SK Sturm Graz SK Sturm Graz STU
NK Celje NK Celje CEL
Endstand
2:3
1:2 , 1:1
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Sturm Graz: Die Gründe für den Negativlauf

Die Steirer bezahlen aktuell den Preis für die vielen Verletzungen. Zu wenig Rotation, zu wenige Tore und individuelle Fehler machen aktuell das Leben schwer.

Sturm Graz: Die Gründe für den Negativlauf Foto: © IMAGO / STEINSIEK.CH

Wie schnell sich das Blatt im Fußball wenden kann, zeigt sich aktuell beim SK Sturm Graz!

Noch vor wenigen Wochen waren die "Blackies" nach dem furiosen 6:1-Derbysieg und dem 1:0-Statement-Erfolg gegen Olympique Marseille in der UEFA Europa League in aller Munde.

Vier sieglose Spiele später sieht die Welt auf einmal wieder ganz anders aus. Überraschendes Cup-Aus in Lustenau, nach zwei Remis in der Liga gegen Ried und WAC bereits elf Punkte hinter Leader Rapid und nun das bittere 2:3 im Europacup zuhause gegen NK Celje.

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Die Gründe für den Negativlauf

"Es gibt immer Phasen im Fußball, da geht es leichter von der Hand und manchmal ist man eben in der Oaschgassn. Es hilft nichts, wir müssen als Mannschaft zusammenstehen und da raus", legte Jürgen Heil den Finger in die Wunde.

Die Gründe für den aktuellen Negativlauf sind für den Rechtsverteidiger schnell gefunden: Die großen Verletzungssorgen bei den Steirern.

"Uns war schon bewusst, dass wir gegen Ende des langen Blocks unsere Probleme bekommen könnten, weil wir dann doch immer mit den gleichen 12/13 Spielern die Matches bestreiten müssen", so Heil.

Seit der XXL-Länderspielpause hatte der SK Sturm acht Spiele in 26 Tagen. Durch die Ausfälle von Schlüsselspieler Otar Kiteishvili (Letztes Spiel: 20. September), Filip Rozga (Letztes Spiel: 20. September), Nelson Weiper (Letztes Spiel: 5. September), Seedy Jatta (Letztes Spiel: 13. September) und Emran Soglo (Letztes Spiel: 30. August) fehlen vor allem offensiv viele Optionen.

Das Lazarett lichtet sich

Das Lazarett lichtet sich
Cheftrainer Fabio Ingolitsch bleibt optimistisch.
Foto: ©IMAGO / STEINSIEK.CH

Immerhin kehrte gegen Celje Gizo Mamageishvili nach wochenlanger Pause in den Kader zurück. "Das ist ein extrem erfreulicher Schritt. Wir hoffen nun, dass vielleicht der eine oder andere Spieler aus unserem Lazarett ebenfalls bis zum Sonntag wieder bereit ist", machte Ingolitsch Hoffnung.

Durch die vielen Ausfälle rotierte der Cheftrainer trotz der intensiven englischen Wochen immer nur maximal auf drei Positionen. Einzig Luis Balbo, Petar Petrovic und Belmin Beganovic rotierten in die Startformation. Manche mehr, manche weniger.

Ingolitsch selbst will den aktuellen Negativlauf nicht zu hoch hängen: "Wichtig ist, dass du in so einer Phase nicht an dir selbst zweifelst, sondern dass du klar bleibst im Kopf, dass du dem treu bleibst, was dich stark macht. Und das werden wir auch. Von dem Weg werden wir auch nicht abweichen."

Es fehle einfach die Leichtigkeit, so Heil. "Wir sind gerade in einer Phase, in der es uns nicht so leicht von der Hand geht. Es will aber jeder Spieler, das hat man auch heute wieder gesehen. Vielleicht sind wir manchmal zu verbissen."

Fehlen die Kreativspieler?

Neben den individuellen Fehlern, die gegen Celje zu drei Gegentoren führten, gibt es vor allem im Spiel nach vorne noch Luft nach oben. Mit 19 geschossenen Toren in der Liga liegt man da deutlich hinter den Top 3 der Liga (Rapid 33, Salzburg 29 und LASK 26).

Was allerdings auch mit dem Fehlen der Kreativspieler Kiteishvili und Rozga zu tun haben könnte. "Natürlich sind das Spieler, die fehlen. Das sind überragende Spieler, aber sie sind nicht da. Da können wir noch so lange rumjammern. Wir werden auch alle gut bezahlt, dass wir die Lücke schließen", legte Heil den Fokus auf die fitten Spieler.

Das sah auch Ingolitsch so: "Grundsätzlich gibt es genug Lösungen. Wenn du 29-Mal versuchst aufs Tor zu schießen, dann kommst du ja in die gefährlichen Zonen. Fakt ist, dass unsere Schüsse permanent geblockt werden oder wir den Ball nicht aufs Tor kriegen."

Die Gewinner der aktuellen Phase

Die Gewinner der aktuellen Phase
Oumar Diakite und Simon Seidl.
Foto: ©GEPA

Doch jede Krise bringt auch Gewinner mit sich. Neben Torgarant Oumar Diakite, der gegen Celje bereits seine Saisontore Nummer neun und zehn erzielt hat, überzeugt auch Sommer-Neuzugang Simon Seidl auf ganzer Linie.

Der 24-Jährige ist mit neun Torbeteiligungen in der ADMIRAL Bundesliga gemeinsam mit Hartbergs Marco Hoffmann Topscorer. Vor allem sein rechter Fuß bei ruhenden Bällen sorgt immer wieder für Gefahr. Aber auch sonst ist der variabel einsetzbare Offensivspieler an nahezu allen gefährlichen Aktionen beteiligt.

Zudem wird Neo-Nationalspieler Luca Weinhandl von Spiel zu Spiel noch stärker und Joshua Quarshie hält hinten als Abwehrchef den Laden zusammen.

Zuerst Salzburg - dann Pause

Am Sonntag bietet sich für Sturm nun die Chance, sich mit einem Erfolgserlebnis gegen Red Bull Salzburg in die Länderspielpause zu verabschieden (Sonntag, ab 17:00 Uhr im LIVE-Ticker). Dort kommt ein Gegner nach Liebenau, der dieselbe intensive Belastung in den letzten Wochen hatte.

Das erste Duell der beiden ging Ende September mit 3:0 an die Mozartstädter.

"Wir müssen die schweren Beine ein letztes Mal vor der Länderspielpause vergessen und alles in die Waagschale werfen, um die noch ungeschlagenen Salzburger zuhause – mit unseren Fans im Rücken – zu besiegen", zeigte Ingolitsch die Richtung vor.

Kapitän Jon Gorenc Stankovic zeigt sich ebenfalls kämpferisch: "Wir müssen alles dafür tun, dass wir dieses Momentum nun wieder drehen."

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