der DFL-Vollversammlung hinsichtlich des Investoreneinstiegs stellt einen Dammbruch für die Bundesliga dar", ist im Schreiben zu lesen. "Der angebliche Dialog auf Augenhöhe mit der Basis war schon lange eine leere Worthülse - nun müssen wir uns anderweitig Gehör verschaffen! Und um gehört zu werden, wird man von uns nichts hören", kündigten Fanvertreter im Statement an.

Fans: "Kein Teil der Verhandlungsmasse"

Man wolle zeigen, dass der sogenannte 12. Mann bundesweit nicht bereit ist, als Teil der Verhandlungsmasse des DFL-Deals mit dubiosen Investoren herzuhalten. Schon weit vor der Abstimmung über den Einstieg eines möglichen Investors wurde seitens der Fans mehrerer Vereine Kritik geübt. 

Den Investoreneinstieg sehe man als elementaren Angriff auf den basisorientierten Volkssport Fußball in Deutschland, wird im Statement deutlich gemacht. Weiters heißt es: "Die Funktionäre mögen Medienrechte verscherbeln können, doch gleichwohl können wir unsere eingebrachten Anteile am Produkt Bundesliga selbst beeinflussen."

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