Rapid geht bei Villarreal in Europa League unter

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Der SK Rapid hat die hausgemachte Krise in der UEFA Europa League weiter verschärft.

Das Team von Didi Kühbauer geht am 3. Spieltag der Gruppe G mit 0:5 (0:3) beim FC Villarreal unter.

Rapid kann nur in den Anfangsminuten dagegenhalten, danach ist Villarreal klar überlegen. Alleine Ekambi lässt mehrere Top-Chancen auf die Führung aus.

Den Torreigen eröffnet Fornals (26.), ein Ekambi-Doppelpack (30., 45.) sorgt für den klaren 3:0-Pausenstand. Raba (63.) und Moreno (85.) runden den Kantersieg mit dem 4:0 und 5:0 ab.

Villarreal-Kapitän Jaume Costa sieht in der 79. Minute Gelb-Rot (die 2. Gelbe Karte nach einer Schwalbe), doch Rapid kann auch in Überzahl nicht mehr Ergebnis-Kosmetik betreiben.

Noch alles offen in der Rapid-Gruppe

Rapid kassiert damit nach dem 0:3 in Hartberg die nächste hohe Pleite, diesmal in Villarreal.

In der Gruppe G ist trotz allem noch alles möglich. Im Parallelspiel trennen sich nämlich die Glasgow Rangers und Spartak Moskau mit 0:0.

Rapid liegt mit 3 Punkten auf Rang drei hinter dem Führenden Villarreal und den punktegleichen Glasgow Rangers (je 5 Punkte). Spartak Moskau ist mit 2 Punkten Gruppen-Letzter nach dem 3. Spieltag. - Tabelle Gruppe G>>>

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Im vierten Pflichtspiel unter Trainer Dietmar Kühbauer war es die dritte Niederlage für die Grünweißen.

Der nächste Europa-League-Auftritt von Rapid ist das Rückspiel gegen Villarreal am 8. November in Wien.

Fünferkette schwamm gewaltig

In der Bundesliga als Neunter klar hinter dem Plansoll, kassierte Rapid fünf Tage nach dem 0:3 gegen Hartberg international den nächsten Dämpfer.

Der Auftritt der Grünweißen in der Kleinstadt nahe Valencia verlief ernüchternd. Dabei wollten die Wiener im Estadio de la Ceramica aus einer kompakten Defensive agieren. Deni Alar war die einzige nominelle Spitze, in der Rückwärtsbewegung machte bei den Hütteldorfern eine Fünferkette dicht.

Die Chance, Villarreal zu überraschen, war groß wie nie, dachte man. "El Submarino Amarillo" holte zuletzt zwar ein 1:1 gegen Atletico Madrid, ist aber nur 16. in der Primera Division und schonte Akteure wie den langjährigen spanischen Teamspieler Santi Cazorla (33).

Eine Abwehrschlacht entwickelte sich für Rapid nicht. Schwer machte es sich die Kühbauer-Elf selbst. Richard Strebinger wollte klären, schoss jedoch Ekambi an. Der Ball kullerte am Tor vorbei (8.). Ekambi ließ alleine vor Strebinger dann zweimal (14., 19.) Zielgenauigkeit vermissen, wobei den Aktionen grobe Schnitzer von Rapids Innenverteidigung vorausgingen. Bei seiner dritten Chance - neuerlich war Rapids Abwehr nicht im Bilde - machte es der Kameruner besser. Von Strebinger abgedrängt, legte er für Fornals auf, der volley vollendete.

Erinnerungen an das 0:6 bei Valencia wurden wach

Rapid war angeschlagen und fing sich das 0:2 ein. Ekambi erwies sich endgültig als Schrecken der grünweißen Abwehr. Mit einem Haken ließ er seine Gegenspieler stehen und schloss knallhart ab. Es hätte vielleicht anders kommen können, hätte Alar bei der einzigen Chance der Wiener in der ersten Spielhälfte besser reagiert.

Im Strafraum etwas glücklich an den Ball gekommen, produziert der Angreifer in der 11. Minute nur einen Roller aufs Tor. Viel mehr war offensiv von den Gästen nicht zu sehen. Kurz vor dem Pausenpfiff kam der nächste Rückschlag. Wieder war es Ekambi, der nach einer Flanke per Kopf schneller war als Barac, der den Ball ins Tor ablenkte.

Erinnerungen an das 0:6 bei Valencia im Sechzehntelfinale der Europa League 2016 wurden wach. Kühbauer reagierte, brachte Andrei Ivan für Marvin Potzmann und stellte auf eine Viererkette um. Dem ungeachtet, hätte Ekambi weiter nachlegen können (49.). Valon Berisha musste danach leicht benommen vom Feld, nachdem er unsanft mit dem Hinterkopf auf den Rasen gelandet war.

Rapids Negativserie in Spanien geht weiter

Villarreal agierte nun im Schongang, traf aber durch Raba noch ein weiteres Mal. Im Finish musste noch Jaume Costa nach einer "Schwalbe" mit Gelb-Rot vom Platz. Der eingewechselte Moreno legte trotzdem noch ein weiteres Tor für die Hausherren nach.

Für Villarreal war es der erste Heimsieg in dieser Saison überhaupt. Vier Tore hatten sie zuvor in Summe in sechs Auftritten zu Hause geschossen.

Rapid gelang indes auch im fünften Europacupspiel in Spanien in Folge (seit 1976) kein Treffer. Ivan hätte die Torsperre in der 90. Minute fast beendet, scheiterte mit einem Volley aber am gegnerischen Torhüter.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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