Özil: Auch Rummenigge teilt aus

Özil: Auch Rummenigge teilt aus Foto: © GEPA
 

Die Causa Mesut Özil hält Deutschland weiter in Atem.

Vor allem, weil die Kritiker nicht müde werden, den Arsenal-Profi und zurückgetretenen DFB-Teamspieler zu attackieren.

Nach der Wutrede von Uli Hoeneß legt nun auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in "SportBild" nach: "Auf dem Ohr waren Uli und ich immer taub. Das war nie ein Spieler, mit dem wir uns auch nur zu einem Prozent beschäftigt haben. Nie! Wenn wir in London gespielt haben, hat Uli immer gesagt: Hoffentlich spielt der heute."

Rummenigge macht auf Hoeneß

Angeblich wollte damals Ex-Bayern-Trainer Louis van Gaal Özil nach München lotsen, doch das bestreiten die Verantwortlichen.

Bayern-Präsident Hoeneß hatte erst kürzlich mit folgenden Worten für Aufsehen gesorgt: "Ich bin froh, dass der Spuk vorbei ist. Der hat seit Jahren einen Dreck gespielt. Den letzten Zweikampf hat er vor der WM 2014 gewonnen. Und jetzt versteckt er sich und seine Mist-Leistung hinter diesem Foto", polterte der 66-Jährige, der damit nicht nur Özils Vorstellungen im DFB-Team meint.

"Immer, wenn wir gegen Arsenal gespielt haben, haben wir über ihn gespielt, weil wir wussten, das ist die Schwachstelle."

Rummenigge ortet keine Gefahr für EM 2024 und zukünftige DFB-Teamspieler

Rummenigge sieht aber dadurch keinen Nachteil für Deutschlands EM-Bewerbung für 2024, die Causa sei seiner Meinung nach im Ausland kein Thema.

Allerdings hätte man die Geschichte beim DFB unterschätzt. "Die Kuh hätte man relativ schnell vom Eis holen können" und "Das ist wie ein Luftballon, der immer höher gestiegen ist", sind Zitate, die er diesbezüglich tätigt.

Den Rassismus-Vorwurf von Özil könne Rummenigge überhaupt nicht verstehen: "Bitte: Er ist doch nicht kritisiert worden, weil er türkischer Abstammung ist. Das ist eine Fabel, die von seinen Beratern erzählt wird. Das geht mir ohnehin zunehmend auf die Nerven. Die Berater geben heute immer mehr die Statements und Interviews. Das ist teilweise wie Märchenstunde."

Auch an die Gefahr, dass sich junge Nationalspieler deshalb gegen den DFB entscheiden könnten, glaubt Rummenigge nicht: "Nein, überhaupt nicht. Mein Enkel ist fünf Jahre und spielt in Grünwald in der Jugend. Da spielen Kinder unterschiedlicher Hautfarbe aus unterschiedlichen Nationen zusammen. Bei jedem Tor umarmen sie sich und sind vereint. Mit der Nummer und diesem Statement hat sich Özil endgültig ein Eigentor geschossen. Es gibt in Deutschland keinen größeren Integrationsfaktor als Fußball.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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